Die erwärmte Luft wird durch Lüftungsöffnungen an der Rückseite abgeleitet. Zusätzlich befinden sich zur Küh-
lung hinter den Lüftungsöffnungen an der Rückseite 2 weitere Lüfter.
3.3
Wechselrichter
Der Wechselrichter ist eine Hochspannungskomponente, die vom Hersteller versiegelt wurde und nicht geöffnet
werden darf. Er befindet sich im oberen Teil des SENEC-Speichers.
Der Wechselrichter wandelt Gleichstrom von den Batteriemodulen und von einer angeschlossenen PV-Anlage in
Wechselstrom um. Überschüssige Energie wird in den Batteriemodulen gespeichert oder in das öffentliche Netz
eingespeist.
Bei geringem Energieverbrauch, vollen Batteriemodulen und wenig Eigenerzeugung der PV-Anlage befindet sich
der Wechselrichter im Ruhezustand, um den Eigenverbrauch zu senken. Aus Informationen zum Ladestand, Ener-
gieverbrauch und erzeugter Energie berechnet das Energiemanagementsystem bestimmte Vorgaben und regelt
damit den Wechselrichter.
Ein allstromsensitiver Differenzstromsensor (RCMU) misst allstromseitig DC- und AC-Fehlerströme und trennt
den SENEC‑Speicher bei erkannten Fehlern automatisch vom öffentlichen Netz.
3.4
Energiemanagementsystem
Das Energiemanagementsystem (EMS) ist eine elektronische Baugruppe, die sich auf der Wechselrichterwanne
befindet und alle Kommunikationsanschlüsse vereint. Fehler wie Übertemperatur, Überladung oder zu hoher La-
destrom werden frühzeitig erkannt und verhindert.
Auf dem EMS laufen Betriebssystem (SENEC.OS), Batterie-Energiemanagementsystem (BEMS) und Heim-Ener-
giemanagmentsystem (SENEC.PowerPilot) als Softwarekomponenten.
Das EMS übernimmt folgende Funktionen:
• Energiemanagement durch Prognose und Optimierung der Energieflüsse zwischen lokaler Erzeugung, Spei-
cherung und Verbrauch sowie Netzbezug und Netzeinspeisung. Dazu gehören:
• Optimierung der Autarkie und des Eigenverbrauchs der PV-Energie (SENEC-Speicher laden/entladen)
• Minimierung des Netzbezugs (SENEC-Speicher entladen)
• Optimiertes Laden von Elektrofahrzeugen (Paket SENEC.Mobility erforderlich)
• Optimierter Betrieb einer Wärmepumpe (Paket SENEC.Heat erforderlich)
• Optimierung basierend auf:
• PV-Erzeugungsprognose (gemäß Wetterdaten am Aufstellort)
• Wochentagstypische Verbrauchsprognosen für den Haushalt (kontinuierlich durch Analyse realer Ver-
brauchsdaten angepasst)
• Steuerung von Betriebszuständen und LED-Anzeige, Erzeugung der PV-Anlage, Lade- und Entladevorgang
sowie angeschlossenen Verbrauchern
• Zuschaltung der Batteriemodule
• Kommunikation mit Komponenten des SENEC-Speichers und Peripheriegeräten (z. B. Energieflussrich-
tungssensor (EnFluRi), SENEC.Wallbox (nachfolgend „Wallbox" genannt))
• Kommunikation mit dem Portal
• Selbsttest des SENEC-Speichers,
TD140-244.10_de-DEU | Version 1.0 | 22.08.2024
mein-senec.de
(ermöglicht Bereitstellung der Daten für die SENEC.App)
↷3.14 Selbsttest, S. 31
21