Betriebsanleitung Ritmo 15
Der im Flex-Einsatz befindliche PTFE-Einsatz sichert die Dichtheit und Chemikalienbeständigkeit zum
Pumpenkopf, während der Silikon-Außenmantel die Dichtheit zum PTFE-Schlauch durch seine hohe
Flexibilität gewährleistet. Deshalb bietet sich eine Flex-Verschraubung vor allem bei beheizbaren
Pumpenköpfen oder/und bei Vakuumanwendungen an.
Bei Einsatz externer Heizschläuche ist der PTFE-Schlauch durch den beheizbaren Schlauch und die
REAH-Verschraubung bis zum Pumpenkopf durchzuschieben.
Sofern die Dosierpumpe mit einem thermostatisierbaren, d.h. beheiz- oder kühlbaren Pumpenkopf
ausgestattet ist, schließen Sie die Heiz- oder Kühlleitung an den metallischen Verschraubungen des
Pumpenkopfes an. Für die vom Thermostat kommende Heizleitung wählen Sie die obere
Verschraubung (HZE) und für die zum Thermostat führenden Leitung die untere Verschraubung (HZA)
Nach den fluidseitigen Anschlüssen und dem Anschluss an die elektrische Versorgung kann die
Dosierpumpe sofort gestartet werden.
Schalten Sie die Dosierpumpe durch ein Einstecken des externen Netzteiles an und starten Sie den
Dosiervorgang durch Betätigen des START-Schalters.
Eine Entlüftung und/oder Befüllung des Pumpenkopfes ist nicht erforderlich. Die Dosierpumpe R 15
entlüftet grundsätzlich mit dem Starten der Pumpe.
5.3 Sicherheit gegen Überdruck
Die Dosierpumpe R 15 ist für Systemdrücke bis 10 bar ausgelegt. Für die Funktion sind jedoch die
maximalen Ein- und Ausgangsdrücke zu berücksichtigen. Bei höheren Ein- und Ausgangsdrücken
können die Ventile nicht korrekt öffnen und schließen.
Übersteigt der Gegendruck anlagebedingt oder durch Verstopfungen von Leitungen/Ventilen auf der
Druckseite den max. angegebenen Betriebsdruck, wird sich in der Pumpenkammer ein Betriebsdruck
aufbauen, welcher das saugseitige Ventil aufpressen kann. Die Dosierpumpe fördert in diesem Falle in
die Saugseite zurück.
Achtung
Verstopfungen
entgegengesetzten Fluidstrom zur Saugseite führen und zu einer mechanischen
Zerstörung von Schrittmotor und Antriebsspindel führen.
Hinweis
Ist ein Produkteintritt in die Saugleitung unerwünscht oder sogar mit einem
reaktionsbedingten Gefahrenpotential zu bewerten, sollte man in der Druck- oder
Saugleitung mit einem Druckhalteventil bzw. einer Rückschlagklappe arbeiten.
5.4 Abschaltung der Dosierpumpe bei anstehendem Gegendruck
Wird die Dosierpumpe gestoppt, wird auch der jeweilige Dosiervorgang sofort gestoppt und das
druckseitige Ventil sofort geschlossen. Die Dosierpumpe ist durch die mechanisch geschlossenen
Ventile in diesem Zustand zwischen Druck- und Saugseite absolut dicht. Ein anstehender Überdruck
oder auch ein Vakuum kann nicht von der Druck- zur Saugseite oder umgekehrt durchschlagen.
Bleibt die Apparatur, auch im abgeschalteten Zustand, unter einem anstehenden Druck und somit die
Dosierpumpe unter einem dauerhaft anstehenden Gegendruck und/oder sind anlagenbedingt höhere
Drücke in diesem Zustand nicht auszuschließen, sollte die Dosierpumpe mit dicht schließenden
Absperrhähnen geschützt werden.
5.5 Wartung und Reinigung
Die Dosierpumpen vom Typ R 15 sind für eine lange Lebensdauer konzipiert, unter höchsten
Qualitätsnormen produziert und gewährleisten einen wartungsfreien Betrieb.
Die Dosierpumpen enthalten jedoch auch Verschleißteile, im Fluidbereich u.a. die Membran, die Ventile
und die Pumpenkammer. Um eine lange Lebensdauer der Dosierpumpe sicherzustellen und die Gefahr
von Betriebsstörungen zu minimieren, empfiehlt sich eine regelmäßige visuelle Kontrolle und ein
sorgsamer, sauberer Umgang mit der Dosierpumpe.
Zu Reinigungszwecken empfehlen wir, die hohe Chemikalienbeständigkeit des PTFE-Werkstoffes zu
nutzen und den Dosierer mit aggressiven Reagenzien laufen zu lassen, um z.B. Sedimente aufzulösen.
Auch die Return- und/oder die Clean-Funktion kann hilfreich sein, indem entgegen der ursprünglichen
oder
reaktionsbedingte
Druckaufbauten
können
zu
einem
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