Aufstellung und Anschluss NUBERT Aktiv-Subwoofer
Aufstellung:
Durch seine weit überdurchschnittlichen Klangqualitäten und durch
die gewaltigen Kraftreserven ist der AW-75 gleichermaßen für den
Einsatz in hochwertigen HiFi-Systemen und für Dolby-Surround-
Anlagen geeignet. Wenn ein einzelner AW-75 eingesetzt wird,
sollte er aus akustischen Gründen bevorzugt zwischen den Haupt-
lautsprechern aufgestellt werden; - am besten etwas asymmetrisch,
also näher bei einer dieser Boxen.
Um den direkten „Körperkontakt" zum Fußboden zu unterbrechen,
empfehlen wir die Verwendung von federnden Boxenfüßen (z.B.
„Bolide Schockabsorber") oder anderen elastischen Unterlagen.
Die Fernbedienbarkeit ist nur dann gewährleistet, wenn Sicht-
kontakt zum vorderen Bedienfeld besteht. Der große Tieftöner ist
mit 2 Magnetringen für den Antrieb und mit einem weiteren Magne-
ten zur Kompensation des Streufeldes ausgerüstet. Durch diese
magnetische Kompensation ist auch ein recht geringer Abstand
zum Fernsehgerät zulässig. Die typischen Störungen von Bildröh-
ren durch Magnetfelder (Farbunreinheiten, geometrische Verzer-
rungen oder flackerndes Bild) treten nicht auf, wenn man einen
Sicherheitsabstand von mindestens 35 cm einhält. (Ohne Kompen-
sation wäre der Mindestabstand ca. 1m.)
Akustisch ist es meist vorteilhaft, wenn der AW-75 nicht genau in
der Mitte des Raumes (zwischen linker und rechter Seitenwand)
positioniert ist. Auch wenn eine asymmetrisch angeordnete Box
zunächst „emotionell unangenehm" erscheint, ist solch eine Aufstel-
lung akustisch meistens besser, weil sich dadurch die Raumreso-
nanzen weniger stark entwickeln können.
Bei Einsatz zweier AW-75 werden die Bässe gleichmäßiger im
Raum verteilt. Dann ist oft auch eine Aufstellung außerhalb der
Hauptlautsprecher-Verbindungslinie günstig; eventuell sogar (was
bei einem Einzel-Woofer „praktisch verboten" ist) in den vorderen
Raumecken!
In manchen Räumen bekommt man auch sehr gute Ergebnisse bei
Aufstellung der Woofer links und rechts vom Hörplatz.
Also sollte ein einzelner AW-75 nur im „Notfall" in irgendeiner
Ecke oder hinter dem Sofa Platz finden.
Weil es oft ein mühseliges Unterfangen ist, einen (oder mehrere)
Subwoofer im Pegel und im Gesamtfrequenzgang perfekt an die
Hauptlautsprecher anzupassen, ist dieser Subwoofer sowohl in der
Lautstärke als auch in der oberen Grenzfrequenz fernbedienbar.
Der AW-75 kann entweder zusammen mit kleinen Hauptlautspre-
chern als eigentliche Bassquelle dienen, oder sogar sehr große
Standboxen im Tiefbass wirksam unterstützen.
Anschlussmöglichkeiten für Surround:
Die häufigste Anschlussweise (1.) ist für Surround-Effekte gut
geeignet und auch relativ problemlos. Sie liefert bei Musik-
Wiedergabe aber nicht die höchste erreichbare Klang-Qualität, weil
fast alle Surround.Receiver (bei manchmal wählbarer Übergangs-
frequenz) sehr steil filtern und damit eine größere Signalverzöge-
rung im Bass bewirken, als nötig wäre:
1.
In Verbindung mit einem Surround-Verstärker vom Tieftonka-
nal-Ausgang „Sub Pre Out" (bzw. LFE) ein Mono-Cinch-Kabel zu
einer der beiden Buchsen „LINE IN" führen. (Da dieser Bass-
Ausgang bereits durch den Receiver „gefiltert" wird, bekommt man
mit dem „FREQUENCY" - Regler des AW-75 am rechten Anschlag
das Ergebnis, das der Menü-Darstellung des Receivers entspricht
und auch gut mit THX-Satelliten harmoniert; - in der Nähe des
linken Anschlages kann man jedoch „subjektiv besonders tiefe
Bässe" einstellen). Bei zu geringem Signalpegel kann die Empfind-
lichkeit des AW-75 durch einen „Y-Adapter" (von „line in links" nach
„rechts") um 6 dB erhöht werden. Wenn zwei Subwoofer angesteu-
ert werden, verzweigt man das LFE-Signal des Receivers mit
einem Y-Adapter.
2.
Wenn die Hauptboxen problemlos die „volle" Bassbelastung
des Receivers aushalten (Stellung „large") gibt es eine Anschluss-
weise, die für Musik-Wiedergabe oft überlegen ist: Parallel zu den
Hauptboxen (bzw. an den Lautsprecherklemmen „Speakers B") des
Leistungsverstärkers je ein, (problemlos auch sehr dünnes, unge-
schirmtes) Lautsprecherkabel an die Eingänge „HI LEVEL IN"
anklemmen. Auf die richtige Polung dieser Kabel achten. Die Filte-
rung des AW-75, deren Frequenz mit dem Frequency-Regler ein-
stellbar ist, hat eine geringere Steilheit als der LFE-Ausgang der
Receivers und geht erst oberhalb 200 Hz auf die „volle" Steilheit
von 24dB/oct. über. Das bewirkt eine geringere Signalverzögerung
des Bassbereiches und gleichzeitig (zusammen mit den Hauptlaut-
sprechern) eine gleichmäßigere Bassverteilung im Raum.
Anschlussmöglichkeiten an HiFi-Anlagen:
Um kleine Hauptlautsprecher „vor zerstörerischem Tiefbass" zu
schützen, gibt es eine „saubere" und eine weniger saubere An-
schlussweise.
Zuerst die „saubere Methode": Wenn man einen Verstärker besitzt, bei
dem man den Vorverstärkerausgang vom Eingang der Endstufe
trennen kann, hat man die Möglichkeit, hier (mit 2 Stereo-Cinch-
Kabeln) das „Hochpass-Filter" des Subwoofers einzufügen. Das
Vorverstärker-Signal der beiden Hauptkanäle wird mit den Cinch-
Buchsen „line in" des AW-75 verbunden. Das Signal, das von den
Buchsen „line out" geliefert wird, ist umschaltbar und fällt unter 80
oder 40 Hz mit 12 dB pro Oktave ab und wird zum Eingang der
Endstufe für die Hauptlautsprecher geleitet. - So werden die Haupt-
lautsprecher spürbar entlastet, - trotzdem ist durch die (gegenüber
Surround-Receiver-LFE)
wesentlich
dieses Signals eine deutlich bessere HiFi-Wiedergabe gesichert.
Die weniger saubere Methode: Die Anschlüsse „HI LEVEL IN" und „HI
LEVEL OUT" bieten auch die Möglichkeit, mit dem Lautsprecher-
kabel vom Verstärker zum AW-75 und dann weiter zu den Haupt-
boxen zu gehen. Im Sub-Modul SM-305 sind für diesen Fall zwei
Koppelkondensatoren (als 6 dB-Weiche) eingebaut, mit denen die
tiefen Frequenzen der Hauptboxen reduziert werden. - Leider lässt
sich für diese Anschlussart kein optimiertes „Universal-Bassfilter"
realisieren, weil die technischen Unterschiede bei der Vielfalt der in
Frage kommenden Hauptlautsprecher zu groß sind. Je nach Quali-
tät und Eigenschaften dieser Boxen kann es zu Phasendrehungen
und etwas unpräzisem Klang in deren „höherem Bassbereich"
kommen. Bei kleineren Boxen überwiegen trotzdem meistens die
Vorteile, weil ein „etwas hohler" Klang einer Kleinbox im Zusam-
menspiel mit dem AW-75 besser „zugedeckt" wird als ein (bei
großen Lautstärken) verzerrter oder gar „anschlagender" Bass
ohne diese Abtrennung.
Wenn der AW-75 zusätzlich zu bereits aufgebauten Anlagen
angeschlossen wird und die Hauptlautsprecher nicht vom Tiefbass
abgekoppelt werden sollen, gibt es zwei Anschlussmöglichkeiten:
1. Wie „2." Bei Anschlussmöglichkeiten für Surround.
2. Falls ein Vorverstärker-Ausgang am Stereo-Verstärker vorhan-
den ist, diesen mit einem Stereo-Cinch-Kabel an die AW-75 - Ein-
gangsbuchsen „line in" anschließen. So muss das Ton-Signal, das
den AW-75 speist, nicht die Endstufe des HiFi-Verstärkers durch-
laufen. Bei Verwendung von zwei Subwoofern ist es meist günsti-
ger, jedem der Woofer ein „Mono-Signal" zu geben, statt dem
linken Woofer das linke Musiksignal und dem rechten das rechte zu
liefern. Dazu benötigt man dann zwei Cinch-Y-Adapter, mit denen
die Eingänge beider Woofer parallel geschaltet werden.
Grundeinstellung der Regler und Schalter:
Mit dem Schiebeschalter „ON / AUTO / OFF" wählt man „ständig
eingeschaltet", „automatische Einschaltung beim ersten Musik-
Signal" und „ausgeschaltet". Die Leistungsaufnahme im Standby-
Betrieb ist mit unter 4 Watt sehr gering. Wenn eine vollständige
Trennung vom Netz gewünscht wird, kann man den „Power-Wipp-
Schalter" an der Rückseite des AW-75 betätigen. Noch praktischer
ist es aber, den Woofer (oder sogar die gesamte Anlage) mit einem
fernbedienbaren Hauptnetzschalter oder mit dem Hauptschalter
einer Zeitschaltuhr vom Netz zu trennen.
Ein Tipp für alle Anschluss-Versionen, bei denen der Woofer
nicht vom LFE eines Surround-Receivers angesteuert wird:
Suchen Sie das beste Klangbild des AW-75 in Verbindung mit
großen Standboxen oder größeren Satelliten (Bruttovolumen
über 10 Liter) zunächst mit dem Frequency-Regler am linken
Anschlag.
Mit kleinen Satelliten (deutlich unter 10 Liter) beginnt man eher in
der Stellung „10Uhr" des FREQUENCY-Reglers.
Im Zusammenspiel mit größeren Boxen und mit dem Eingang „HI
LEVEL IN" steht der „PHASE"-Regler im Normalfall in Stellung „180
Grad", wenn der Hörabstand zu den Satelliten und zum Woofer
etwa gleich groß ist. Mit kleinen Satelliten oder bei Betrieb mit dem
Eingang „LINE IN" muss man die Reglerposition herausfinden (wie
später beschrieben).
Als Beispiel geben wir im Zusammenspiel mit der nuWave 35 als
Satellit folgende HiFi-Grundeinstellung an, die meistens gute
Ergebnisse liefert, wenn der AW-75 auf der Verbindungslinie zwi-
schen den Satelliten steht:
Phase-Regler: 180 Grad, FREQUENCY-Regler: „11 Uhr",
VOLUME-Regler: „10 Uhr" + etwa 0.5 Skalenpunkte. Diese
Werte beziehen sich auf Anschluss an „HI LEVEL IN" - Die nuWave
35 hat 85 dB Wirkungsgrad (1 W / 1 m).
Für den Dolby-Surround-Einsatz oder bei Satelliten mit mehr Wir-
kungsgrad (wie beispielsweise nuWave 105) sollte der VOLUME-
Regler etwas höher eingestellt werden.
Für den Eingang „LINE IN" kann man einen so einfachen Tipp nicht
geben, da praktisch jeder auf dem Markt befindliche Endverstärker
einen anderen Verstärkungsfaktor hat und deshalb eine jeweils
andere VOLUME-Stellung am AW-75 benötigt wird.
Der Frequency-Regelbereich vom „linken Anschlag" bis etwa
Stellung „Mitte" ist für hochwertige HiFi-Wiedergabe und
AW-75
bessere
Impulsneutralität