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Armstrong 411G Installations- Und Wartungsinformationen

Armstrong 411G Installations- Und Wartungsinformationen

Glocken-kondensatableiter
Installation
Die Installation des Kondensatableiters sollte immer unter den Gesichtspunkt der am Einbauort vorhandenen Kon-
densatleistung sowie der Möglichkeit einer zukünftigen Inspektion und Wartung erfolgen.
Neben den allgemeinen Montagerichtlinien sollten Sie nachfolgende Hinweise berücksichtigen:
Vor der Montage des Kondensatableiters ist die Rohrleitung von Verunreinigungen und Fremdpartikeln zu
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säubern. Hierfür kann der Ausblase- bzw. Entleerungsanschluß eines vor dem Kondensatableiter installier-
ten Schmutzfängers verwendet werden.
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Die Installation des Kondensatableiters erfolgt an einem vertikalen Kondensat-Sammelstutzen, gut zugäng
lich für Kontroll- und eventuelle Reparaturmaßnahmen. Den Einbau des Ableiters möglichst immer tiefer
ausführen als der Entwässerungspunkt der Dampfleitung.
Wenn möglich, sollte vor dem Ableiter ein zusätzlicher Entleerungsanschluß installiert werden.
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Ein spannungsarmer Einbau ist zu gewährleisten. Die Armatur darf nicht als Festpunkt dienen.
Einbaulage:
Bei der Installation von Kondensatableitern mit Gewindeanschluß ist zu empfehlen, daß die ersten zwei Ge-
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windegänge des anzuschließenden Rohres nicht vom eingesetzten Gewindedichtmittel abgedeckt werden.
Damit soll das Eindringen von Dichtungsmaterial in den Systemkreislauf verhindert werden.
Der Ableiter Typ 411G ist weitgehend schmutzunempfindlich, da sich Ventil und Sitz im oberen Teil des Kon-
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densatableiters befinden. Denoch sollte zur Sicherheit vor dem Kondensatableiter ein zusätzlicher Schmutz-
fänger installiert werden. Besonders dann, wenn die Gefahr einer größeren Schmutzansammlung besteht.
Die Installation von Absperrventilen vor und nach dem Kondensatableiter ist notwendig, wenn ein Abstellen
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der Dampfleitung für Wartungsarbeiten an den Kondensatableiter nicht möglich ist.
eine Umgehungsleitung wird benötigt, wenn eine ununterbrochene Entwässerung auch während der
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Inspektions- oder Wartungsarbeiten erforderlich ist
Hinweis für Anwendungen mit überhitztem Dampf
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die geringe Kondensatmenge die bei Betriebsbedingungen mit überhitztem Dampf bei hohem Druck anfällt,
bildet sich nur in den Kondensat-Sammelstutzen und den Kondensatableitern selbst.
Daher sind sachgemäße Verrohrung und richtig ausgelegte Sammelstutzen wesentlich für den einwandfreien
Betrieb des Armstrong-Kondensatableiters. (sehen Sie hierzu auch Tabelle 3-1 sowie Grafik 3-1 und 3-2)
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Für eine möglichst lange Standzeit des Kondesatableiters ist es wichtig, den Ableiter nicht einzuisolieren.
Die Isolierung verringert die für eine optimale Arbeitsweise erforderliche Kondensatbildung. Zur Absicher-
ung des Personals vor Verbrennungen empfiehlt sich der Anbau eines zusätzlichen Schutzgitters.
Inbetriebnahme
Vor der Inbetriebnahme des Kondensatableiters ist sicherzustellen:
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das alle Einbau- bzw. Wartungsarbeiten ordnungsgemäß abgeschlossen sind
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das die Angaben zu Werkstoff, Druck, Temperatur und Strömungsrichtung mit den Vorgaben des Rohr-
systems übereinstimmen.
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das die Inbetriebnahme nur von qualifiziertem Personal durchgeführt wird
Installations- und Wartungsinformationen
Glocken-Kondensatableiter
Type 411G
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Inhaltszusammenfassung für Armstrong 411G

  • Seite 1 Damit soll das Eindringen von Dichtungsmaterial in den Systemkreislauf verhindert werden. Der Ableiter Typ 411G ist weitgehend schmutzunempfindlich, da sich Ventil und Sitz im oberen Teil des Kon- densatableiters befinden. Denoch sollte zur Sicherheit vor dem Kondensatableiter ein zusätzlicher Schmutz- fänger installiert werden.
  • Seite 2 Ultraschallmessgeräte oder Stethoskop, die Kontrolle des anfallenden Kondensates nach dem Ableiter. Hier ist die Methode mit einem Prüfventil am effektivsten. Die normale Arbeitsweise des Armstrong-Glocken-Kondensatableiters Typ 411G ist gekennzeichnet durch: der Ableiter führt periodisch Kondensat ab (auf-zu Arbeitsweise) der Ableiter führt das Kondensat tröpfelnd ab (halb-modulierende Arbeitsweise bei geringen Kondensatanfall) Wichtig: Bei den zuvor beschriebenen Kondensatanfall ist immer, in Abhängigkeit der vorhandenen Systemdrücke, ein ent-...
  • Seite 3 Falsch Ein richtig ausgelegter Sammelstutzen führt das Konden- sat ab. Ein zu klein bemessener Sammelstutzen bewirkt, daß bei Druckabfall Kondensat aus dem Stutzen und dem Kondensatableiter zurückgesaugt wird. Grafik 3-2: 411G - Installationschema für Hauptdampf- leitung Seite 3 von 3...