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elv RDS100 UP Bau- Und Bedienungsanleitung Seite 10

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Bau- und Bedienungsanleitung
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stein QT1080 zu sehen. Alle erforderlichen Stufen für die
kontaktlosen Sensortasten sind in diesem Baustein integ-
riert. Zum Betrieb werden nur noch wenige passive, externe
Komponenten benötigt.
Die eigentlichen Tasten bestehen aus Leiterplattenflächen,
die direkt an BU 100 bis BU 103 angeschlossen werden. Ins-
gesamt ist der Baustein für 8 Tasten vorgesehen, die in un-
serem Anwendungsfall auch alle genutzt werden. Je nach
Anwendung kann der QT1080 in verschiedenen Betriebsmodi
arbeiten, die mit Hilfe der Widerstände R 100 bis R 105 so-
wie R 123 und R 125 konfiguriert werden. Beim Anlegen der
Betriebsspannung prüft der QT1080 zuerst, ob diese Wider-
stände mit Schaltungsmasse oder mit der Betriebsspannung
verbunden sind.
Bei der Konfiguration bestimmt der Pegel am Widerstand
R 101, ob immer nur die Betätigung einer Taste gleichzeitig
akzeptiert wird oder ob auch mehrere Tasten gleichzeitig
betätigt werden können. In unserem Fall ist der Widerstand
mit +3,3 V verbunden, wodurch nur eine Schaltaktion bei der
Taste mit der höchsten kapazitiven Änderung durchgeführt
wird. Die Eingangsbeschaltung ist bei allen Eingangskanälen
des ICs identisch und recht einfach. Von den Sensorflächen
gelangt das Signal jeweils über einen 10-kΩ-Vorwiderstand
(R 106, R 109, R 110, R 113, R 114, R 117, R 118 und R 121) auf
die Eingänge des Sensorchips. Die Eingangsempfindlichkeit
wird dabei durch die weitere externe Beschaltung bestimmt,
insbesondere durch die Kondensatoren C 100 bis C 107.
Ausgangsseitig ist der Baustein als Open Drain konfiguriert.
Die Ausgänge der einzelnen Kanäle gelangen über ST 102 di-
rekt zu den entsprechenden Ports des Mikrocontrollers.
Die Betriebsspannung wird dem QT1080 (IC 100) und der
gesamten Tasteneinheit über R 138 zugeführt, wobei C 117
zur Pufferung dient.
Im unteren Bereich dieses Teilschaltbildes ist der Displaycon-
troller mit zugehöriger Peripherie dargestellt. Das LC-Display
(LCD 1) verfügt über 32 Segmentleitungen und 4 COMs und
ist direkt mit den zugehörigen Portpins von IC 101 verbunden.
Der Displaycontroller kommuniziert über insgesamt 5 Port-
leitungen, angeschlossen an Port P 1.3, P 2.0 bis P 2.2 und
P 2.5 mit dem zentralen Mikrocontroller im Hauptschaltbild
(Abbildung 9). Die weitere periphere Beschaltung ist recht
einfach. Die Widerstände R 131 bis R 133 und R 136 sowie
die Kondensatoren C 110 bis C 112 dienen zur Anpassung des
Displaykontrastes.
In diesem Zusammenhang sind die Codierbrücken J 1 und
J 2 immer geschlossen und nur von produktionstechnischer
Bedeutung.
Der Controller verfügt über zwei integrierte Taktoszillatoren.
Während der schnelle Oszillator an Pin 11 und Pin 12 nur mit
dem Widerstand R 135 beschaltet ist, benötigt der Oszillator
an Pin 14 und Pin 15 einen 32,768-kHz-Uhrenquarz sowie die
Kondensatoren C 113 und C 114. Über ST 102, Pin 1 gelangt
der 32-kHz-Takt auch zum Radiobaustein im Hauptschaltbild.
Die Display-Hinterleuchtung erfolgt mit der Side-Looking-LED
D 100, die über R 126 mit der Betriebsspannung verbunden
ist und über den Transistor T 100 aktiviert wird. Das Steuer-
signal für die Hinterleuchtung kommt über Pin 3 des Steck-
verbinders ST 106 vom Haupt-Mikrocontroller. Über ST 106
wird auch die komplette Einheit mit Spannung versorgt.
Hauptschaltbild
Im Hauptschaltbild (Abbildung 9) sind der zentrale Mikrocont-
roller, das eigentliche Radio und der digitale Stereo-Audio-
Verstärker zu sehen. Der Mikrocontroller (IC 1) ist für die Be-
dienung und alle Steueraufgaben zuständig und oben links
zu sehen. Darunter ist das Radio-IC mit seiner sehr geringen
externen Beschaltung eingezeichnet. Der digitale Stereo-
Audio-Verstärker befindet sich rechts oben und darunter die
recht einfache Spannungsversorgung.
Der Haupt-Mikrocontroller (IC 1) kommuniziert über PB 0 bis
PB 5 (angeschlossen an BU 2) mit dem Displaycontroller und
die Tasten-Informa tionen vom Touchcontrol-Baustein gelan-
gen über BU 3 direkt auf die entsprechenden Portpins des
Controllers.
Mit dem Radiobaustein IC 6 kommuniziert der Mik rocontroller
über den I
C-Bus, der an Pin 27 und Pin 28 des Controllers zur
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Verfügung steht. Die Widerstände R 3 und R 4 dienen dabei
als „Pull-ups". Der Controller selbst benötigt zur Funktion so
gut wie keine externe Beschaltung.
Im Controller integriert sind ein 16-kByte-Flash-Speicher,
1-kByte-SRAM und ein EEPROM mit 512 Bytes. Die interne
Struktur des Mikrocontrollers ist im Blockschaltbild (Abbil-
dung 10) zu sehen. Insgesamt stehen 23 frei programmier-
bare Ein-/Ausgangsports zur Verfügung.
Die beiden A/D-Eingänge an Pin 19 und Pin 22 werden nicht
genutzt und sind mit Schaltungsmasse verbunden. An Pin 18
wird dem Controller die Betriebsspannung von 3,3 V zuge-
führt.
Da die Bedienung des RDS100 UP auch über Funk-Fernbedie-
nungen im FS20-System erfolgen kann, ist an Port PD 0 das
868-MHz-HF-Empfangsmodul HFE 1 angeschlossen.
Zur Bedienung des Radios können aber auch andere Funk-
Sender aus dem ELV-Funk-Haussteuerungs-System FS20 ein-
gesetzt werden.
Über Port PD 1 wird der Stereo-Endverstärker (IC 4) akti-
viert, und die Einstellung der Lautstärke erfolgt mit Hilfe
eines von PD 3 kommenden PWM-Signals über T 1 mit ex-
terner Beschaltung.
Der Kondensator C 2 sorgt in Verbindung mit R 1 und R 5 für
eine Integration des PWM-Signals, so dass letztendlich am
Verstärkerbaustein (IC 4) die Lautstärkeeinstellung mit Hilfe
einer variablen Gleichspannung erfolgt. Insgesamt ermög-
licht IC 4 eine Veränderung der Lautstärke im Bereich von
-38 dB bis +20 dB.
Das eigentliche Radio ist, wie bereits erwähnt, mit einem
sehr hoch integrierten IC (IC 6) realisiert und unten links im
Hauptschaltbild zu sehen. Da in IC 6 neben analogen Stufen
auch digitale Schaltungen integriert sind, ist ein 32,768-kHz-
Takt erforderlich, den letztendlich der Displaycontroller über
BU 3, Pin 1 liefert. R 22 und C 34 dienen dabei zur Störun-
terdrückung.
Der Neutralleiter der Netzspannung liefert das Antennen-
signal für das RDS100 UP, daher muss unbedingt eine span-
nungsfeste galvanische Entkopplung erfolgen. Diese Aufga-
be übernimmt der Y-Kondensator C 30. Über den Kondensa-
tor C 32 gelangt das Antennensignal dann auf den mit L 5,
C 37 und C 38 aufgebauten Eingangskreis sowie zum emp-
findlichen HF-Eingang des Bausteins (Anschluss B 6, C 6).
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