Tragflügel:
Zum Aufbau eines korrekt gebauten Tragflügels benötigen Sie unbedingt eine Helling, wie sie im Plan eingezeichnet
ist. Die Helling sollte so breit sein wie die Tragflügeltiefe.
Für eine einwandfreie Schränkung des Flügels ab Knick fertigen Sie sich eine Unterlagsleiste 880 mm lang, 6x10 mm
im Querschnitt, die Sie entsprechend der Zeichnung auf 1 mm verjüngen müssen.
Verleimen Sie die Gurte 148 und 195 aus je zwei Leisten 3x5 mm auf eine Länge, die nur bis zum Knick reichen darf.
am Außenflügel wird nur ein einfacher Doppelgurt (149, 200) eingesetzt.
Bohren Sie die Rippen für den Bowdenzug mit 3 mm, für die Zungenrohre mit 6 mm durch. Leimen Sie die Rippen 165
und 166 aufeinander. Legen Sie die Knickverstärkung für eine halbe Stunde in heißes Wasser, biegen Sie anschlie-
ßend den Knick nach hinten gemäß Bauplan, und lassen Sie die Stücke im Schraubstock austrocknen.
Verleimen Sie die Endstücke 204 bis 206 gemäß Schnitt P-P, ebenso die Randbogen 207 und 208 nach Schnitt T-T.
Schneiden Sie die Tragflügel-Grundrisse aus dem Plan aus, und kleben Sie sie aneinander. Heften Sie die unteren
Gurte 148 bis 150 auf die Helling. Setzen Sie die Rippen 151 bis 164, und kleben Sie die Knickverstärkung ein. Ver-
gessen Sie nicht, bei den Rippen 151, 152, 153, 164, 165, 166 und 167 jeweils 1,5 mm aus Abfallstücken unterzulegen,
da auf diese Rippen später noch die Beplankung aufgeklebt wird.
Befestigen Sie ebenfalls die vorher verjüngte Schränkungsleiste gemäß Plan unter der Endleiste des Außenflügels.
Setzen Sie die Rippen 165 und 186.
Leimen Sie die Endleiste 188 gegen die Rippen des Innenflügels. Kleben Sie Holmsteg 189 auf Gurt 150, und passen
Sie ihn der Rippenform an.
Leimen Sie die Sperrholzstege 190 bis 192 auf Gurt 148, passen Sie sie ebenfalls der Rippenform an, und achten Sie
darauf, daß die Schlitze für die Zungenrohre nicht verdeckt werden. Die Zungenrohre dürfen jedoch noch nicht
eingeleimt werden.
Leimen Sie auf gleiche Weise die Balsastege 193 bis zum Knick auf. Nach dem Anpassen der Stege können Sie jetzt
Obergurt 194, 195 und die innere Nasenleiste 196 aufleimen.
Am Außenflügel werden die Querruder vorerst zusammen mit dem Flügel aus einem Stück aufgebaut. Die Gurte 198
und 219 werden erst später aufgetrennt.
Verleimen Sie die Knickverstärkung 201, 202, schneiden Sie die Rippen 165, 166 am Gurt 150 ab, und setzen Sie die
Knickverstärkung ein.
Passen Sie die Nasenleiste 203 und die Randbogenteile 204 bis 208 nach Plan ein, und verleimen Sie alles. Setzen
Sie die Diagonale 209 an der Flügelmitte (Schnitt N-N) und 210 im Querruder.
Passen Sie die Verstärkungen 211 in die zwei Felder am Mittelstück und in eines am Knick ein.
Beplanken Sie um die Flügelnase oben am Innen- und Außenflügel einschließlich der Überdeckungen an Mittelstück
und Knick.
Nach dem Aushärten des Klebers kann der Flügel von der Helling genommen werden. Die andere Flügelhälfte wird auf
gleiche Weise aufgebaut.
Ansetzen der Tragflügel an den Rumpf:
Stecken Sie die Zungen 217 und 218 in den Rumpf. Legen Sie den Rumpf auf die Seite. Schieben Sie die Zungenrohre
215 und 216 in die Rippen des Tragflügels, ohne sie zu verkleben. Die Rohre sollten leicht in den Ausschnitten der
Rippen laufen.
Stecken Sie die Wurzelrippe 214 auf die Rohre des Flügels, ohne sie zu verkleben. Stecken Sie den Flügel auf den
Rumpf. Richten sie den Flügel an der Wurzelrippe mit der Anschlussrippe am Rumpf genau aus, und geben Sie an die
Rippen 152 und 155 jeweils einen Tropfen Sekundenkleber an, um die Rohre festzuheften. Ziehen Sie dann den Flügel
wieder ab, und verleimen Sie die Rohre mit Epoxikleber sehr sorgfältig entsprechend den Zeichnungen auf dem Plan.
Nach dem Aushärten der Leimstellen an den Rohren setzen Sie die unteren Diagonalen 218a und die Hilfsholme 219
ein. Kleben Sie die Bowdenzüge nach Plan ein, setzen Sie den Verbinder 220a zwischen 2 Rippen und verkleben Sie
das Röhrchen nur von außen.
Kleben Sie die Nasenleisten 221, 222 an, und setzen Sie alle Verstärkungsecken 223 ein. Anschließend kann der Flü-
gel verputzt werden.
Trennen Sie das Querruder vom Flügel, schleifen Sie die Rippenenden bis an die Kieferholme 198, 219 ab, und setzen
Sie die Querruderholme 224 an Querruder und Flügel an. Nach dem Zuschleifen dieser Holme gemäß Schnitt R-R ist
der Rohbau des Flügels vorläufig beendet. Ruderscharniere, Ruderhörner, Bowdenzugseelen, Löthülsen und Gabel-
köpfe werden erst nach dem Lackieren des bespannten Flügels angebracht.
Zum Anbringen der Gabelköpfe noch ein wichtiger Hinweis. Wir verwenden am ganzen Modell die beiliegenden Gabel-
köpfe aus hochwertigem Nylon, deren Festigkeit absolut ausreichend ist. Da an den Außenseiten von Querruder, Sei-
ten- und Höhenruder nur eine kurze Strecke zur Verfügung steht, leimen Sie die Gabelköpfe direkt auf die Stahllitze
des Bowdenzuges. Bohren Sie den Gabelkopf auf 2 mm auf, stecken Sie ihn drehend auf die Litze, und lassen Sie ei-
nen Tropfen Sekundenkleber hineinlaufen. Sie können von außen sehen, wie der Kleber in die Fugen kriecht. Die Lei-
mung hält einwandfrei.
Bespannung:
Überziehen Sie den sauber verschliffenen Rumpf mit leichtem Bespannpapier. Flügel und Leitwerke bespannen Sie am
besten mit Seide. Einen Lackiervorschlag entsprechend dem Schweizer Original können Sie aus dem Bauplan und
dem Kartonbild entnehmen.
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Klaus Krick Modelltechnik Knittlingen