Herunterladen Inhalt Inhalt Diese Seite drucken
Inhaltsverzeichnis
neu eintrifft, gilt diese Route natürlich als direkt erreichbar und erhält die Zeit '1'. Nach
Ablauf der entsprechenden Zeit wird der Wert in dieser Spalte automatisch erhöht. Nach
3,5 Minuten wird die Distanz auf '16' gesetzt (Route nicht erreichbar), nach 5,5 Minuten
wird die Route gelöscht.
Wenn der Router nun ein IP/RIP-Paket empfängt, muß er entscheiden, ob er die darin ent-
haltenen Routen in seine dynamische Tabelle aufnehmen soll oder nicht. Dazu geht er
wie folgt vor:
Die Route ist in der Tabelle noch gar nicht vorhanden, dann wird sie aufgenommen
(sofern Platz in der Tabelle ist).
Die Route ist in der Tabelle vorhanden mit der Zeit von '5' oder '6'. Die neue Route
wird dann verwendet, wenn sie die gleiche oder eine bessere Distanz aufweist.
Die Route ist in der Tabelle vorhanden mit der Zeit von '7' bis '10', hat also die Di-
stanz '16'. Die neue Route wird auf jeden Fall verwendet.
Die Route ist in der Tabelle vorhanden. Die neue Route kommt von dem gleichen
Router, der auch diese Route bekanntgegeben hat, hat aber eine schlechtere Di-
stanz als der bisherige Eintrag. Wenn ein Gerät so die Verschlechterung seiner ei-
genen statischen Routing-Tabelle bekanntmacht, dann glaubt das Kabelmodem ihm
das und nimmt den schlechteren Eintrag in seine dynamische Tabelle auf.
Zusammenspiel: statische und dynamische Tabelle
Aus der statischen und der dynamischen Tabelle stellt der Router die eigentliche IP-Rou-
ting-Tabelle zusammen, mit der er den Weg für die Datenpakete bestimmt. Dabei nimmt
er zu den Routen aus der eigenen statischen Tabelle die Routen aus der dynamischen Ta-
belle auf, die er selber nicht kennt oder die eine kürzere Distanz aufweisen als die eigene
(statische) Route.

Lokales Routing

Sie kennen das folgende Verhalten der Arbeitsplatzrechner in einem lokalen Netz: Möch-
te der Rechner ein Datenpaket an eine IP-Adresse senden, die nicht in seinem eigenen
LAN liegt, sucht er nach einem Router, der ihm weiterhelfen kann. Dieser Router wird
normalerweise dem Betriebssystem durch den Eintrag als Standard-Router oder Gate-
way bekanntgegeben. Gibt es in einem Netz mehrere Router, so kann oft nur ein Stan-
dard-Router eingetragen werden, der alle dem Arbeitsplatzrechner unbekannten IP-
Adressen erreichen können soll. Manchmal kann dieser Standard-Router jedoch nicht
selbst das Zielnetz erreichen, er kennt aber einen anderen Router, der zu diesem Ziel fin-
det.
Wie helfen Sie dem Arbeitsplatzrechner nun weiter?
Standardmäßig schickt der Router dem Rechner eine Antwort mit der Adresse des Rou-
ters, der die Route ins Ziel-Netz kennt (diese Antwort nennt man ICMP-Redirect). Der Ar-
Funktionen und Betriebsarten
ELSA MicroLink Cable
37
Inhaltsverzeichnis
loading

Inhaltsverzeichnis