Der 6000 S erkennt Feuer in Wohn- oder Geschäftsgebäuden. Er sollte nicht in
Industriegebäuden installiert werden. Der batteriebetriebene Melder verfügt über eine
eingebaute Warnsirene mit einer roten LED-Anzeige. Die Alarminformation kann auch
über eine Funkverbindung zu den Alarmsystemen 6000 erfolgen
Der 6000 S kombiniert einen optischen Rauchsensor mit einem Hitzesensor. Die
Ausgangssignale beider Sensoren werden digital verarbeitet, was zu einer höheren
Resistenz gegen Fehlalarme führt. Der optische Sensor arbeitet nach dem
Streulichtprinzip und reagiert sehr empfindlich auf größere Partikel, die für dichten
Rauch charakteristisch sind. Im Gegensatz dazu reagiert der Sensor auf kleine
Partikel, die für sauber brennende Feuer typisch sind, weniger empfindlich. Der
Rauchsensor kann vor allem keine Nebenprodukte von sauber brennenden
Flüssigkeiten wie z.B. Alkohol erkennen. Dieses Defizit wird durch den eingebauten
Hitzesensor ausgeglichen. Dieser Sensor reagiert zwar später im Vergleich zum
Rauchsensor, reagiert aber deutlich besser auf Feuer mit schnell ansteigender
Hitze, die nur wenig Rauch produzieren.
Der Rauch- bzw. Hitzesensor kann durch Steckbrücken konfiguriert werden.
Erfassungsbereich, Positionierung des Melders
Damit Rauch und Hitze die Sensoren erreichen, ist eine gewisse Luftzirkulation
nötig. Der 6000 S muss an einer Stelle an der Decke installiert werden, wo (im
Falle eines Feuers) die Rauchmassen in die Richtung des Melders ziehen. Dies
lässt sich in den meisten Gebäuden verwirklichen. Der 6000 S eignet sich jedoch
nicht für die Installation im Außenbereich oder in Innenräumen mit einer extrem
hohen Decke, an der die Nebenprodukte eines Feuers den Melder nicht erreichen
würden.
Die folgende Tabelle zeigt die Reichweite des Melders im Verhältnis zur Höhe
der Decke, an der er installiert ist. Die Reichweite wird als Radius des runden
Erfassungsbereichs eines Melders dargestellt, der direkt darüber an der Decke
montiert ist:
< 4,5
4,5-6
6-8
Rauch-
7,5* m
7,5* m
7,5* m
erfassung
Hitze-
5* m
5* m
5* m
erfassung
Nicht anwendbar – ab einer bestimmten Deckenhöhe
Nicht geeignet – wird in solchen Fällen normalerweise nicht verwendet
* – der Radius des Erfassungsbereiches unter dem Melder
Installation an einer geraden Decke
Da sich direkt unterhalb der Decke eine kalte Luftschicht bilden kann, darf der
Melder nicht in die Decke eingelassen werden. Der Abstand zwischen einem
zu schützenden Punkt und einer imaginären vertikalen Linie zwischen dem
nächsten 6000 S und dem Boden darf den in der Tabelle angegebenen Radius nicht
überschreiten
Installation an einer schrägen Decke
Wird der 6000 S direkt unter einem First installiert, der durch zwei schräge Decken
gebildet wird, so können die in der Tabelle angegebenen Werte um 1% für jeden
Grad der Deckenschräge bis zu einem Maximum von 25% erhöht werden. Befindet
sich der zu schützende Raum unter einer Decke in Form eines Sägezahns, sollte
ein 6000 S unter jedem First installiert werden. Ein Dach mit einer flachen
Sägezahn-Form ist akzeptabel, wenn die Differenz zwischen der höchsten und der
niedrigsten Stelle der Decke 5% der gesamten Deckenhöhe nicht überschreitet.
Wände, Raumteiler, Hindernisse und Balkendecken
Der 6000 S muss mindestens 0,5 m von einer Wand oder einem Raumteiler
entfernt installiert werden. In einem engen Raum mit einer Breite von weniger als
1,2m muss der Melder mindestens ein Drittel der Breite des Raumes von der Wand
entfernt sein. Im Falle von Trennwänden (Raumteilern, Regalen), die nicht bis zur
Decke reichen, gilt der Raum als vollständig getrennt, wenn der Abstand
zwischen der Trennwand und der Decke 0,3 m nicht überschreitet. Unter dem
Melder wird ein freier Raum von mindestens 0,5 m benötigt. Unregelmäßigkeiten in
der Deckenform, die 5% der Deckenhöhe nicht überschreiten, gelten als nicht
signifikant – die Decke gilt als gerade, und die Grenzwerte aus der Tabelle können
angewendet werden. Unregelmäßigkeiten (einschl. Balken), die 5% der
Deckenhöhe überschreiten,
gelten als Wand mit den oben genannten
Konsequenzen.
Ventilation und Luftzirkulation
Der Melder darf nicht direkt neben einem Lufteinlass installiert werden, z.B.
Lüftungsöffnung der Klimaanlage. Wird Luft durch eine perforierte Decke zugeführt,
so muss der Melder so platziert werden, dass die Belüftungslöcher mindestens 0,6 m
vom Melder entfernt sind.
Installieren Sie den Melder nicht an folgenden Stellen:
Stellen mit schlechter Luftzirkulation (Nischen, Ecken, Firste von Spitzgiebeln).
Stellen, an denen er Staub, Zigarettenrauch oder Dampf ausgesetzt ist.
Stellen mit übermäßiger Luftzirkulation (in der Nähe von Ventilatoren,
Hitzequellen oder Lüftungsöffnungen von Klimaanlagen).
Küchen und anderen Kochstellen (da Dampf, Rauch oder Fettdunst die
Empfindlichkeit des Melders beeinträchtigen könnten).
Vorsicht:
Die
häufigste
Ursache
Installationsort.
In den Normen CEN/TS 54-14 bzw DIN 41676 finden Sie detaillierte
.
Installationsrichtlinien
Funk- Rauch- und Hitzemelder 6000 S
Funk- Rauch- und Hitzmelder 6000 S
.
Deckenhöhe (m)
8-11
11-25
> 25
Nicht
Nicht
7,5* m
geeignet
anwendbar
Nicht
Nicht
Nicht
geeignet
anwendbar
anwendbar
für
Fehlalarme
ist
ein
falscher
Installation
1. Öffnen Sie den Melder, indem Sie die Gehäuserückseite nach links drehen,
und entfernen Sie die Batterie.
2. Schrauben Sie die Gehäuserückseite an der gewünschten Stelle
fest.
3. Stellen Sie mit den Drahtbrücken die gewünschte Funktion ein –
siehe Tabelle unten.
4. Bitte lesen Sie die Bedienungsanleitung des Empfängers (Zentrale), bevor Sie die
Batterie anschließen (entfernen Sie den Isolierungsstreifen) und stellen Sie an der
Zentrale den Anmeldemodus ein.
5. Nach Anschluss der Batterie sendet der Melder ein Signal, um sich im System
anzumelden.
6. Nach der Installation des Melders benötigt er ca. 20 Sekunden, um sich
zu stabilisieren. Während dieser Zeit leuchtet die LED ständig. Danach
wird ein Selbsttest durchgeführt. Die erfolgreiche Durchführung des
Tests wird akustisch bestätigt.
1
ON
SOFORT- Alammodus
1
OFF
FEUER- Alarmmodus
ON
Speicher EIN
2
OFF
Speicher AUS
1
1 2
3 4
*Achtung: stehen die Brücken 3 und 4 auf ON, so müssen beide Sensoren
(Hitze und Rauch) gleichzeitig ausgelöst werden, dh. Schwellenwert für
Rauch in der Messkammer überschritten und mehr als 60°C!
Der Melder kann nicht montiert werden, wenn keine Batterie eingelegt ist!
Der Selbsttest erfolgt automatisch ca. 10 Sekunden nach Einsetzen der
Batterie. Neue Einstellungen werden direkt im Anschluss gespeichert.
Feueralarm
Optischer Rauchmelder: Das Eindringen von Rauch in den Melder wird als Vor-
Alarm-Status
durch
das
Empfindlichkeitsschwelle überschritten ist, ertönt eine Sirene, die allmählich lauter
wird.
Hitzesensor: die Anzeige-Logik entspricht der des Rauchmelders.
Alarmspeicher: Er wird über die Steckbrücke 2 ein- / ausgeschaltet, wie in der
Tabelle beschrieben. Ist der Ereignisspeicher zum Alarmzeitpunkt scharf-
geschaltet, bleibt die LED-Alarmanzeige bestehen, auch wenn die normalen
Bedingungen wiederhergestellt sind. Durch Drücken der Taste kann die Anzeige
beendet werden.
Stummschalten der Sirene während eines Alarms: Während eines Feueralarms
blinkt die LED des Melders 2 x kurz auf, und die eingebaute Sirene ertönt (lauter als
beim Test). Unter diesen Umständen können Sie die Sirene stummschalten, indem
Sie die Testtaste ca. 3 Sekunden lang drücken. Wenn die normalen Bedingungen
innerhalb von 10 Minuten nicht wiederhergestellt werden (der Rauch löst sich nicht
auf oder die Temperatur sinkt nicht), ertönt die Sirene erneut.
Testen des Melders
Ein
Test
wird
automatisch
Batterieanschluss oder nach dem Ändern der Einstellungen an den
Drahtbrücken durchgeführt. Sie können die Funktion des Melders auch
testen, indem Sie die Testtaste ca. 3 Sekunden lang gedrückt halten. Ein
korrekt funktionierender Melder reagiert mit einem Piepton und einem
kurzen Blinken. Die Alarminformation wird dem System gemeldet. Ein Fehler wird
durch 4 Pieptöne und dauerhaftes Leuchten der LED angezeigt. In diesem Fall
entfernen Sie die Batterie und setzten sie nach 1 Minute wieder ein. Tritt die
Fehleranzeige erneut auf (die LED beginnt nach ca. 1 Minute dauerhaft zu
leuchten), wenden Sie sich an Ihren Errichter.
Der Melder sollte mindestens einmal im Monat auf diese Weise getestet
werden.
Warnung: Legen Sie nie ein Feuer in einem Gebäude, um den Melder zu testen.
Verwenden Sie stattdessen Rauch simulierende Aerosol-Sprays für einen realistischen
Test. Die Information für die Zentrale gilt als FEUER-Zone.
1 / 2
3
OFF
Rauch (EN 14064) oder Hitze (EN
54-5)
4
OFF
3
ON
Nur
Rauch
(unempfindlich gegen Hitze)
4
OFF
3
OFF
Nur
Hitze
ON
(unempfindlich gegen Rauch)
4
ON
3
ON
Rauch
OFF
gleichzeitig)*
4
ON
Blinken
der
LED
angezeigt.
spätestens
10
TEST
(EN
14604)
(EN
54-5)
und
Hitze
(beide
Sobald
die
Sekunden
nach
MKY51100