Die BG/DGUV empfiehlt als Mindesteinschraub-
längen:
2
x M in Aluminiumlegierungen
2,5 x M in Leichtmetallen mit geringerer Festigkeit.
Wählen Sie bei Leichtmetallen, Buntmetallen und
Grauguss die Gewindezuordnung so, dass die
Gewindetragfähigkeit den Anforderungen an das
jeweilige Grundmaterial entspricht.
2 Markieren Sie für eine leichte Erkennung den
Anbringungsort der Anschlagpunkte durch eine
farbige Kontrastmarkierung.
3 Bringen Sie den Anschlagpunkt wie folgt an, um
unzulässige Beanspruchungen wie Verdrehen oder
Umschlagen der Last zu vermeiden:
•
Einsträngiger Anschlag: senkrecht über dem
Lastschwerpunkt
•
Zweisträngiger Anschlag: oberhalb und bei-
derseits des Lastschwerpunktes
•
Drei- oder viersträngiger Anschlag: gleich-
mäßig in einer Ebene um den Lastschwerpunkt
4 Symmetrie der Belastung:
Ermitteln Sie die erforderliche Tragfähigkeit des
einzelnen Anschlagpunktes für symmetrische
bzw. unsymmetrische Belastung entsprechend
folgendem physikalischen Formelzusammenhang:
W
G
W
=
n x cos ß
LL
G
n
ß
Anzahl der tragenden Stränge:
Symmetrie
Zweistrang
Drei-/ Vierstrang
Tabelle 1: siehe auch Tabelle 3
5 Stellen Sie sicher, dass eine plane Anschraub-
fläche (Ø E, Tabelle 4) gewährleistet ist.
Maximale Ansenkung der Gewindebohrung
= Nenndurchmesser des Gewindes.
6 Bohren Sie Sacklöcher so tief, dass die Auflage-
fläche der INOX-STAR-Schraube aufsitzen kann.
Fertigen Sie die Durchgangsbohrungen bis DIN
EN 20273-mittel.
7 Stellen Sie sicher, dass der INOX-STAR im fest-
geschraubten Zustand 360° drehbar ist.
•
Für eine vorübergehende Montage ist ein
schlüsselfestes Anziehen der Schraube mit
einem Sechskant-Schraubendreher (Inbus-
schlüssel) ausreichend.
•
Soll der INOX-STAR dauerhaft am Kraft-
einleitungspunkt belastet werden bzw. ver-
bleiben, ziehen Sie den INOX-STAR mit dem
entsprechenden Anzugsmoment aus Tabelle
2 (±10 %) an. Für die Verwendung eines
Drehmomentschlüssels ist ein gekröpfter
Steckschlüssel erhältlich.
= erf. Tragfähigkeit des Anschlagpunktes/
LL
Einzelstrang (kg)
= Lastgewicht (kg)
= Anzahl der tragenden Stränge
= Neigungswinkel des Einzelstranges
Unsymmetrie
2
1
3
1
Typ metrisch
INOX-STAR M8
INOX-STAR M10
INOX-STAR M12
INOX-STAR M16
INOX-STAR M20
INOX-STAR M24
Tabelle 2: Anzugsmoment
Sichern Sie grundsätzlich alle Anschlagpunkte, die
dauerhaft am Befestigungspunkt verbleiben, z.B.
durch Verkleben.
HINWEIS
Bei stoßartiger Belastung oder Vibration
kann es zu unbeabsichtigtem Lösen kom-
men. Sicherungsmöglichkeiten:
Anzugsmoment + flüssiges Gewinde-
sicherungsmittel wie z.B. Loctite oder
WEICONLOCK (an Einsatzfall angepasst,
Herstellerangaben beachten).
Beachten Sie, dass der Ringkörper drehbar
sein muss.
8 Prüfen Sie abschließend nach der Montage durch
einen Sachkundigen die fortbestehende Eignung
des Anschlagpunktes (siehe Abschnitt 5 Prüfung /
Instandsetzung / Entsorgung.
4.3 Hinweise zum Gebrauch
• Nehmen Sie regelmäßig vor dem Gebrauch (z.B.
durch den Anschläger) den gesamten Anschlag-
punkt in Augenschein (fester Schraubensitz, starke
Korrosion, Verschleiß, Verformungen). Siehe Ab-
schnitt 5 Prüfung / Instandsetzung / Entsorgung.
WARNUNG
Falsch montierte oder beschädigte An-
schlagpunkte sowie unsachgemäßer Ge-
brauch können zu schweren Verletzungen
oder Schäden beim Absturz führen.
Anschlagpunkte vor jedem Gebrauch sorg-
fältig kontrollieren.
• RUD-Komponenten sind entsprechend DIN EN 818
und DIN EN 1677 für eine dynamische Belastung
von 20.000 Lastspielen ausgelegt.
•
Beachten Sie, dass bei einem Hubvorgang
mehrere Lastspiele auftreten können.
•
Beachten Sie, dass durch die hohe dynamische
Beanspruchung bei hohen Lastspielzahlen die
Gefahr besteht, dass das Produkt beschädigt wird.
•
Die BG/DGUV empfiehlt: Bei hoher dynamischer
Belastung mit hohen Lastspielzahlen (Dauer-
betrieb) muss die Tragspannung entsprechend
Triebwerksgruppe 1Bm (M3 nach DIN EN
818-7) reduziert werden. Verwenden Sie einen
Anschlagpunkt mit einer höheren Tragfähigkeit.
Anzugs-
Bestell.-Nr.
moment
Schlüssel
10 Nm
7997749
10 Nm
7997749
25 Nm
7997750
60 Nm
7997751
115 Nm
7997752
190 Nm
7997753
INOX-STAR
3