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K&M RLA4 Bedienungsanleitung Seite 6

Bei Fernspeisung sind verschiedene Steuerungsmöglichkeiten der Antenne vorhanden:
Speisung mit > 8 V (zulässiges Maximum beachten!): Die RLA4 arbeitet im Loopbetrieb.
Speisung mit <= 8V (erforderliches Minimum beachten!): Die RLA4 arbeitet im Whipbetrieb.
Speisung mit 6 V und Aufmodulation eines RS-232 Signals mit Aktiv-Pegel von min. 7 V und
maximal 8 V: Steuerung der RLA4 in allen möglichen Betriebsmodi.
Zur vollständigen Steuerung aller möglichen Modi muss der Fernspeisespannung ein logisch negatives
RS-232 Signal (Startbit = erhöhte Speisespannung, Stoppbits = Speisespannung) aufmoduliert werden.
Das Datenformat ist 125 Baud 8N2 (8 Datenbits, kein Paritätsbit, 2 Stoppbits). Es wird nur ein Datenwort
(8 Bit = 1 Byte) übertragen. Die Steuerung der Antenne abhängig vom empfangenen Byte geschieht
folgendermaßen:
Wert 0 bis 126: Loopbetrieb mit Einstellung der Empfangsrichtung von 0° bis 180° in 127 Stufen.
Wert 127: Whipbetrieb.
Wert 128 bis 255: Keine Reaktion (reserviert für zukünftige Anwendungen).
Nach dem Einschalten der Fernspeisung mit einer Spannung von 6 V (bis maximal ca. 8 V) befindet sich
die Antenne zunächst im Whipbetrieb. Sobald ein Datenbyte erfolgreich empfangen wurde, schaltet die
Antenne den geforderten Betriebsmodus ein. Die Richtungsumschaltung im Loopmodus ist dabei nicht
linear zum Steuerword möglich. Die Hauptempfangsrichtungen der beiden Loops werden weitgehend
bevorzugt, ebenso die Zwischenstufen (jeweils 45° zu den Loopebenen wenn beide Loops gleichermaßen
aktiv sind). In diesen Richtungen erreicht die Antenne auch ihre höchste Verstärkung und arbeitet mit den
geringsten Verzerrungen.
Die effektive Drehung der Empfangsrichtung zwischen den 45° Hauptrichtungen ist temperatur- und
spannungsabhängig. Die entsprechenden Steuerbytes ergeben einen mehr oder weniger großen Versatz
dazu bzw. ein mehr oder weniger schnelles Schwenken zwischen den Hauptrichtungen. In jedem Fall ist
es durch Variation der Steuerbytes aber möglich, klar definierte Empfangsrichtungen auch zwischen den
45° Hauptrichtungen einzustellen.
Der Sinn so einer feinstufigen Richtungseinstellung ist nicht das Erfassen eines zu empfangenden
Senders mit maximalem Pegel. Die „Acht"-Charakteristik der Loops mit sehr breiter „Empfangskeule"
erlaubt auch bei nicht genau ausgerichteter Antenne einen optimalen Empfang mit kaum wahrnehmbarer
Dämpfung außerhalb der exakten Hauptempfangsrichtung. Er liegt vielmehr in der möglichst genauen
Positionierung der Nullstelle (minimaler Empfang) mit hoher Unterdrückung in dieser Richtung. Die
Nullstelle hat eine scharfe Richtcharakteristik und muss deshalb relativ genau eingestellt werden. In den
allermeisten Fällen existiert ein passendes Steuerbyte für die RLA4 zur exakten Positionierung der
Nullstelle in die gewünschte Richtung. Dieses ist aber für verschiedene Betriebsbedingungen (Spannung,
Temperatur) jeweils unterschiedlich.
Das optionale Steuergerät für die RLA4 erlaubt über ein Einstellpotentiometer die Generierung aller
möglichen Steuerbytes. Damit kann durch manuelles „Tunen" das jeweils passende Byte bei Beobachtung
des Empfangs am Receiver gefunden werden.
Die Steuerbytes 0 und 126 sind gleichwertig. Sie schalten die 1. Schleife (siehe Schalter an der Antenne
für Loopbetrieb) entweder in Phase, oder direkt entgegen gesetzt (180°) an die Verstärker. Da die
Loopcharakteristik bidirektional ist, entspricht das exakt den gleichen Empfangsverhältnissen.
Tips zur erfolgreichen Verwendung der RLA4:
- Die Antenne ist trotz ihrer kleinen Bauweise hochempfindlich und liefert breitbandig recht hohe
Empfangspegel. Empfindliche Empfänger können damit übersteuert werden. Schalten Sie in so einem Fall
einen Abschwächer oder besser einen Preselector zwischen Antenne und RX.
- Auch wenn die Antenne zur nahen Positionierung am RX verleitet: Prüfen Sie dessen Störabstrahlung
und die anderer Geräte in der Nähe und stellen Sie die Antenne in einiger Entfernung dazu auf. Besonders
Personalcomputer und ihre Peripherie (Monitor, Drucker / Scanner, SDR, Netzwerk-Anschlussleitungen...)
sowie Fernsehgeräte u. ä. erzeugen oft sehr hohe Störpegel.
- Bevorzugen Sie so oft wie möglich den Loopbetrieb. Der Whipbetrieb bietet außer bei notwendigem
Rundempfang meist nur bei niedrigen Frequenzen Vorteile.
AUSGABE
DATUM
1.1
27/03/18
K & M Burkhard Reuter
NAME
RLA4
B. Reuter
6
6
Seite
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