Während einer Unterbrechung sinkt die Spannung deutlich unter ihren Nennwert. In 3-Phasen-Systemen
beginnt eine Unterbrechung, wenn die Spannungen an allen Phasen unter dem Schwellenwert liegen, und
endet, wenn eine Phase den Unterbrechungsschwellenwert plus Hysterese erreicht oder überschreitet. Die
Auslösebedingungen für Unterbrechungen sind Schwellenwert und Hysterese. Unterbrechungen werden
durch Dauer, Größe und Zeitpunkt des Auftretens charakterisiert. Abbildung 3-3-3 verdeutlicht dies.
Schnelle Spannungsänderungen sind schnelle Übergänge der Effektivspannung zwischen zwei
stationären Zuständen. Schnelle Spannungsänderungen werden auf der Grundlage der Toleranz
für stationäre Spannung, der Stabilisierungszeit, der minimalen Kompensation und der minimalen
Erkennungsrate erfasst. Wenn die Spannungsänderung den Schwellenwert für Einbrüche oder Ausschläge
überschreitet, wird sie als Einbruch oder Ausschlag statt als schnelle Spannungsänderung betrachtet. Die
Ereignisliste zeigt die Spannungsänderung und die Übergangszeit an. Die detaillierte Ereignisliste zeigt die
maximale Spannungsänderung gegenüber der Nennspannung. Der Spannungsänderungstrend ist in Abb.
3-3-4 dargestellt.
Zusätzlich zur Spannung wird auch der Strom aufgezeichnet. So können Sie Ursache und Wirkung
von Abweichungen erkennen. Mit der Funktionstaste F2 gelangen Sie zu Ereignistabellen, in denen
Spannungsereignisse der Reihe nach aufgelistet sind.
Trend
Verfügbare Funktionstasten:
F1 Umschalten zwischen Spannungs- und Stromtrends, in der Kopfzeile werden die angezeigten
Parameter angezeigt.
F2 Zugriff auf Ereignistabellen
F3 Zugriff auf Cursor
F4 Auswahl zwischen Cursor bewegen oder Zoomen
F5 Umschalten zwischen RUN und HOLD.
Ereigniskriterien wie Schwellenwert, Hysterese und andere sind voreingestellt, können jedoch
angepasst werden. Das Einstellungsmenü wird über die SETUP-Taste und die Grenzwert-Einstellung
aufgerufen.
Abb. 3-3-3 Merkmale einer
Spannungsunterbrechung
Abb. 3-3-4 Merkmale einer schnellen
Spannungsänderung
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