1 Gefahrenhinweis
Die Betriebstemperatur und der Betriebsdruck dürfen auf keinen Fall höher als die Angaben auf dem
Typenschild oder Datenblatt sein. Der maximale Betriebsdruck ist Gerätabhängig. Die Geräte dürfen
im Druckbereich nicht als sicherheitsrelevante Begrenzungs-/Schalteinrichtung eingesetzt werden.
Messwertgeber werden nur mit Kleinspannung betrieben.
Eine Überlastung des Gerätes kann eine Zerstörung zur Folge haben. Die auf dem Typenschild oder
Datenblatt angegeben Maximalwerte dürfen nicht überschritten werden.
Die Geräte dürfen während der Lagerung und oder während dem Betrieb keinen starken mechani-
schen Belastungen, Vibrationen und Stosseinwirkungen ausgesetzt werden. Sie dürfen nicht als Hebe-
einrichtung, Trittbrett oder Transportvorrichtung benutzt werden. Das Gerät muss vor magnetischen
Feldern geschützt werden.
Sämtliche Manipulationen, wie z.B. die Verkürzung des Gleitrohres sind zu unterlassen. Dies würde zur
Zerstörung des Gerätes führen.
Bei Geräten in EX-geschützter Ausführung mit einem Anschlusskabel darf das Kabel nicht einge-
kürzt werden, ohne dass gewährleistet ist, dass mit der Schutzmantelung des Kabels ein Erdungsleiter
erstellt wird. Es ist das ATEX Beiblatt zu beachten.
Wird das Gerät an dem Anschlusskabel freihängend über dem Medium montiert, so muss zwingend
ein Stahlseil als Zugentlastung mittels eines Stahlbügels am Stopfen montiert werden. Bügel und Stahl-
seil sind bei Reed Electronics AG zu beziehen.
Es müssen anlageseitig Brandschutzvorrichtungen angebracht werden. Die Beschädigung des Gerätes
durch externen Brand verunmöglicht die Überwachung und Steuerung der Anlage.
Beim Einbau in ferromagnetische Stutzen wird die Funktionsfähigkeit des Gerätes beeinträchtigt.
In Bereichen der Gasgruppe IIC darf sich der Anschlusskasten nicht elektrostatisch aufladen. Er darf
nicht trocken abgewischt werden.
An dem Anschlusskasten aus Aluminium sind durch Aufschläge zündfähige Funken möglich. Dies ist bei
der Installation in Zone 0 zu berücksichtigen.
Wichtig: Das Nichtbeachten der oben aufgeführten Gefahrenhinweise kann zu Beschädigungen
des Gerätes und somit zu einer Fehlfunktion der nachgeschalteten Steuerung und zu Personen- oder
Sachschäden führen! Der Hersteller haftet nicht für Schäden, die durch bestimmungswidrigen Ge-
brauch oder falsche Bedienung verursacht werden.
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Funktionsweise
2.1 Schwimmerschalter / RCS, (inkl. EX und EXNP Ausführung)
Durch das Magnetfeld des Magneten, welcher sich im Inneren des Schwimmergehäuses befindet, werden
entsprechend der gewünschten Füllstandshöhe die im Gleitrohr angeordneten Reedkontakte (Schutzgas-
kontakte) betätigt. Hierdurch wird je nach Kontaktart (Schliesser oder Öffner) der Steuerstromkreis geöffnet
oder geschlossen und ein Schaltbefehl übertragen, welcher zum Steuern bzw. zur Signalgabe verwendet
wird. Ist das Gerät mit einem Temperaturschalter ausgerüstet, wird durch diesen beim Erreichen der be-
stimmten Temperatur die gleiche Funktion ausgelöst.
2.2 Messwertgeber / RCK, RCK2, (inkl. EX und EXNP Ausführung)
Messwertgeber arbeiten nach dem Schwimmerprinzip mit magnetischer Übertragung. Im Gleitrohr be-
findet sich eine Kette mit Reedkontakten und Widerständen in Potentiometerschaltung. Die Reedkontakte
werden durch das Magnetfeld eines Magneten, welcher sich im Inneren des Schwimmergehäuses befindet,
betätigt. Die Höhenlage des Schwimmers wird mit dem Pegel des zu überwachenden Mediums verändert.
Der schliessende Reedkontakt greift den Punkt der Widerstandskette ab. Die Widerstandskette wird nicht
unterbrochen. Anhand des Widerstandswerts kann nun das genaue Niveau bestimmt werden. Durch ein
Steuergerät lässt sich der Widerstandswert in ein analoges Signal von z.B. 4 bis 20 mA umwandeln.
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