I. Allgemeines
1. Die gesamte Hydraulik-Einrichtung ist ölgefüllt und entlüftet.
2. Neuerliche Entlüftungen sind nur erforderlich, wenn durch Reparatur oder Undichtigkeit Luft in
den geschlossenen Druckraum der Hydraulik-Einrichtung gelangt ist. Zum Entlüften ist die
Verbindung mit einer Pumpe herzustellen bei gleichzeitiger Öffnung des ansonsten
geschlossenen Hydrauliksystems. Der Entlüftungsvorgang ist beendet, wenn nach
Pumpenbedienung klares (blasenfreies) Hydrauliköl austritt. Die Öffnung des
Hydrauliksystems erfolgt entweder über Entlüftungsschrauben oder über die Kupplung der
Schnellkupplungshälften (=SK) mit entsprechenden losen SK oder als Sonderzubehör
erhältliche Druckentlastungs-SK 1. Ausnahmsweise kann die Öffnung des Systems auch
durch das Niederdrücken der Löseplatten der SK 11 (=Nippel) oder SK 12 (=Muffe) mit einem
stumpfen Stift erreicht werden. VORSICHT, an der Löseplatte der SK 12 befindet sich ein
empfindlicher Gummidichtring.
3. Beim Verbinden von Druckanschlüssen müssen alle Kupplungsteile völlig sauber und frei von
Fremdkörpern sein. Nach jedem Abkuppeln sind die Kupplungsteile mit Schutzkappen oder
Schutzdeckeln zu verschließen.
4. Als Hydraulikflüssigkeit wird ein dünnflüssiges Korrosionsschutzöl verwendet. Andere Medien
(z.B. Schmieröl oder Kraftstoff) führen zu Schwergängigkeit der Hydraulikzylinder (z.B. beim
Rückpressen der Zylinderkolben), zu chemischem Angriff der Dichtelemente und Schläuche
oder zu Korrosion mit der Gefahr von Rissbildung.
5. Schnellkupplungshälften dürfen unter Druck nicht entkoppelt werden.
6. Hochdruckschlauchleitungen dürfen nicht zu stark gebogen werden, Mindest-Biege-
Durchmesser 110mm.
7. Nach hohem Betriebsdruck die Schlauchleitung nicht sofort entkoppeln, damit sich die
Ausdehnung des Schlauches durch Rücklauf des Hydrauliköls abbauen kann. Wenn sich die
Schnellkupplungshälften SK 11 und SK 12 bei neuer Verbindung nicht kuppeln lassen, steht
der Schlauch unter zu hohem Druck. Zum Abbau dieses Überdrucks die als Sonderzubehör
erhältliche Druckentlastungs-SK 1 verwenden (Vorsicht, evtl. Ölspritzer!).
II. Sicherheitsverhalten beim Umgang mit Hydraulik-Werkzeugen
1. Bedienungsanleitungen genau beachten.
2. Arbeitsbereich reinigen, kein Schmutz an Auflageflächen.
3. Zylinder, Druckstücke und ähnliche genau aufsetzen, Zentrierungen beachten.
4. Während des Aufpumpens (Periode der Drucksteigerung) darf sich niemand in der
Verlängerung der Zylinderachse aufhalten. Sicheren Abstand von Zylindern und
Hochdruckschläuchen halten (Gesicht weg, Hände weg!), solange, bis der voll erforderliche
Hydraulik-Druck aufgebaut ist.
5. Auf belastete Hydraulik-Zylinder und Schrauben keine harten Schläge ausüben.
6. Schadhaft gewordene Teile dürfen nicht verwendet und auch nicht selbst repariert werden, bei
Überholungsarbeiten nur Originalersatzteile verwenden.
7. Staub, Schmutz, Chemikalien und Flüssigkeiten von Werkzeugen fernhalten, um Korrosion,
chemische oder mechanische Beschädigung zu vermeiden.
BOLTMAX classic
Betriebs- und Wartungsanleitung