Dampflok
BR 86
Art.-Nr. 02170
Art.-Nr. 02171
Art.-Nr. 02172
Art.-Nr. 02173
Art.-Nr. 02174
Art.-Nr. 02175
Art.-Nr. 02176
Art.-Nr. 02177
Art.-Nr. 02178
Art.-Nr. 203509
DAS vorbilD
Die BR 86 ist eine Güterzug-Tenderlokomotive. Das Vorbild wurde von
1928 bis 1943 beschafft und war bis 1987 bei der DR im Einsatz. Mit
15 t Achsfahrmasse war die Maschine für Nebenbahnen konzipiert und
zum Einsatz vor schweren Güterzügen im Flachland und für Personen-
züge auf Strecken mit größeren Steigungen vorgesehen. Der symmetri-
sche Achsstand gestattete den Einsatz auch auf Strecken ohne Wende-
möglichkeit an den Endbahnhöfen. Da die Laufgüte der Lok mit den als
Bissel-Gestellen ausgeführten Vor- und Nachläufern nicht befriedigte,
wurde das Fahrwerk später mit Krauss-Helmhotz-Gestellen ausgeführt.
Neben dieser von außen unsichtbaren Veränderung wurden aber auch
äußerlich sichtbare Veränderungen in der Ausführung der Lok vorge-
nommen. Dazu gehört die Einführung der Schweißtechnik, die sich
auch auf das Aussehen der Wasserkästen der Lok auswirkte. Durch
den Einsatz von Karl-Schulz-Schiebern statt der Regel-Kolbenschieber
konnten die auf den Schieberkästen sitzenden Eckventil-Druckaus-
gleicher entfallen.
Da die Lok auch als Kriegslok weitergebaut wurde, wurden auch
einige „Entfeinerungen" vorgenommen. Ein äußerliches Zeichen
für diese Loks war teilweise das entfallene erste Seitenfenster im
Führerhaus und die Ausführung der Laufradsätze als Scheiben-
räder. Die ursprüngliche Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h wurde
durch eine Verstärkung der Bremsanlage auf 80 km/h heraufge-
setzt. Ihr Einsatzfeld deckte die Lok zur vollen Zufriedenheit ab, so
dass sich ihr Einsatzgebiet auch auf kurzen Hauptstrecken über ganz
Deutschland verteilte. Nach dem Krieg verblieben von den insge-
samt 775 gebauten Loks eine große Anzahl Maschinen bei anderen
Bahnverwaltungen. Der Einsatz der BR 86 endete bei der DB 1974.
Die DR setzte die letzte Lok planmäßig 1987 im Erzgebirge ein.
DAS MoDEll
Das vorliegende Modell der BR 86 ist eine grundlegend überarbeitete
Ausführung des BTTB-Modells. Das neue Fahrwerk mit detaillierter
Kunststoff-Steuerung wird auf allen Treib- und Kuppelachsen von einem
fünfpoligen Motor mit großer Schwungmasse im Führerhaus an-
getrieben. Zur Erzielung einer dem Einsatzgebiet entsprechenden
Zugkraft, ist die Treibachse mit Haftreifen ausgestattet. Die Stromab-
nahme erfolgt von den angetriebenen Radsätzen. Die Beleuchtung der
Lok erfolgt fahrtrichtungsabhängig durch direkt vergossene LED. Für
den Digitalbetrieb ist eine Schnittstelle S nach NEM 651 im Kessel an-
geordnet. Das Modell hat eine Kurzkupplung durch kulissengeführte
Deichseln an beiden Enden. Die Kupplungsköpfe werden in NEM-Auf-
nahmen der Deichseln aufgenommen. Zur weiteren Detaillierung lie-
gen dem Modell einige Zurüsteile bei, die optional unter Beachtung
der Betriebsverhältnisse der Lok angebracht werden können. Das
Modell ist ausreichend gefettet. Ein Nachölen oder Nachfetten ist
erst nach längerer Betriebszeit (ca. 100 Betriebsstunden) erforderlich.
Dazu ist nur harz- und säurefreies Öl oder Fett (Art.-Nr. 08973) in sehr
geringen Mengen zu verwenden, damit die Stromabnahme durch aus-
tretendes Öl nicht gestört wird. Zur Demontage der Lok ist der Deckel
des Dampfdoms abzuziehen. Darunter ist die Schraube verborgen, die
das Oberteil der Lok auf dem Fahrwerk hält.
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Hinweis: Es ist zur Wartung der Lok nicht erforderlich, die Bodenplatte
abzuschrauben. Bei Beschädigung der Versiegelung erlischt der Garantie-
anspruch. Optimale Laufeigenschaften erreicht die Lok nach einer Ein-
fahrzeit von 15 Min. in beide Richtungen.
DigitAliSiErung
Das Modell besitzt eine Steckschnittstelle nach NEM 651 für die Nach-
rüstung eines Decoders. Wir empfehlen die Verwendung eines Decoders
von Uhlenbrock (Tillig Artikel-Nr. 66021). Diese befindet sich auf der
Hauptleiterplatte der Lok unter dem vorderen Teil des Kessels. Um sie zu
erreichen, muss das Oberteil der Lok und das Gewichtsstück abgenom-
men werden (beide Teile sind verschraubt).
Bitte prüfen Sie vor Inbetriebnahme der Lok die Spannung an Ihrer
!
Digitalzentrale. Für den Betrieb von Fahrzeugen der Spurweiten
TT, H0, H0e und H0m wird eine Digitalspannung von max. 14 Volt emp-
fohlen. Höhere Spannungen führen zu einem höheren Verschleiß der
Motoren. Decoderdefekte (durch Überlast), die durch diese Ursache
entstehen, fallen nicht unter die Gewährleistung.
ZurüSttEilE
Zur Vervollkommnung des Modells liegen Zurüstteile, die laut Zeich-
nung angebracht werden können, bei.
A
8 x Bremsschlauch
B
2 x Kuppelhaken
A
B
A
C
C
2 x Kolbenstangenschutzrohr
D
2 x Druckausgleicher
D
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