Bei Schaltung als Whip wird die gesamte Konstruktion inklusive Mittelstab elektrisch von der
Gehäusemasse („Erde") getrennt. Außerdem kann aufgrund der nun hochohmigen Schaltung der
Verstärker (fast) kein Strom mehr in den Loops fließen. Statt dessen wird die Potentialdifferenz der
Loopkonstruktion gegen Erde verstärkt. Sie wirkt damit als Sonde für die elektrische Feldkomponente des
empfangenen EM-Feldes.
Dadurch ergibt sich ein Rundempfang ohne ausgeprägte Hauptempfangsrichtung oder Unterdrückung in
einer Richtung. Außerdem ist die Empfangsleistung stark vom Aufbau der Antenne abhängig. Ein hoher
Aufbauort sowie große Entfernung von leitfähigen und / oder Störungen aussendenden Teilen sollte
gewählt werden. Im Whipbetrieb nimmt die Antenne leicht lokale Störungen auf. Sie ist auch empfindlicher
gegen Überspannungen (z. B. statische Entladung beim Berühren der Empfangsschleifen oder in der
Nähe befindliche Sender). Berühren Sie zunächst immer das Gehäuse oder andere geerdete leitfähige
Teile in der Nähe, bevor Sie die Loopkonstruktion berühren!
Die Antenne ist nicht gegen direkten Blitzeinschlag geschützt und darf nicht in blitzgefährdeten
Umgebungen betrieben werden!
Achtung! Der Umschalter besitzt nur einen kleinen Betätigungshebel aus Kunststoff und darf nur
vorsichtig bedient werden! Wenden Sie keine größeren Kräfte an, als zum unmittelbaren Schalten
notwendig sind!
Im Betrieb leuchtet der Schalthebel rot bei Loopbetrieb und grün bei Whipbetrieb. Im ausgeschalteten
Zustand gibt es keine Anzeige und der Stromverbrauch geht vollständig auf Null zurück.
Die Antennenelemente (Loops) sind einfach demontierbar. Jede Loop besteht aus 2 Teilstücken, die mit
einer Schraube am Verstärker und mit 2 Schrauben am gemeinsamen Befestigungs- und Erdungspunkt
angeschraubt sind. Nach Herausdrehen der Schrauben mit einem geeigneten Schraubendreher ist das
Element abnehmbar. Der Mittelstab lässt sich nach Lösen der Kontermutter am Gehäuse heraus drehen.
Bei entfernten Empfangselementen kann die Antenne raumsparend verpackt und transportiert werden.
Achtung! Bei Montagearbeiten an der Antenne darf auf keinen Fall ein Drehmoment auf die 5
Anschlussbolzen des Verstärkers übertragen werden! Das kann zur Beschädigung der innen liegenden
Leiterplatte führen! Halten Sie die Bolzen z. B. mit einem passenden Mutternschlüssel immer fest in ihrer
korrekten Position!
Versionen für Loopbetrieb
Die RLA4 ist in 2 Versionen lieferbar:
•
RLA4A: Normalversion mit 2-Lagen schwarz beschichtetem Loopmaterial.
•
RLA4B: „Blue Version" mit 4-Lagen blau beschichtetem Loopmaterial.
Bei Version B sind die äußeren Lagen der Loops mit Erde verbunden und nur die inneren Lagen führen
Strom zu den Verstärkern. Das ergibt eine zusätzliche Abschirmung der Empfangsschleifen gegen
Störspannungen. Abhängig von der Umgebung und von der Empfangsfrequenz kann dadurch eine
erhöhte Stördämpfung erreicht werden.
Im Whipbetrieb ist die Ausführung der Schleifen ohne Bedeutung. Beide Versionen ergeben die gleiche
Empfangsleistung.
Fernspeisung / Richtungssteuerung
Die bisherige Beschreibung bezieht sich auf die Speisung der Antenne direkt am Gehäuse mit 12 V
Gleichspannung. Die RLA4 kann aber auch über das HF-Kabel mit Betriebsspannung versorgt werden
(Fernspeisung). Dann sollte die lokale Versorgung über die DC-Buchse entfernt werden. Der Schalter ist
nun nicht mehr aktiv und leuchtet nicht, auch wenn die Antenne Strom über die Fernspeisung aufnimmt!
Achtung! Für die Antenne sollte immer ein gut stabilisiertes, störspannungsfreies Netzteil („analog" bzw.
„linear geregelt") verwendet werden. Das gilt auch für die lokale Speisung über die DC-Buchse.
AUSGABE
DATUM
1.1
27/03/18
K & M Burkhard Reuter
NAME
RLA4
B. Reuter
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6
Seite
von