Betriebsanleitung Ritmo 15
3.4 Ventilarbeit, Sauberkeit
Die Arbeitsweise der Dosierpumpe, insbesondere der Membrankegelventile sichert
eine sehr robuste Arbeitsweise und eine hohe Ventildichtheit.
Achtung
Dennoch und insbesondere bei kleinen Dosierströmen sollte man zur Sicherstellung
genauer Dosierabläufe und zur Vermeidung von Verstopfungen der Übergangs-
bohrungen im Pumpenkopf auf Sauberkeit und Homogenität des Dosierfluides achten.
Ggf. ist eine saugseitige Filterung vorzusehen.
3.5 Höherviskose Dosierfluide
Die Dosierpumpen können zur Dosierung niederviskoser Dosierfluide eingesetzt
werden. Als Orientierung gilt eine dyn. Viskosität bis ca. 500 mPas.
Hinweis
Zur Anpassung an höherviskose Fluide werden spezielle Pumpenköpfe eingesetzt.
U.U. ist auch eine Druckbeaufschlagung des Ansaugbehälters in Erwägung zu ziehen.
Bitte sprechen Sie uns im Einzelfall an, um Ihr Dosiervorhaben optimal beurteilen und
lösen zu können.
3.6 Temperaturbereich
Die Dosierpumpen können, im Einklang mit den Einsatzgrenzen und der
Chemikalienbeständigkeit von PTFE mit heißen Fluiden zum Einsatz gebracht werden.
Als Orientierung gilt eine Fluidtemperatur von max. 120°C.
Beachten Sie jedoch, dass ein unbeheizter Pumpenkopf Kältebrücken bilden kann,
Hinweis
welche an kritischen Stellen eine Auskristallisation des Förderfluides zur Folge haben
könnte.
Zur Anpassung an höherviskose Fluide oder zur Vermeidung von Auskristallisationen
können bei Bedarf speziell beheizbare Pumpenköpfe auch mit elektrisch beheizbaren
PTFE-Heizschläuchen ergänzt werden, so dass der Aufbau eines durchgehend
beheizbaren Dosiersystems von der Vorlage bis zum Reaktor möglich ist.
In Kombination mit einem Kryostat stehen auch gekühlte Pumpenköpfe zur Verfügung.
Bitte sprechen Sie uns im Einzelfall an, um Ihr Dosiervorhaben optimal beurteilen und
lösen zu können.
3.7 Pulsationsverhalten
Oszillierende
Pulsationsverhalten. Dosierpumpen vom Typ R 15 können dieses Pulsations-verhalten
durch ihren zeitgesteuerten Ausstoßvorgang entscheidend reduzieren. Im Einzelfall
kann der Ausstoßvorgang und somit ein quasi-kontinuierlicher Dosiervorgang bis zu ca.
30 Minuten in Anspruch nehmen.
In speziellen Ausführungen als pulsationsfreie Dosierpumpen werden Ausstoßzeiten
bis 12,5 Stunden möglich.
Hinweis
Im Einzelfall und in Abhängigkeit vom erforderlichen Druckaufbau ist es zudem möglich,
durch eine gezielte Pumpenkopfauswahl das Pulsationsverhalten positiv zu gestalten.
Bleibt die Restpulsation für den Prozess störend, ist der zusätzliche Einsatz von
Pulsationsdämpfern eine technische Option.
3.8 Pulsationsverhalten unter Gegendruck
Physikalisch bedingt kann (vor allem bei Dosierungen gegen ein Druckhalteventil und dessen
Hysterese) der Druck zwischen Pumpenausgang und Druckbehälter bzw. Druckhalteventil während der
Ansaugphase abfallen. Der Druckabfall ist u.a. auch von diversen Einbauten im System (u.a.
Manometer, Schaltverhalten des Druckhalteventiles) abhängig und kann deshalb nicht konkret
angegeben werden.
Es ist zu beachten, dass nach Beendigung des Ansaugvorganges der Druckaufbau im
System einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Dieser Druckaufbau dauert umso
Verdrängerpumpen
zeigen
grundsätzlich
ein
funktionsbedingtes
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