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Technische Grundlagen
LANs räumlich so weit ausgedehnt sind, daß die physikalischen Eigenschaften des
Kabels den Anschluß weiterer Rechner behindern. Daraus ergibt sich der Bedarf, mehr-
ere LANs so miteinander zu koppeln, daß sie elektrisch und bezüglich des MAC-Pro-
tokolls wie getrennte LANs agieren, aber gegenüber dem IP-Protokoll wie ein einziges
großes LAN erscheinen.
Diese Koppelung von LANs erfolgt durch Bridges. Eine Bridge arbeitet ähnlich wie ein
Router, verwendet zur Wegefindung jedoch keine IP-Adressen, sondern ausschließlich
MAC-Adressen. Da die MAC-Adressen im Gegensatz zu IP-Adressen nichts über die
Struktur des Netzes verraten, muß jede Bridge die MAC-Adresse aller Rechner im
gesamten LAN kennen.
Somit hat man wieder das Problem, das man bei Routern vor der Einführung von Teil-
netzen hatte: Mit wachsender LAN-Größe werden die Adreßtabellen der Bridges
irgendwann gesprengt. Man kann also nicht beliebig viele LANs durch Bridges verbinden.
Andererseits ermöglichen die unstrukturierten MAC-Adressen, daß die Bridges die Posi-
tionen von Rechnern im LAN automatisch anhand der empfangenen Pakete erlernen.
Man nennt dies „selbstlernende Bridge".
ELSA MicroLink Cable