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Technische Grundlagen
Der Zugang
Um den Zugang zum Internet über das Kabelnetz (anhand einer vereinfachten Darstel-
lung) zu verdeutlichen, betrachten wir zunächst die beiden Seiten der Verbindung: Auf
der einen Seite haben wir den Anwender, der mit einem einzelnen Rechner oder mit
einem lokalen Netz das Internet nutzen möchte. Auf der anderen Seite haben wir den
Betreiber eines TV-Breitband-Kabelnetzes, der seinen Kunden mehr als nur Radio und
Fernsehen anbieten möchte.
An ein Head-End können sich in der Regel bis zu 2000 Teilnehmer mit einem Kabelmodem
wie dem ELSA MicroLink Cable anschließen. Das Head-End arbeitet dabei allerdings als
Multiport, d.h., jeder Teilnehmer bekommt jederzeit einen Zugang zum Kabelnetz. Es
kann also nicht wie beim Zugang über herkömmliche Modems oder ISDN-Modems vor-
kommen, daß der Internet-Nutzer vergeblich versucht, seinen Provider anzuwählen, weil
schon alle Einwahlgegenstellen besetzt sind. Wenn sowohl das Kabelmodem als auch
das Head-End den rückkanalfähigen MCNS-Standard beherrschen, wird für die Verbind-
ung zwischen Internet-Nutzer und Kabelnetzbetreiber keine weitere Hardware benötigt.
Auf der anderen Seite muß der Netzbetreiber noch eine Verbindung ins Internet her-
stellen. Dazu kann er entweder selbst als Internet-Service-Provider (ISP) auftreten und
direkt einen Anschluß an das Internet herstellen, oder er überträgt diese Aufgabe einem
anderen Dienstleister, z.B. einem freien ISP oder einem Online-Dienst.
Internet
Netz des Kabelnetzbetreibers
Für den Benutzer ist dieser Anschluß an den Backbone nur von geringer Bedeutung. Klar
sein sollte aber folgendes: Je mehr Leistung der Kabelnetzbetreiber seinem Backbone-
ELSA MicroLink Cable
Server mit
Head-End
DHCP-Server
Arbeitsplatzrechner im LAN
MCNS
ELSA MicroLink
TV-Kabelnetz
Hub
Cable
Netz des Benutzers