Surround-Systeme hoher Klangqualität mit sehr tiefem Bass
gedacht.
Der Regelbereich „oberhalb der Mitte" ist für sehr kleine Satelliten
gedacht. Wenn man in dieser Stellung des Frequency-Reglers
größere Satelliten-Boxen verwendet, ist zwar eine deutlich höhere
Maximal-Lautstärke erzielbar, - dann kann der obere Bassbereich
aber etwas „eingedickt" wirken.
Vorgehensweise bei Lautsprechern mit unbekann-
tem Wirkungsgrad:
•
Gehen Sie mit dem PHASE-Regler in Stellung „180 Grad" und
den FREQUENCY- und VOLUME - Reglern in Stellung „9 Uhr"
langsam auf die Lautstärke, die Ihre Haupt-Lautsprecher sub-
jektiv merklich größer erscheinen lassen! (Anmerkung für Eingang
„LINE IN": Falls die Endstufe für die Hauptlautsprecher „invertierend" arbeitet,
(manchmal aus den Technischen Daten zu entnehmen), ist das beste Ergebnis
meist bei „PHASE 0 Grad". Invertierende Endstufen sind jedoch eher selten.)
•
Gehen Sie mit der Lautstärke wieder zurück und stellen den
FREQUENCY-Regler etwa in die mittlere Position. - Dann wieder
die Lautstärke langsam aufdrehen.
•
Jetzt können Sie den Klangunterschied schon etwas einschätzen
und zwischen diesen beiden Einstellungen einen guten Mittelwert
finden. Am linken Anschlag des Reglers „FREQUENCY" be-
kommt man die „relativ tiefsten" Bässe; - bei anderen Stellungen
ist dafür die Maximal-Lautstärke höher. - Meistens wird das opti-
male Klangbild bei Zusammenarbeit mit großen Hauptlautspre-
chern in der Nähe „linker Anschlag" des FREQUENCY-Reglers
erreicht; - manchmal auch bis Position „9 Uhr".
•
Machen Sie dann die gleiche Prozedur noch einmal mit dem
„PHASE"-Regler 0 Grad. - Die richtige Stellung des Reglers ist
die, in der sich die Bässe wärmer und angenehmer präsentie-
ren. (Dieser Klangunterschied kommt von der Phasenlage und
der Aufstellung der Haupt-Lautsprecher relativ zum Woofer!)
Bei zwei (oder mehr) Subwoofern gleichen Typs sollten die Phase-
Regler (bei gleichem Hörabstand) gleich oder um bis zu 90 Grad
unterschiedlich eingestellt sein; - dabei kann man die Raum-
Resonanzen teilweise „überlisten".
Wenn der AW-75 zusammen mit Subwoofern anderen Typs betrie-
ben wird, muss man die Position der jeweiligen Phase-Schalter
oder -Regler in mühseliger Feinarbeit herausfinden.
Mit dem Softclipping-Schalter in Stellung „OFF" lassen sich die
höchsten Lautstärken erreichen.
Die in Videofilmen und in manchen CDs gelegentlich vorkommen-
den „Bass-Attacken" können bei extremen Lautstärken aber zum
Übersteuern des Leistungsverstärkers führen. Mit dem Schalter in
Stellung „ON" verliert man zwar etwas Leistung, aber die „kratzen-
den Geräusche", die eine Endstufe bei Übersteuerung üblicherwei-
se produziert, werden dann wirksam vermindert.
Ein HiFi-Fan hat bei diesen Einstellungen stets das „Klangziel"
sehr großer, neutraler Standboxen vor Augen. Bei Surround-
Fans dominiert meist der Wunsch nach tollen Effekten. Der
AW-75 kann beides.
Einige Grundlagen und Konstruktions-Details:
In geschlossenen Räumen breiten sich tiefe Töne so aus, dass
unterschiedlich bassintensive Bereiche im Raum unvermeidbar
sind. - Ein „idealer" Subwoofer müsste aus mehreren Modulen
bestehen oder sehr große Abmessungen haben, um folgende
Forderungen perfekt zu erfüllen:
Technische Daten:
Musik / Sinus – Leistung mit eingebautem Lautsprecher:
An einem Lastwiderstand von 3 Ohm:
Anmerkung: mit eingebautem Lautsprechersystem ist die Sinus-Leistung wesentlich höher als an einem Lastwiderstand von 3 Ohm.- Wir sind bei Verstärkern für HiFi-
Hauptlautsprecher keine Freunde von „Musikleistungs-Angaben", aber bei Subwoofern ist es anders: Lautsprecherchassis arbeiten im Tiefbassbereich in der Nähe
der Resonanzfrequenz und haben dann wesentlich höhere Widerstände und eine geringere Stromaufnahme als übliche Lautsprecherboxen oberhalb 100 Hz; -
deshalb ist bei Subwoofern die „Musikleistung" die realistischere Angabe.
Frequenzgang:
Übertragungsbereich nach DIN 45500:
Eingangs-Empfindlichkeit (für 150 W / >40Hz):
Eingangs-Impedanz Line In: / Innen-Widerstand Line Out:
Abmessungen (ohne Filzfüße) :
Gewicht:
H x B x T
2
1.
Er sollte den tieffrequenten Schall über eine sehr große Fläche
oder an mehreren Stellen an den Raum ankoppeln, um stehen-
den Wellen weniger Chancen zu bieten; - (das bringt gleichmäßi-
gere Ausbreitung im Raum).
2.
Er sollte eine niedrige untere Grenzfrequenz haben; - das ist
jedoch bei vorgegebenem Volumen leichter mit kleineren ( !! )
Membranflächen zu erreichen; oft reicht dann aber der maximale
Schalldruck nicht mehr aus!
3.
Er sollte einen hohen Schalldruck im Tiefbassbereich liefern
können. - Dazu muss die Membranfläche (oder die Maximal-
Amplitude der Membranen) vergrößert werden.
Eine Vergrößerung der Membranfläche erfordert aber für gleichen
Schalldruck entweder eine proportionale Erhöhung des Gehäuse-
Volumens oder „drastisch höhere" Verstärkerleistung für den glei-
chen Tiefbass-Pegel.
Man sieht also, dass Subwoofer, die in Wohnräumen noch halb-
wegs unauffällig unterzubringen sind, einen Kompromiss darstellen
müssen. Das Verhältnis zwischen erzielbarem Schalldruck und
Tiefgang dürfte für einen Woofer dieser Größe wohl ziemlich ein-
zigartig sein.
In Stellung „Low Cut 30 Hz" ist der AW-75 auf deutlich höheren
Schalldruck mit niedrigen Verzerrungen ausgelegt. „Low Cut
20 Hz" bringt mehr „Tiefgang". Diese Schalterstellung ist für
etwas geringere Lautstärken gedacht, weil bei solch tief reichen-
dem Bass (-3 dB-Punkt bei 24 Hz) und höherem Pegeln sehr große
Membran-Auslenkungen auftreten.
Das dickwandige Gehäuse ist mit aufwändigen, strömungsoptimier-
ten Innenverstrebungen versehen, um mechanischen Schwingun-
gen und Dröhngeräuschen vorzubeugen.
Für Surround-Anlagen der absoluten Spitzenklasse oder entspre-
chend hochwertige professionelle Beschallungsanlagen empfiehlt
sich die Verwendung von zwei AW-75 oder -1000, die dann eine
gleichmäßigere Schallausbreitung im Raum und fast endlose Pe-
gelreserven bieten.
Noch eine Anmerkung zum technischen Aufwand:
Man könnte auch mit weniger aufwändigen Konstruktionen "auf den
ersten Blick" extremen Tiefgang erreichen; - wenn man bei höhe-
rem Schalldruck mit einer lautstärkeabhängig variablen Übergangs-
frequenz die untere Grenzfrequenz stark ansteigen lässt. (Dabei
wird bei geringen Leistungen die Einsatzfrequenz recht tief gelegt,
um sie mit steigender Lautstärke dann z. B. von 40 auf 80 Hz
wandern zu lassen.)
Frequenzgang-Messungen werden meist mit 1 oder 2 Watt durch-
geführt. Bei so kleinen Leistungen wird messtechnisch dann ein
„tiefer" Bass festgestellt, der klanglich jedoch nur bei geringen
Lautstärken nachvollzogen werden kann. - Bei mittleren und hohen
Leistungen ist dabei der Klangeindruck jedoch enttäuschend, weil
dann die (messtechnisch vorhandenen) tiefen Frequenzen fehlen! -
Außerdem ist die eigentlich gewünschte „stabile Basis" des Klang-
bildes ständig in Bewegung - weil hier abgeregelt wird! - Bei kleinen
Subwoofern mag das ganz sinnvoll sein, bei sehr hohen Ansprü-
chen überwiegen (unserer Meinung) jedoch die Nachteile.
Häufig werden
Subwoofer zu laut eingestellt!
mit Ihrem neuen Subwoofer – und nehmen Sie vielleicht etwas
Rücksicht auf Ihre Nachbarn!
300 Watt / 250 Watt an 3 Ohm
230 Watt / 180 Watt an 3 Ohm
24 bis 46 Hz (- 3 dB) Frequency „links",
28 bis 65 Hz (- 3 dB) Frequency „Mitte", Low Cut „30 Hz"
22 bis 125 Hz (- 6 dB) Frequency „rechts", Low Cut „20 Hz"
19 bis 85 Hz
Frequency „links",
Line In: 110 mV / li + re 55 mV, High Level: 1.8 V / 0.9V
30 kOhm / 500 Ohm
440 x 320 x 540 mm
ca. 25 kg
Nun also viel Spass
Günther Nubert
Low Cut „20 Hz"
Low Cut „20 Hz"