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Anthem STR Bedienungsanleitung Seite 29

Integrated amplifier
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Jeder, der die vorliegende Bedienung liest, wird wohl schon einmal erlebt haben, wie anders es in einem Raum klingt,
wenn dieser ausgeräumt worden ist. Außerdem werden viele schon die Klangabweichungen zwischen unterschied-
lich großen und ausgestatteten Räumen wahrgenommen haben.
Ebenso gilt: Selbst wenn die hochwertigsten Lautsprecher optimal positioniert sind, hat der Raum immer noch
einen erheblichen Einfluss auf die Klangqualität. Die Wände, der Fußboden, die Decke und die Fenster bedeuten
die Hinzufügung einer unerwünschten Resonanz und Kolorierung, was den Bass weniger wirkungsvoll, die Stimmen
weniger natürlich und Sprechdialoge weniger verständlich machen kann. Die Einwirkung auf den Frequenzgang
liegt typischerweise bei ± 6 dB bei mittleren Frequenzen und bei ± 10 dB bei tiefen Frequenzen. Zum Kompensieren
dieser Erscheinungen und zum Optimieren der Wiedergabe Ihrer Lautsprecher im Raum misst das ARC-System die
Ausgabe eines jeden Lautsprechers in Bezug auf den Sitzbereich und stellt dann stellt dann unter Anwendung einer
speziellen Reihe von Berechnungen den Ausgang entsprechend ein. Seine Zielfrequenzgänge haben eine psycho-
akustische Grundlage ausgehend von Forschungsergebnissen, anstatt nur theoretisch ideale Kurven.
Beim Entfernen von Resonanzen und modalen Spitzenwerten, wie Sie bei den Messpositionen üblich sind, un-
terscheidet das ARC-System außerdem auch und erhält die positiven Effekte, die durch den Raum hervorgerufen
werden. Das ARC-System erkennt, wie stark die Begrenzungen und die Druckbeaufschlagung durch den Raum die
tiefen Frequenzen verstärken. Dieser Effekt, der als Raumverstärkung bekannt ist, erscheint beim Zielfrequenzgang
als Buckel. Das ARC-System entfernt diesen aus folgendem Grund nicht: Wenn ein solcher Buckel abgeflacht wird,
klingt der Bass dünn. Von unserem Ohr/Hirn-Wirkprinzip ist zu erwarten, dass in einem Raum diese Verstärkung
wahrgenommen wird. Eine ideale Lautsprecherwiedergabe in einem reflexionsarmen Raum, wie sie in einer speziel-
len, nicht widerhallenden Umgebung gemessen wird, unterscheidet sich von einer idealen Wiedergabe im Raum, die
normalerweise diese Raumverstärkung in unterschiedlichem Maße einschließt. Dies ist einer der Gründe dafür, dass
ein Lautsprecher im Freien anders klingt, obwohl es sich um das gleiche Gerät handelt. Wenn es erzwungen würde,
dass ein Lautsprecher im Raum so klingt, wie im Freien, dann würde er nicht gerade gut klingen.
Musterkurven:
Die roten Kurven verkörpern den Frequenzgang im Raum vor der Korrektur in Form eines Durchschnitts von fünf
Messpositionen. Im Gegensatz dazu zeigen die grünen Kurven den Frequenzgang bei angewendeter Anpassung. Im
vorliegenden Fall sind auch ein Subwoofer und das Bassmanagement in Anwendung. Im Subwoofer-Diagramm auf
der linken Seite zeigt die Pegeldifferenz zwischen der roten Kurve und der violetten Kurve das Ausmaß an Raumver-
stärkung auf.
Außerdem tastet das ARC-System den Punkt ab, an dem die Tieffrequenz-Wiedergabe eines jeden Lautsprechers
normalerweise abfällt, und setzt die Hochpassfilter entsprechend dieser normalen Beschränkung.
Der standardmäßige Korrekturbereich beträgt 5 kHz. Dieser Bereich kann bei Bedarf auf eine tiefere Frequenz ab-
geändert werden, während eine Anhebung nicht empfohlen wird. Bei höheren Frequenzen bekommt das Mikrofon
Richtcharakter und beeinträchtigt damit die Messgenauigkeit.
Beachten Sie bitte, dass das Subwoofer-Diagramm implizieren kann, dass der Subwoofer bis hoch auf die höchste
aufgezeigte Frequenz wiedergeben kann. Was er aber wirklich wiedergibt, das hängt von der Frage ab, was die an-
deren Kanäle zu ihm senden, wie es durch deren Weicheneinstellung festgelegt ist. Das Subwoofer-Diagramm zeigt
den verfügbaren Korrekturbereich, der nicht unbedingt der Bereich ist, in dem andere Kanäle über das Bassmanage-
ment zu diesem Subwoofer senden.z
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