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Abschnitt 4. Verwendung der TARGET188EB
Programmierbarer Speicher und I/O-Abbildung
Die TARGET188EB weist ein sehr flexibles System für die Plazierung ihres eigenen
Speicherplatzes, der Peripherie und der Erweiterungsbusse in ihrem Speicher und den I/O-
Abbildungen auf. Der Prozessor 188EB hat acht Ausgänge, die 'general chip selects'
(allgemeine Chipfreigaben) genannt werden, und zwar GCS0 to GCS7. Diese Ausgänge
können programmiert werden, so daß sie über einen Speicherbereich oder I/O-Adressbereich
aktiv werden, oder sie können verwendet werden, um an die 188EB angeschlossene Geräte
zu aktivieren. Die folgende Tabelle zeigt, wie die Chipfreigaben von der TARGET188EB mit
dem Standardadressbereich verwendet werden, der durch den Monitor nach der Initialisierung
programmiert wird.
188EB
Verwendung der Chipfreigabe,
Chipfreigabe
GCS7
greift auf STEbus zu
GCS6
greift auf STEbus zu
GCS5
greift auf STEbus zu
GCS4
greift auf STEbus zu
GCS3
Parallelport
GCS2
SVIF1-Port
GCS1
85C230 SCC Interrupt-Quittierung
GCS0
85C230 SCC
Jeder CPU-Zugriff auf eine Adresse, die nicht durch GCS0, GCS1, GCS2, GCS3, UCS (ROM-
Bereich auf der Platine) oder LCS (RAM-Bereich auf der Platine) abgedeckt ist, wird
automatisch an den PC/104-Bus geleitet. Platinen, die den STEbus verwenden, können auf
Peripheriekarten im PC/104 und auch im STEbus zugreifen. Der STEbus ist ein nicht
standardgemäßer Erweiterungsbus. Wie in der obigen Tabelle gezeigt, können 188EB-
Chipfreigaben GCS4, GCS5, GCS6 und GCS7 verwendet werden, um CPU-Zugriffe, die
normalerweise zum PC/104-Bus gehen würden, stattdessen auf den STEbus-Erweiterungsbus
zugreifen zu lassen.
Dieses Beispiel verdeutlicht den Einsatz von GCS3 bis GCS6. Die Monitorsoftware stellt
TARGET188EB so ein, daß der Speicherbereich von 20000h (128K RAM) oder 40000h (256K
RAM) bis 7FFFFh standardmäßig zum PC/104-Bus geleitet wird. Der Benutzer hat eine
STEbus-Speicherkarte, die im Speicheradreßbereich 60000 bis 6FFFFh existiert. Von GCS4
bis GCS7 kann alles programmiert werden, um den Bereich von 60000 bis 6FFFFh
abzudecken, und CPU-Zugriffe auf jede Adresse in diesem Bereich werden dann zum STEbus
anstelle von PC/104 umgeleitet.
GCS4, GCS5, GCS6 und GCS7 können sehr flexibel programmiert werden, um mehrere
'Löcher' im PC/104-Speicher oder I/O-Raum zu erzeugen, die zum STEbus weisen.
Die mit dem Entwicklungssatz mitgelieferte Platinensoftwarebibliothek unterstützt die
Programmierung aller 188EB-Chipfreigaben vollständig.
Programmieren der Chipfreigaben, die den Zugriff auf EPROM, Speicher und I/O kontrollieren,
kann auch eingesetzt werden, um diese platinenintegrierte Peripherie in der Adressabbildung
zu verschieben; vgl. Anhang C - Weitere Informationen.
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TARGET188EB
Standardadressbereich
nicht programmiert oder freigegeben
nicht programmiert oder freigegeben
nicht programmiert oder freigegeben
nicht programmiert oder freigegeben
nicht programmiert oder freigegeben
FC0C-FC0F
nicht programmiert oder freigegeben
nicht programmiert oder freigegeben
J543 TARGET188EB