8.1.3 Gruppe 1: ECC und PIN Beitragskennung
In Gruppe 1 kann die erweiterte L¨ a nderkennung (Extended Country Code ECC) ¨ u bertragen werden. Dazu muss als
Code = 0 eingestellt werden und als Data dann der ECC. Das erste Zeichen des PI-Codes ist die L¨ a nderkennung
(Country Code CC). F¨ u r Deutschland gilt z.B. ECC = 0xE0 und CC = D oder 1.
Die Programmbeitragskennung (Program Item Number PIN) enth¨ a lt den planm¨ a ßigen Sendebeginn (5-bit Tag des
Monats 1-31, 5-bit Stunde 0-23 und 6-bit Minute 0-59) des aktuell gesendeten Programmbeitrags. Mit Monat = 0
(also z.B. bei PIN = 0) wird angezeigt, dass es keine Beitragskennung gibt.
8.1.4 Gruppe 4: Datum und UTC-Zeit
Mit dieser Gruppe k¨ o nnen Datum und Uhrzeit gesendet werden. Die Zeit wird jede volle Minute einmal gesendet, so
dass die Nachricht zur Sekunde 0 beim Empf¨ a nger eintrifft. Als Zeitreferenz wird die aktuelle Rechnerzeit, auf der
die Software l¨ a uft, verwendet. Bei Diskrepanzen sollte die Windows-Uhrzeit ¨ u berpr¨ u ft werden.
8.1.5 Gruppe 8: TMC (Traffic Message Channel)
In Gruppe 8 werden die TMC-Nachrichten gesendet, sofern hier eine TMC-Quelle ausgew¨ a hlt wurde.
Mit "f¨ u llen" k¨ o nnen, falls die maximale Senderate f¨ u r RDS nicht durch alle anderen Gruppen ausgesch¨ o pft wird,
diese freien Gruppen f¨ u r TMC verwendet werden. Dadurch kann die f¨ u r TMC eingestellte Senderate unterschritten
werden. Ansonsten werden die freien Gruppen mit 15B-Gruppen (Schnellinfo) aufgef¨ u llt.
8.1.6 Gruppe 3: ODA (Open Data Applications)
ODA Gruppen signalisieren dem Empf¨ a nger die Existenz von nicht im RDS-Standard definierten offenen Datenanwen-
dungen. Dazu geh¨ o ren u.a. TMC, erweiterter RadioText (eRT) und RadioText Plus (RT+). Werden die zugeh¨ o rigen
3er-Gruppen nicht gesendet, kann es sein, dass der Empf¨ a nger z.B. kein TMC erkennt, auch wenn dieser in Gruppe
8 gesendet wird. Das Senden von Gruppe 3 sollte immer aktiviert sein, wenn ODA wie TMC genutzt wird.
8.1.7 Gruppe 14: EON (Enhanced Other Networks)
Mit TP=0 (aus) und TA=1 (ein) wird gekennzeichnet, dass EON-Informationen ¨ u bertragen werden, die auf min-
destens ein anderes Programm mit Verkehrsinformationen verweisen. Damit k¨ o nnen RDS-Empf¨ a nger Verkehrsdurch-
sagen in anderen Programmen erkennen.
RDS-Quellen mit TP=0 und TA=1 m¨ u ssen ¨ u ber mindestens eine EON-Gruppe auf ein Programm mit TP=1 ver-
weisen.
In der EON Liste werden alle Daten entweder manuell eingetragen (Kanal=0) oder es wird im Kanal-Feld die Nummer
eines anderen sendenden Kanals (Programm) eingetragen. In diesem Fall werden die Daten automatisch aus der RDS-
Quelle des anderen Kanals ¨ u bernommen. Schaltet man nun in der RDS-Quelle des anderen Kanals TA=1, wird ein
Burst (14B-Gruppen) gesendet und der Empf¨ a nger sollte kurzzeitig (bis TA=0 wieder aus) auf diesen Kanal tunen.
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