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Honeywell Komplette Betriebsanleitung SmartDrive Compact Konstant und Quadratisch Moment Frequenzumrichter Für Elektrische Motoren Änderungen Vorbehalten...
Anwendungen 1.1 WARNUNGEN Die Bauteile der Leistungseinheit des Frequenzumrichters ste- hen unter Spannung, wenn der SmartDrive Compact an das Netzpotenzial angeschlossen ist. Der Kontakt mit diesen span- nungsführenden Teilen ist äußerst gefährlich und kann zu schw- eren Verletzungen oder sogar zum Tod führen. Die Steuereinheit ist vom Netzpotenzial isoliert.
Verantwortung des Maschinenherstellers, die Maschine mit einem Hauptschalter zu versehen (EN60204-1). Wenn der SmartDrive Compact bei laufendem Motor von der Spannungsversorgung getrennt wird, liegt dennoch weiterhin eine Spannung an, falls der Motor durch den Prozess unter Spannung steht.
Honeywell Sicherheit 1.3 ERDUNG UND ERDSCHLUSS-SCHUTZ Der SmartDrive Compact-Frequenzumrichter muss grundsätzlich über einen Er- dungsleiter geerdet werden, der an die Erdungsklemme angeschlossen wird (siehe folgende Abbildung): • Der Erdschluss-Schutz im Frequenzumrichter schützt lediglich den Fre- quenzumrichter selbst vor Erdschlüssen. •...
Honeywell Sicherheit 1.4 VOR BEGINN DES MOTORBETRIEBS Checkliste: Den Motor vor dem Start auf ordnungsgemäße Installation überprüfen und sicherstellen, dass die an den Motor ange- schlossene Maschine das Starten des Motors erlaubt. Maximale Motordrehzahl (Frequenz) in Übereinstimmung mit dem Motor und der an ihn angeschlossenen Maschine einstel- len.
Abbildung 2.1: SmartDrive Compact-Typenschlüssel 2.2 LAGERUNG Wenn der Frequenzumrichter vor dem Einsatz gelagert werden soll, stellen Sie sich- er, dass geeignete Umgebungsbedingungen vorherrschen: Lagertemperatur -40…+70 °C Relative Luftfeuchtigkeit < 95 %, keine Kondensation 2.3 WARTUNG Unter normalen Bedingungen sind SmartDrive Compact-Frequenzumrichter war- tungsfrei.
Honeywell Überprüfung des Lieferumfangs 2.4 GEWÄHRLEISTUNG Der Honeywell Garantiezeitraum beträgt 24 Monate ab der Inbetriebnahme, läng- stens jedoch 30 Monate ab dem Lieferdatum (General Conditions NL92/Orgalime S92).
Honeywell 3. INSTALLATION MONTAGE Der SmartDrive Compact kann auf zwei verschiedene Arten an der Wand ange- bracht werden: entweder direkt mit Schrauben oder an einer Hutschiene. Die Ein- baumaße finden Sie auf der Rückseite des Frequenzumrichters und auf der folgenden Seite.
Installation Honeywell 3.1.2 Kühlung Alle SmartDrive Compact-Antriebe werden durch Luftkühlung mit einem Lüfter gekühlt.Über und unter dem Frequenzumrichter muss genügend Freiraum vorhanden sein, um eine ausreichende Luftzirkulation und Kühlung zu gewähr- leisten. Die erforderlichen Freiraummaße sind in der folgenden Tabelle dargestellt: Abmessungen (mm) Tabelle 3.2 : Erforderliche Maße für die Kühlung...
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Impedanz geerdet um einen geringen Leckstrom zu erreichen. HINWEIS: Wenn eine andere Versorgung verwendet wird, ist die Erfüllung der EMV-Anforderungen nicht mehr gewährleistet. SmartDrive Compact Umrichter können problemlos an die An- forderungen der Klasse T angepasst werden. Ein typisches Einsatzgebiet für diese Klasse sind z.
Wenn Sie den Vorgang umkehren, erfüllt der Frequenzumrichter nicht mehr die EMV-Anforderungen der Klasse H. Die SmartDrive Compact-Frequenzumrichter sind entsprechend der Intensität der elektromagnetischen Störaussendungen, den Anforderungen an das Stromver- sorgungsnetz und der Installationsumgebung (siehe unten in fünf Klassen unterteilt.
Installation Honeywell 3.2 VERKABELUNG UND ANSCHLÜSSE 3.2.1 Netzanschlüsse Achtung! Die Netzkabel werden mit einem Anzugsmoment von 0,5– 0,6 Nm festge- zogen. Abbildung 3.4: Netzanschlüsse des SmartDrive Compact, Baugröße MI1 Abbildung 3.5: Netzanschlüsse des SmartDrive Compact, Baugröße MI2 bis MI3...
1.5-6 1.5-6 0.5-1.5 0.5-1.5 Tabelle 3.7 : Kabel- und Sicherungsgrößen für SmartDrive Compact, 380 – 480 V 3.2.4 Allgemeine Regeln zur Verkabelung Vor Beginn der Installationsarbeiten prüfen, dass keine der Komponenten des Frequ- enzumrichters unter Spannung steht. Motorkabel in ausreichendem Abstand zu anderen Kabeln verlegen: •...
Installation Honeywell 3.2.5 Abisolierlängen von Motor- und Netzkabeln Abbildung 3.9: Abisolierung von Kabeln Achtung! Kürzen Sie auch die Kunststoffummantelung der Kabel für die 360°-Er- dung (siehe Abbildungen 3.4, 3.5 und 3.8). 3.2.6 Kabelinstallation und UL-Vorschriften Um den Vorschriften der UL (Underwriters Laboratories) zu entsprechen, muss ein von den UL zugelassenes Kupferkabel mit einer Hitzebeständigkeit von +60/75 °C...
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Installation Honeywell 2. Überprüfung der Netzkabelisolation Trennen Sie das Netzkabel von den Anschlussklemmen L1, L2 und L3 des Frequenzumrichters und vom Stromversorgungsnetz. Messen Sie den Isolation- swiderstand des Netzkabels zwischen den einzelnen Phasenleitern sowie zwischen jedem Phasenleiter und dem Schutzleiter. Der Isolationswiderstand muss > 1 MOhm sein.
4. INBETRIEBNAHME Vor der Inbetriebnahme sollten Sie die Anweisungen und Warnungen in Kapi- tel 1 sorgfältig lesen. 4.1 INBETRIEBNAHME DES SMARTDRIVE COMPACT Lesen Sie die Sicherheitshinweise in Kapitel 1 sorgfältig durch, und befolgen Sie sie. Nach der Installation sind folgende Punkte zu überprüfen: •...
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Inbetriebnahme Honeywell Führen Sie einen Betriebstest ohne Motor durch. Führen Sie Test A oder B durch: Test A Steuerung über die E/A-Klemmleiste: • Bringen Sie den Ein/Aus-Schalter in EIN-Stellung. • Ändern Sie den Frequenzsollwert (Potentiometer). • Überprüfen Sie im Menü Betriebsdaten, ob die Ausgangsfrequenz der Änderung des Frequenzsollwerts folgt.
Fehlersuche Honeywell 5. FEHLERSUCHE Wenn die Steuerelektronik des Frequenzumrichters einen Fehler erkennt, wird der Antrieb gestoppt, und auf dem Display das Fehlersymbol F zusammen mit der Ord- nungszahl des Fehlers und dem Fehlercode angezeigt. Beispiel: Der Fehler kann mit der Stopptaste an der Steuertafel oder über die E/A-Klemmleiste oder den Feldbus zurückgesetzt werden.
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Fehlersuche Honeywell Fehler Fehlerbezeichnung Mögliche Ursache Korrekturmaßnahmen code Die DC-Zwischenkreisspannung Im Falle eines kurzfristigen hat die internen Sicherheitsgrenzw- Spannungsausfalls Fehler erte überschritten: zurücksetzen und den Fre- • Wahrscheinliche Ursache: zu ger- quenzumrichter neu inge Versorgungsspannung starten. Die Versorgungs- Unterspannung • Interner Gerätefehler spannung prüfen.
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Auch Verkabel- aktiv. ung des entsprechenden Geräts prüfen. Installation prüfen. Die Kommunikationsverbindung Falls die Installation in Ord- Feldbusfehler zwischen Master-Gerät und Feld- nung ist, wenden Sie sich bus des Antriebs ist unterbrochen. an die nächste Honeywell- Vertretung. Tabelle 5.1 : Fehlercodes...
Steueranschlüsse Honeywell 6. SMARTDRIVE COMPACT STEUERANSCHLÜSSE 6.1 EINFÜHRUNG SmartDrive Compact Umrichter sind mit den folgenden Ein- und Ausgängen ausges- tattet: Steuer E/A 6 Digitaleingänge 2 Analogeingänge 1 Analogausgang 1 Digitalausgang 2 Relaisausgänge RS-485-Schnittstelle Tabelle 6.1: Steueranschlüsse E/A im SmartDrive Compact In diesem Abschnitt finden Sie eine Beschreibung und Anweisungen der E/A-Sig- nale.
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Steueranschlüsse Honeywell • Fehler bei Eingang des Stromsignales • Externer Fehler • Unterspannung • Erdschluss • Motortemperaturschutz, -blockierschutz, -unterlast schutz • Feldbuskommunikation • 8 Festdrehzahlwerte • Auswahl des Signalbereichs am Analogeingang, Signalskalierung und -filterung • PI-Regler...
Steueranschlüsse Honeywell 6.2 STEUER-E/A Anschlussk Signal Werkeinstellung Beschreibung lemme +10Vre Sollspannung, Ausgang Maximallast 10 mA Analogsignal Eingang 1 Ω Frequenzsollwert 0 bis +10 V Ri = 200 k (min.) E/A-Signalmasse ± 24Vout 24 V-Ausgang für DI's %, max. Last 50 mA E/A-Signalmasse Ω...
Steuertafel Honeywell 7. STEUERTAFEL 7.1 ALLGEMEIN Die Tafel ist in den Antrieb integriert und besteht aus der entsprechenden Steuerpl- atine und der Bedienoberfläche am Gehäuse des Antriebs mit Statusdisplay und Tastenbezeichnungen. Das LC-Display der Steuertafel ist beleuchtet. Auf dem Tastenfeld befindet sich ein Navigationsrad, eine grüne Starttaste und eine rote Stopptaste (siehe Abbildung...
Steuertafel Honeywell Abbildung 7.1: Steuertafel des SmartDrive Compact 7.3 TASTENFELD Auf dem Tastenfeld der Steuerungstafel befindet sich ein Navigationsrad sowie eine Start- und eine Stopptaste (siehe Abbildung 7.1). Das Navigationsrad dient einer- seits der Navigation auf dem Display und andererseits – wenn KEYPAD als aktiver Steuerplatz des Antriebs ausgewählt wurde –...
In diesem Kapitel finden Sie Informationen über die Navigation in den Menüs des SmartDrive Compact und die Bearbeitung der Parameterwerte. 7.4.1 Hauptmenü Das Menü des SmartDrive Compact besteht aus dem Hauptmenü und ver- schiedenen Untermenüs. Die Navigation im Hauptmenü ist in den folgenden Abbil- dungen dargestellt:...
Steuertafel Honeywell 7.4.2 Sollwertmenü (REF) Abbildung 7.3: Anzeige des Sollwertmenüs Wechseln Sie mit dem Navigationsrad zum Sollwertmenü (siehe Abbildung 7.2). Mit dem Navigationsrad können Sie den Sollwert ändern (siehe Abbildung 7.3). Beim Drehen ändert sich der Sollwert kontinuierlich (ohne separate Übernahme des neu- en Werts).
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Status Relais-/Digitalausgang In Prozent des maximalen Proz- M1.17 PI-Sollwert esssollwerts In Prozent des maximalen Ist- M1.18 PI-Rückmeldung werts In Prozent des maximalen Feh- M1.19 PI-Fehlerwert lerwerts In Prozent des maximalen Aus- M1.20 PI-Ausgang gangswerts Tabelle 7.1: Signale der SmartDrive Compact-Betriebsdaten...
Steuertafel Honeywell 7.4.4 Parametermenü (PAR) Im Parametermenü werden standardmäßig nur die Parameter zur Schnellkonfigura- tion angezeigt. Um weitere, erweiterte Parametergruppen zu öffnen, geben Sie den entsprechenden Wert für den Parameter 13.1 ein. Die Auflistung und Beschreibung der Parameter finden Sie in Kapitel 8 und 9.
Steuertafel Honeywell 7.4.5 Fehlerspeichermenü (FLT) Abbildung 7.6: Fehlerspeichermenü (FLT) Im Fehlerspeichermenü können Sie die letzten 9 Fehler nacheinander anzeigen (sie- he Abbildung 7.6). Wenn ein aktiver Fehler vorliegt, wird die entsprechende Fehler- nummer (z. B. F1 02) abwechselnd mit dem Hauptmenü angezeigt. Wenn Sie zwischen den Fehlern wechseln, blinken die Fehlercodes der aktiven Fehler.
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Steuertafel Honeywell Achtung! Wenn das Fehlerspeichermenü angezeigt wird und Sie bei ausgeschaltetem Antrieb die Stopptaste fünf Sekunden lang drücken, wird der gesamte Fehlers- peicher gelöscht. Wenn Sie im Hauptmenü die Stopptaste drücken, wird der Anlaufassistent gestartet und sämtliche Parameter werden auf die Werkeinstel- lungen zurückgesetzt.
Parameterliste Honeywell 8. PARAMETERLISTE Auf den nächsten Seiten finden Sie die Listen der in den jeweiligen Parametergruppen enthaltenen Parameter. Die Parameterbeschreibungen finden Sie in Kapitel 9. HINWEIS: Die Parameter können nur geändert werden, wenn sich der Antrieb im Stoppmodus befindet.
Parameterliste Honeywell 8.2 MOTOREINSTELLUNGEN (STEUERTAFEL: MENÜ PAR -> P1) Code Parameter Min. Max. Einheit Werkeinst. ID Hinweis Motornennspan Siehe Typenschild P1.1 nung des Motors. Motornennfrequ Siehe Typenschild P1.2 50,00 des Motors. Motornenndreh Werkeinstellung gilt für P1.3 300 20000 1/min 1440 zahl 4-poligen Motor.
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Parameterliste Honeywell Code Parameter Min. Max. Einheit Werkeinst. ID Hinweis Momenterhöhu 0 = Nicht verwendet P1.15 1 = Verwendet P1.16 Schaltfrequenz 16,0 0 = Deaktiviert 1 = Im Status "Betrieb" P1.17 Bremschopper verwendet 2 = Im Status "Betrieb" und "Stopp" verwendet Tabelle 8.2: Motoreinstellungen...
Parameterliste Honeywell 8.10 AUTOMATISCHER NEUSTART (STEUERTAFEL: MENÜ PAR -> P10 ) Code Parameter Min. Max. Einheit Werkeinst. ID Hinweis Verzögerung vor dem automatischen Neustart P10.1 Wartezeit 0,10 10,00 0,50 nach dem Verschwinden eines Fehlers Legt die Wartezeit nach dem Verschwinden eines Fehlers fest, nach der der P10.2 Versuchszeit 0,00 60,00...
Parameterliste Honeywell 8.11 PARAMETER FÜR PI-REGLER (STEUERTAFEL: MENÜ PAR -> P12) Code Parameter Min. Max. Einheit Werkeinst. ID Hinweis 0 = Nicht verwendet 1 = PI zur P12.1 PI-Aktivierung Motorregelung 2 = PI zur ext. Verwendung PI-Regler, P12.2 1000 100,0 Verstärkung...
Parameterliste Honeywell 8.13 SYSTEMPARAMETER Code Parameter Min. Max. Werkeinst. Hinweis Softwareinformationen (Menü PAR -> S1) S1.1 Software Package S1.2 Power SW-Version S1.3 SW-Version S1.4 Firmware-Schnittstelle S1.5 Applikations-ID S1.6 Revision der Applikation S1.7 Systembelastung Informationen zur RS485-Schnittstelle (Menü PAR -> S2) Format: xx.yyy...
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Parameterliste Honeywell Code Parameter Min. Max. Werkeinst. Hinweis S3.1 MWh-Zähler S3.2 Betriebstage S3.3 Betriebsstunden Benutzereinstellungen (Menü PAR -> S4) Stellt den Kontrast des S4.1 Kontrast des Displays Displays ein 1= Stellt für alle Werkeinstellungen Parameter die S4.2 wiederherstellen Werkeinstellungen wieder her Tabelle 8.13: Systemparameter...
Parameterbeschreibungen Honeywell 9. PARAMETERBESCHREIBUNGEN Auf den folgenden Seiten finden Sie die Beschreibungen verschiedener Parameter. Die Beschreibungen sind nach Parametergruppe und -nummer angeordnet. 9.1 MOTOREINSTELLUNGEN (STEUERTAFEL: MENÜ PAR -> P1) OTORSTEUERUNGSMODUS Mit diesem Parameter wählen Sie den Motorsteuerungsmodus aus. Folgende Optionen sind verfügbar:...
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Parameterbeschreibungen Honeywell Abbildung 9.1: Lineare und quadratische Änderung der Motorspannung 2 = Programmierbare U/f-Kurve: Die U/f-Kurve kann mit drei verschiedenen Punkten programmiert werden. Die programmierbare U/f-Kurve kann verwendet werden, wenn die anderen Einstellungen nicht den Anforderungen der Applikation entsprechen. Abbildung 9.2: Programmierbare U/f-Kurve...
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Parameterbeschreibungen Honeywell 1.10 ELDSCHWÄCHPUNKT Der Feldschwächpunkt ist die Ausgangsfrequenz, bei der die Ausgangsspannung den mit Parameter 1.11 eingestellten Wert erreicht. 1.11 PANNUNG AM ELDSCHWÄCHPUNKT Oberhalb der Frequenz am Feldschwächpunkt bleibt die Ausgangsspannung bei dem hier eingestellten Wert. Unterhalb der Frequenz am Feldschwächpunkt hängt die Ausgangsspannung von der Einstellung der U/f-...
Durch Verwendung einer hohen Schaltfrequenz können die Motorgeräusche auf ein Mindestmaß reduziert werden. Bei Anhebung der Schaltfrequenz verringert sich die Leistung des Frequenzumrichters. Schaltfrequenz für SmartDrive Compact: 1,5…16 kHz 1.17 REMSCHOPPER Achtung! Bei den dreiphasigen Antrieben (Baugrößen MI2 und MI3) ist ein interner Bremschopper installiert.
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Parameterbeschreibungen Honeywell TARTFUNKTION Mit diesen Parameter können für den SmartDrive Compact zwei Startfunktionen ausgewählt werden: 0 = Rampenstart Der Frequenzumrichter startet bei 0 Hz und beschleunigt innerhalb der eingestellten Beschleunigungszeit (P4.2) auf die festgelegte Sollfrequenz (Lastträgheit oder Anlaufreibung können zu längeren Beschleunigungszeiten führen).
Parameterbeschreibungen Honeywell 9.4 RAMPEN UND BREMSVERHALTEN (STEUERTAFEL: MENÜ PAR -> AMPENVERSCHLIFF Mit diesen Parametern können Anfang und Ende der Beschleunigungs-/ Bremsrampe verschliffen werden. Der Einstellwert 0 sorgt für einen linearen Rampenverschliff, sodass das Beschleunigungs- und Bremsverhalten unmittelbar auf Änderungen des Sollwertsignals reagiert.
Parameterbeschreibungen Honeywell DC-B REMSZEIT BEI TART Nach Erteilung des Startbefehls wird die DC-Bremse aktiviert. Mit diesem Parameter wird die Zeit vor dem Lösen der Bremse festgelegt. Wenn die Bremse gelöst ist, steigt die Ausgangsfrequenz entsprechend der im Parameter 2.2 eingestellten Startfunktion.
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Parameterbeschreibungen Honeywell Die Bremszeit wird beim Starten der DC-Bremsung durch die Frequenz bestimmt. Wenn die Frequenz größer als die Motornennfrequenz ist, wird die Bremszeit durch den Einstellwert von Parameter 4.7 bestimmt. Wenn die Frequenz kleiner oder gleich 10 % des Nennwerts ist, beträgt die Bremszeit 10 % des Einstellwerts von Parameter 4.7.
Parameterbeschreibungen Honeywell Die Bremszeit wird mit Parameter 4.7 festgelegt. Bei hohen Trägheitsmomenten sollte ein externer Bremswiderstand eingesetzt werden, um den Bremsvorgang zu beschleunigen (siehe Abbildung 9.6). Abbildung 9.6: DC-Bremszeit bei Stoppmodus = Rampe 9.5 DIGITALEINGÄNGE (STEUERTAFEL: MENÜ PAR -> P5)
Parameterbeschreibungen Honeywell 9.6 ANALOGEINGÄNGE (STEUERTAFEL: MENÜ PAR -> P6) AI1, F ILTERZEITKONSTANTE AI2, F ILTERZEITKONSTANTE Wenn diesem Parameter ein Wert zugewiesen wird, der größer als 0 ist, wird die Funktion zum Ausfiltern von Störungen aus dem eingehenden Analogsignal aktiviert. Lange Filterzeiten führen zu einer Verzögerung der Regelzeiten (siehe Abbildung 9.7).
MOTORTEMPERATURSCHUTZ (PARAMETER 9.7 BIS 9.10) Der Motortemperaturschutz soll den Motor vor Überhitzung schützen. Der vom Honeywell-Umrichter gelieferte Strom kann u. U. höher als der Nennstrom des Motors sein. Wenn die Last einen derart hohen Strom erfordert, besteht die Gefahr einer thermischen Überlastung des Motors. Dies ist insbesondere bei niedrigen Frequenzen der Fall.
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Parameterbeschreibungen Honeywell OTORTEMPERATURSCHUTZ 0 = Keine Reaktion 1 = Warnung 2 = Fehler, Stoppmodus nach Fehler gemäß Parameter 2.3 Wenn die Schutzfunktion aktiviert ist, wird der Antrieb gestoppt und der Fehlerstatus aktiviert. Bei Deaktivierung der Schutzfunktion (d. h. der Parameter ist auf 0 gesetzt) wird das Wärmemodell des Motors auf 0 % zurückgesetzt.
Parameterbeschreibungen Honeywell Die Temperaturzeitkonstante hängt vom Motordesign ab und ist von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Wenn die t6-Zeit des Motors (t6 ist der Zeitraum in Sekunden, über den der Motor bei sechsfachem Nennstrom sicher betrieben werden kann) bekannt ist (beim Hersteller zu erfahren), können die Zeitkonstantenparameter basierend auf diesem Wert gesetzt werden.
Parameterbeschreibungen Honeywell Abbildung 9.10: Automatischer Neustart 9.10 PARAMETER FÜR PI-REGLER (STEUERTAFEL: MENÜ PAR -> P12) 12.2 PI-R EGLER ERSTÄRKUNG Dieser Parameter bestimmt die Verstärkung des PI-Reglers. Wenn der Parameter auf 100 % eingestellt ist, bewirkt eine Fehlerwertabweichung um 10 % eine Änderung des Reglerausgangs um 10 %.
Parameterbeschreibungen Honeywell Abbildung 9.11: Rückmeldung, Mindestwert und Höchstwert 9.11 SCHNELLEINSTELLUNGSMENÜ (STEUERTAFEL: MENÜ PAR -> P9) 13.2 A NTRIEBSEINSTELLUNGEN Mit diesem Parameter können Sie den Antrieb einfach und schnell für vier verschiedene Anwendungen einstellen. Achtung! Dieser Parameter ist nur sichtbar, wenn der Anlaufassistent aktiviert ist.
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Parameterbeschreibungen Honeywell Abbildung 9.12: Anlaufassistent...
Parameterbeschreibungen Honeywell 9.12.1 Modbus-Prozessdaten Prozessdaten sind ein Adressbereich für die Feldbussteuerung. Die Feldbussteuerung ist aktiv, wenn der Wert von Parameter 2.1 (Steuerplatz) 3 (= Feldbus) ist. Der Inhalt der Prozessdaten wurde in der Applikation festgelegt. In den folgenden Tabellen werden die Prozessdateninhalte in der GP-Applikation aufgeführt.
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Mindest- und Höchstfrequenz skaliert. Tabelle 9.7: Steuerwort: In Honeywell-Applikationen dienen die ersten drei Bits des Steuerworts zur Regelung des Frequenzumrichters. Sie können den Inhalt des Steuerworts jedoch Ihren eigenen Applikationen anpassen, da das Steuerwort als solches an den Frequenzumrichter gesendet wird.
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Parameterbeschreibungen Honeywell Tabelle 9.9: Bitdefinitionen: Beschreibung Wert = 0 Wert = 1 Stopp Betrieb Im Uhrzeigersinn Gegen den Uhrzeigersinn Die Anstiegsflanke dieses Bits setzt den aktiven Fehler zurück Antrieb nicht bereit Antrieb bereit Kein Fehler Fehler aktiv Keine Warnung Warnung aktiv...
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DPD00131A Find out more For more information on Honeywell’s frequency converters and other Honeywell products, visit us online at http://ecc.emea.honeywell.com Automation and Control Solutions Honeywell GmbH Böblinger Str. 17 71101 Schönaich, Germany GE1B-0430GE51 R0209 Telephone (49) 7031 637 01 February 2009...