Inhaltszusammenfassung für Fuji Electric FRENIC Eco
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KURZANLEITUNG FRENIC Eco . FRN-F1 Fuji Electric Frequenzumrichter für HKL-Steuerung 3-phasig 400 V 0,75 – 560 kW Letzte Änderung: 28102008 SG_Eco_DE_2.1.0...
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Version Changes applied Date Written Checked Approved 2.0.0 Second edition 26/06/2007 D. Bedford 2.1.0 ROM 1900 functions added 28/10/2008 J.Rasmussen D. Bedford Small corrections...
Inhalt Kapitel Seite SICHERHEITSHINWEISE UND EINHALTUNG VON STANDARDS Sicherheitshinweise Einhaltung europäischer Normen MECHANISCHE INSTALLATION Installation des Umrichters Abdeckungen entfernen und anbringen ELEKTRISCHE INSTALLATION Leistungsklemmen Steuerklemmen Anschlussplan Digitaleingänge (X1, X2, X3, X4, X5, FWD und REV) Digitalausgänge (Y1, Y2, Y3, Y5A/C und 30A/B/C) Einstellen der Schiebeschalter BEDIENUNG ÜBER DAS BEDIENTEIL SCHNELL –...
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Vorwort Wir danken Ihnen, dass Sie sich für unsere Umrichterserie FRENIC-Eco entschieden haben. Dieses Produkt ist für den Antrieb eines Dreiphasen-Induktionsmotors für Lüfter- und Pumpenanwendungen konzipiert. Lesen Sie diese Kurzanleitung durch und machen Sie sich mit dem Umgang und der Bedienung dieses Produkts vertraut. Beachten Sie bitte, dass diese Kurzanleitung Sie nur mit den Hauptfunktionen vertraut macht und Ihnen bei der Installation des Umrichters helfen soll.
1. SICHERHEITSHINWEISE UND EINHALTUNG VON STANDARDS 1.1 Sicherheitshinweise Lesen Sie dieses Handbuch sorgfältig durch, ehe Sie mit Installation, Anschlüssen (Verdrahtung), Bedienung oder Wartungs- und Inspektionsarbeiten beginnen. Machen Sie sich vor der Bedienung des Umrichters mit dem Produkt und allen zugehörigen Sicherheitshinweisen und Vorsichtsmaßnahmen gründlich vertraut. Die Sicherheitshinweise in diesem Handbuch sind in die folgenden beiden Kategorien unterteilt.
Verdrahtung WARNUNG • Bauen Sie bei der Verdrahtung des Umrichters einen empfohlenen Kompakt-Leistungsschalter oder eine Fehlerstrom-Schutzeinrichtung bzw. einen Fehlerstrom-Schutzschalter (mit Überstromschutz) in die Stromleitungen ein. Verwenden Sie Geräte im empfohlenen Strombereich. Andernfalls kann es zu Bränden kommen. • Benutzen Sie Leitungen der vorgegebenen Querschnitte. •...
Umrichter mit integrierten EMV-Filtern und CE-Zeichen halten die EMV-Richtlinien ein. Umrichter ohne EMV-Filter können die EMV- Richtlinien einhalten, wenn sie mit einem optionalen EMV-Filter ausgerüstet werden. Allzweckumrichter unterliegen in der EU den Bestimmungen der Niederspannungsrichtlinie. Fuji Electric erklärt, dass die Umrichter mit CE-Zeichen die Niederspannungsrichtlinie erfüllen.
2. MECHANISCHE INSTALLATION 2.1 Installation des Umrichters Montagesockel 100 mm Der Umrichter muss auf einem Untergrund befestigt werden, der die Temperatur des Kühlkörpers aushalten kann, die während des Umrichterbetriebs Werte von bis zu 90º C annehmen kann. Abstände 10 mm * 10 mm * Die in der Abbildung angegebenen Abstände sind immer einzuhalten.
Der Umrichter besitzt zwei Erdungsklemmen mit gleichem Potential. Eine der Erdungs-klemmen erden Erdungsklemmen und die andere Klemme mit der Erdungsklemme des Motors verbinden. 3.2. Steuerklemmen Der FRENIC Eco Umrichter besitzt 7 Digitaleingänge, 3 Transistorausgänge, 2 Relaisausgänge und 2 Analogausgänge, die alle programmierbar sind. Symbol Programmierbar Anwendungsbeispiel...
3.4. Digitaleingänge (X1, X2, X3, X4, X5, FWD und REV) Digitaleingänge können sowohl in PNP-Logik (EIN-Pegel über +24 V DC) oder NPN-Logik (EIN-Pegel über 0 V) betrieben werden. Der Schalter SW1 auf der Steuerplatine definiert die für die Digitaleingänge verwendete Logik. Anschlussbeispiel: PNP-Logik (SOURCE) +24V +24V...
3.5. Digitalausgänge (Y1, Y2, Y3, Y5A/C und 30A/B/C) Die digitalen Transistorausgänge können entweder in NPN- (SINK) oder in PNP- (SOURCE) Logik betrieben werden. Die Logik ist entsprechend dem Anschluss einstellbar. Bei Anschluss der Klemme ”PLC” an die Transistormasse ”CMY” entsteht eine PNP-Logik. Bei Anschluss der Klemme ”CM”...
3.6 Einstellen der Schiebeschalter Über die Einstellung der Schiebeschalter auf der Steuerungsplatine können Sie die Betriebsart der Analogausgangsanschlüsse, der digitalen E/A-Anschlüsse und der Kommunikationsports auf Ihre Belange einstellen. Abbildung 3.1 zeigt die Lage dieser Schalter. Zum Zugriff auf die Schiebeschalter müssen Sie die Frontplatte, so dass Sie die Steuerungsplatine sehen können. Bei Modellen mit 37 kW oder mehr müssen Sie auch das Bedienteilgehäuse öffnen.
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Abbildung 3.1 zeigt die Lage der Schiebeschalter für die Konfiguration der E/A-Anschlüsse. Schaltbeispiel: SINK SOURCE RS485 comm. port terminator Abbildung 3.1 Lage der Schiebeschalter Kapitel 3: Elektrische Installation...
4. BEDIENUNG ÜBER DAS BEDIENTEIL Das Bedienteil besteht aus einem vierstelligen LED-Monitor LED-Monitor, fünf LED-Anzeigen und sechs Tasten (siehe Abbildung). Anzeigen Über das Bedienteil können Sie den Motor starten stoppen, Laufstatus Programm/ überwachen Menümodus RUN-Taste Rücksetztaste umschalten. Im Menümodus können Sie die Parameterdaten einstellen E/A-...
5. SCHNELLSTART – INBETRIEBNAHME 5.1 Inspektion und Vorbereitung der Inbetriebnahme (1)Prüfen Sie bitte, ob die Netzzuleitung an den Umrichtereingangsklemmen L1/R, L2/S und L3/T richtig angeschlossen ist, ob der Motor an den Umrichterklemmen U, V und W angeschlossen ist und ob die Erdungsleitungen richtig an den Erdungsklemmen angeschlossen sind.
5.3 Schnell – Inbetriebnahme (Selbstoptimierung) Selbst wenn es nicht wirklich notwendig ist, sollte der Selbstoptimierungsvorgang durchgeführt werden, ehe der Motor zum ersten Mal läuft. Es gibt zwei Selbstoptimierungsmodi: Selbstoptimierungsmodus 1 (statisch) und Selbstoptimierungsmodus 2 (dynamisch). Selbstoptimierungsmodus 1 (P04 = 1): Die Parameterwerte P07 und P08 werden gemessen. Selbstoptimierungsmodus 2 (P04 = 2): Es wird sowohl der Leerlaufstrom (Parameter P06) als auch die Parameter P07 und P08 gemessen.
6. PARAMETER UND ANWENDUNGSBEISPIELE 6.1 Parametertabellen und Beschreibung Mit den Parametern kann die FRENIC-Eco Umrichterserie auf Ihre Systemanforderungen eingestellt werden. Jede Funktion besteht aus einer alphanumerischen Folge aus drei Zeichen. Das erste Zeichen ist ein Buchstabe, der die Gruppe kennzeichnet. Die beiden folgenden Zeichen sind Ziffern, die die einzelnen Codes in der Gruppe kennzeichnen. Die Parameter sind in acht Gruppen unterteilt: Grundfunktionen (F-Codes), Erweiterte Klemmen Funktionen (E Codes), Sollwertfunktionen (C Codes), Motorparameter...
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Code Bezeichnung Einstellbereich Werkseinstellung Einstellung Motorgeräusch Taktfrequenz 0.75 bis 15 kHz (max. 22kW) 0.75 bis 10 kHz (30kW bis 75kW) 15/10/6 kHz 0.75 bis 6 kHz (90kW oder mehr) Klangfarbe 0: Stärke 0 (Inaktiv) 1: Stärke 1 2: Stärke 2 3: Stärke 3 FMA-Klemme (Analogausgang) Betriebs-...
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E Codes: Erweiterte Klemmenfunktionen Code Bezeichnung Einstellbereich Werkeinstellung Einstellung Funktionszuweisung zu: Die Auswahl der Parameterdaten ordnet die entsprechende Funktion den [X1] Anschlüssen [X1] bis [X5] wie nachstehend aufgeführt zu. [X2] [X3] Wird der nachstehend in Klammern () gezeigte 1000er-Wert eingestellt, wird [X4] einem Anschluss ein Eingang mit negativer Logik zugeordnet.
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Code Bezeichnung Einstellbereich Werkseinstellung Einstellung Funktionszuweisung zu: Die Auswahl der Parameterdaten ordnet die entsprechende Funktion den [Y1] Anschlüssen [Y1] bis [Y3], [Y5A/C] und [30A/B/C] wie nachstehend aufgeführt zu. [Y2] Wird der nachstehend in Klammern () gezeigte 1000er-Wert eingestellt, wird [Y3] einem Anschluss ein Eingang mit negativer Logik zugeordnet.
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Code Bezeichnung Einstellbereich Werkseinstellung Einstellung LED-Monitor Drehzahlelement 0: Ausgangsfrequenz 3: Motordrehzahl in U/min 4: Wellendrehzahl in U/min 7: Anzeigedrehzahl in % Koeffizient für Drehzahlanzeige 0.01 bis 200.00 30.00 Anzeigekoeffizient für Eingangs- 0,000 (Aufheben/ Rücksetzen) 0.010 Wirkleistungsdaten 0,001 bis 9999 Bedienteil (Menüanzeigenmodus) 0: Parameterdaten-Bearbeitungsmodus (Menüs #0, #1 und #7) 1: Parameterdaten-Prüfmodus (Menüs #2 und #7) 2: Vollmenümodus (Menüs #0 bis #7)
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C Codes: Sollwertfunktionen Code Bezeichnung Einstellbereich Werkseinstellung Einstellung Resonanzfrequenz 0.0 bis 120.0 Hz 0.0 Hz 0.0 Hz 0.0 Hz Ausblendungs Hysterese 0.0 bis 30.0 Hz 3.0 Hz Festfrequenzen 0.00 bis 120.00 Hz 0.00 Hz 0.00 Hz 0.00 Hz 0.00 Hz 0.00 Hz 0.00 Hz 0.00 Hz...
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H Codes: Höhere Funktionen Code Bezeichnung Einstellbereich Werkseinstellung Einstellung Parameterinitialisierung (Wertrücksetzung) 0: Parameterinitialisierung deaktiviert 1: Aufrufen der Werkseinstellungen 2: Initialisierung der Motorparameter Auto - Reset Anzahl 0: Deaktivieren 0 Mal 1 bis 10 mal Reset - Intervall 0.5 bis 20.0 s 5.0 s Lüfterabschaltung 0: Deaktivieren (immer in Betrieb)
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Code Bezeichnung Einstellbereich Werkseinstellung Einstellung Tiefenbegrenzer Betriebsmodus 0: Limitiert von F16 und setzt den Betrieb fort 1: Wenn die Ausgangsfrequenz unter F16 fällt trudelt der Motor Untere Grenzfrequenz 0,0 (abhängig von F16) 2.0 Hz 0,1 ~ 60,0 Hz Automatische Verzögerung 0: Deaktiviert3: Aktiviert (Regelt auf eine konstante Zwischenkreisspannung) Überlastschutzfunktion...
J codes: Anwendungsfunktionen Code Bezeichnung Einstellbereich Werkseinstellung Einstellung PID Regelung Modus Auswahl 0: Deaktiviert 1: Aktiviert (Regelung verwendet, Normal) 2: Aktiviert (Regelung verwendet, invertiert) Fernregelungsbefehl 0: Bedienteil 1: PID Sollwert 1 3: Aktiviert Klemmensteuerung über UP/DOWN 4: Schnittstelle P (Verstärkung) 0.000 bis 30.000 0.100 I (Integrationszeit)
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Code Bezeichnung Einstellbereich Werkseinstellung Einstellung 0 bis 100 % Pegel zum Abschalten des Hilfsmotors Umschaltung Motor-Folgestart / -stopp (Totzone) 0.0: Deaktiviert 0.0 % 0.1 bis 50.0 % PID-Steuerung, Hochlauffrequenz 0: Deaktivert 1 bis 120Hz 999: (abhängig von Einstellung von J36) 0: Abhängig von Einstellungen J41 Pegel zum Aufschalten des Hilfsmotors 1 bis 100 %...
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y codes: Kommunikationsfunktionen Code Bezeichnung Einstellbereich Werkseinstellung Einstellung RS485 Kommunikation Stationsadresse 1 bis 255 (Standard) Kommunikationsfehler 0: Sofortige Störabschaltung und Fehler Er8 (Verarbeitung 1: Störabschaltung und Fehler Er8 nach Ablauf des Timers y03 2: Durchführung eines Wiederanlaufversuches für die Dauer der Timer Zeit y04.
6.2 Anwendungsbeispiel 6.2.1 Netz – Umrichter – Umschaltung Das nachstehende Beispiel beschreibt, wie ein Motor mit einer internen automatischen Umschaltsequenz, ISW50-Funktion, vom Netzbetrieb auf Umrichterbetrieb (und umgekehrt) umgeschaltet werden kann. Zur Realisierung dieser Anwendung werden folgende Komponenten benötigt: - Motor (Pumpen- oder Lüftermotor) - 3 Relais (die Relais werden an 3 Schütze angeschlossen) - 1 Thermorelais (Option) - FRENIC-Eco Umrichter (FRN-F1)
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2. DIGITALAUSGÄNGE (in diesem Fall werden Y1, Y2 und Y3 verwendet) - Y1: Digitalausgang, als Funktion SW52-1 Funktion eingestellt (dieser Digitalausgang wird mit Relais 1 verbunden. Relais 1 öffnet oder schließt das Primärschütz SW52-1). - Y2: Digitalausgang, als Funktion SW52-2 Funktion eingestellt (dieser Digitalausgang wird mit Relais 2 verbunden. Relais 2 öffnet oder schließt das Sekundärschütz SW52-2).
Zeitlicher Ablauf: NETZBETRIEB UMRICHTERBETRIEB UMRICHTERBETRIEB ISW50 Motordrehzahl ist auf Der Umrichter beginnt mit de Umstellung des Motors Netzdrehzahl fixiert von Netzbetrieb auf Umrichter – Solldrehzahl. Umrichter steuert Motordrehzahl Umrichter steuert Motordrehzahl Die modifizierten Parameter sind: Code Daten Beschreibung RUN-Befehl über Anschlussklemmen (Digitaleingänge) Motordaten Maximalfrequenz Motordaten...
6.2.2 Festfrequenz einstellen (1 bis 7 Stufen) Durch die Kombination von EIN/AUS-Zuständen digitaler Eingangssignale (SS1), (SS2) und (SS4) wird einer von acht verschiedenen Frequenzbefehlen ausgewählt, die zuvor durch sieben Parameter C05 bis C11 definiert wurden (Festfrequenzen 1 bis 7). Hiermit kann der Umrichter den Motor mit acht verschiedenen voreingestellten Drehzahlen betreiben. Die nachstehende Tabelle listet die Frequenzen auf, die über die Kombinationen von (SS1), (SS2) und (SS4) möglich sind.
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Dieser Parameter bestimmt die Quelle des PID Sollwertes Einstellung über das Keypad PID Sollwert 1 Einstellung über Klemmenbefehl (up) / (down) PID Sollwert über Kommunikation Wenn J02 auf 1 gesetzt ist, muss der Anschluss des Signals festgelegt werden. Dazu muss eine der folgenden Funktionen auf 3 programmiert werden.
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J17. PID Regelung (Wiederanlauffrequenz). Diese Funktion bestimmt den Wert bei welchem der Umrichter sich wieder zuschaltet. Die Werkseinstellung ist 0 Hz. Als Beispiel: Vorgabe des Sollwertes über Keypad und Rückführung mittels Messumformer. Dieser wird an den Stromeingang C1 (siehe Bild 2) angeschlossen. Der PID – Regler wird in Normalbetrieb betrieben. F02= (Start-Stop: Keypad, FWD/REV button) F07=...
Frequenz- bzw. PID-Prozessbefehle nicht speichern. Unterspannung Bei der RS485-Kommunikation über die RS485-Optionskarte ist ein RS485-Kommunikationsfehler Kommunikationsfehler aufgetreten. (Zusatzkarte) Von einer internen Umrichterplatine verursachter Ausfall. Leistungsplatinenfehler (55 kW oder höher) Einzelheiten siehe FRENIC Eco Anwenderhandbuch (MEH456, Kapitel 8). Kapitel 7: Fehlersuche...
9. OPTIONEN 9.1 Optionstabelle Name der Option Funktion und Anwendung Mit der Zwischenkreisdrossel werden die Oberschwingungen im Eingangsstrom (Netzversorgung) des Umrichters reduziert. Zwischenkreisdrossel Hinweis: (DCRE) Vergessen Sie nicht, vor dem Einbau dieser Option die Brücke zwischen P1 und P(+) zu entfernen..
9.2 EMV Eingangsfilter Die folgende Tabelle gibt die EMV Eingangsfilter und die EMV Klasse nach Umrichterleistung an. Umrichter Type Klassen der Norm Eingangsfilter FRN0,75F1S-4E FS5536-12-07 FRN1,5F1S-4E FS5536-12-07 FRN2,2F1S-4E FS5536-12-07 FRN4,0F1S-4E FS5536-12-07 C1 leitungsgebunden (20m, 15kHz); C1 abgestrahlt (25m, 15kHz) FRN5,5F1S-4E FS21312-18-07 FRN7,5F1S-4E FS5536-35-07...