WDT
Bedienungsanleitung C3G.AC2000 ab V3.3 (02/10)
3.3.2 Kalibrierung der Chlormessung
Beim Kalibrieren der Chlormessung ist zu beachten:
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Möglichst nur morgens vor Betriebsbeginn kalibrieren
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Nur bei Abweichungen ≥ 0,1-0,2 mg/l kalibrieren (Anzeige zu DPD1 Messung)
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Bei niedrigen Chlorkonzentrationen können mit DPD Fehler bis 0,1auftreten.
Bei gemessenen 0,2 mg/l ist 0,05 ein Fehler von 25%! Steigt die Chlorkonzentration wieder
auf 0,6 dann kann der richtige Wert zwischen 0,45 und 0,75 liegen!
Entnehmen Sie eine Wasserprobe möglichst am Messwasserkugelhahn der Messzelle und messen Sie das
freie Chlor mit der DPD-Methode. Wählen Sie den Menüpunkt „CL-Messzelle" im Untermenü Kalibrierungen
an. Nur das Schwimmbadwasser das durch die Messzelle fließt, steht dem Regler zur Beurteilung der
Wasserqualität zur Verfügung!
Der im Display gezeigte Wert wird mit dem Einstellknopf nach dem Ergebnis der Handmessung nachgestellt.
Nach erfolgreicher Kalibrierung wird das aktuelle Datum abgespeichert und unter dem Menüpunkt
Alarmspeicher angezeigt.
3.3.3 Chlor-Nullpunkt
Bei Unregelmäßigkeiten der freien Chlormessung sollte der Null-Punkt der Chlormessung überprüft werden.
Idealerweise wird dies mit chlorfreiem durch die Messzelle durchströmendem Wasser durchgeführt. Da dies
jedoch in den wenigsten Fällen möglich sein wird, geht man folgendermaßen vor. Den Messwasserdurchlauf
der Messzelle für ca. 5 Minuten abstellen und dann im Menü Kalibrierung die Zeile „CL- Nullpunkt" wählen.
Nach Erreichen eines ruhigen Endwertes wird der Nullstrom automatisch kompensiert und das Display fällt
zurück ins Kalibriermenü. Der optimale Chlornullpunkt liegt bei einem Offset von ca. 750mV. (Bitte nicht mit
der Redoxspannung verwechseln). Mit „Abbruch/Funktion" kehrt man zurück in den Betriebsmodus.
3.3.4 Redox-Test
Die Redoxspannung wird zwischen dem Potential des Bezugssystem der pH-Elektrode und der unten in die
Messzelle eingeschraubten Platinronde gemessen. Abweichung der Mess-Anzeige vom normalen Wert
können von einem Drift in der Bezugselektrode kommen oder von einer verschmutzten Platin-Oberfläche.
Oft liegt eine zu geringe Redoxspannung jedoch an einer Qualitätsänderung des Beckenwassers.
Zur Prüfung des Zustandes der Messkette wird die pH-Elektrode und die Redox-Elektrode aus der Messzelle
geschraubt. Die Redox- Elektrode entleert und wieder eingeschraubt. Redoxstandard 475 mV in die
Messzelle geben und die pH-Elektrode hineinhalten. Während der Messung wird die Ausgangsgröße des
Messverstärkers als einheitslose Zahl angezeigt. Sobald die Testroutine die Messung als stabil erkannt hat,
beendet sie selbständig diese Messung. Sie können die Messung auch manuell beenden, indem Sie die OK
/ Start – Taste drücken, sobald sich die angezeigte Zahl nicht mehr ändert.
Der Messkettentest gilt als erfolgreich, wenn die Abweichung weniger als +/- 30 mV beträgt, ansonsten
Platin-Fläche reinigen oder die pH-Elektrode tauschen. In diesem Falle muss auch die pH-Messung wieder
kalibriert werden.
Der erfolgreiche Test wird mit aktuellem Datum abgespeichert und unter dem Menüpunkt Alarmspeicher
angezeigt.
3.3.5 Kalibrierung des Chlorgas-Motorventils
Achtung: Diese Funktion ist nur bei angeschlossenem Chlorgas-Motorventil erforderlich. Verwenden
Sie diese Funktion nicht bei angeschlossenen Dosierpumpen.
Wenn ein Chlorgas-Motorventil anstelle der Chlor-Dosierpumpe angeschlossen ist, so kann der obere bzw.
untere Anschlag der Rückmeldung mit diesem Menüpunkt kalibriert werden.
Nach Anwahl der Kalibrierungsroutine läuft die Kalibrierung automatisch ab. Zunächst wird das Ventil
geschlossen um den unteren Anschlag zu ermitteln. Danach wird das Ventil ganz geöffnet und der obere
Anschlag ermittelt.
Nach erfolgter Kalibrierung wird automatisch die Ausgangskonfiguration „3-PV" für die Chlorgasdosierung
eingestellt.
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