23 Kupfertests
23.5 TDR
Mit der TDR-Funktion ist es möglich Leitungslängen in Echtzeit zu bestimmen oder
Störstellen aufzuspüren. Die korrekte Interpretation der vom ARGUS angezeigten Impulse
erlaubt z. B. die Erkennung von Stichleitungen, schlechten Kontakten oder Kurzschlüssen.
Dazu sendet ARGUS einen Impuls auf die angeschlossene Leitung und zeigt dessen
Reflexionsantwort.
Die Anschlussleitung darf max. eine Gleichspannung von 200 V führen und
muss wechselspannungsfrei sein.
Das Ergebnis einer TDR-Messung im Display des ARGUS kann den Anschein
erwecken, dass mehrere Störstellen auf der Leitung sind. Es empfiehlt sich
zunächst die erste Störstelle zu beheben und anschließend neu zu messen. Es
ist möglich, dass die erste Störstelle eine oder mehrere Reflexionen verursacht,
welche die Reflexion einer zweiten Störstelle stark verfälschen kann. Häufig ist
keine zweite Störstelle auf der Leitung vorhanden.
ARGUS erzeugt bei ca. 3 m eine Reflexion. Um kurze Leitungen genau zu
messen und um diese Reflexion zu vermeiden, empfiehlt es sich z. B. ein 5 m
langes Anschlusskabel zu verwenden. Der Impuls wird in der Grafik weiterhin
angezeigt, aber durch die Verwendung des Kabels ist gewährleistet, das dieser
nicht auf der Anschlussleitung liegt.
23.5.1 TDR-Einstellungen
Das Einstellen der Anschlussart „Kupfertests" wird im Kapitel Anschlusseinrichtung, siehe
Seite 32 erläutert. Die Konfiguration der Kabeltypen wird auf Seite 269 erläutert.
23.5.2 TDR starten
TDR
Fortsetzung auf
nächster Seite
290
ARGUS in der Statusanzeige.
Eine Gleichspannung auf der Leitung wird
angezeigt.
Wechseln in die Einstellungen
<Einstel-
lung>
für die Kabeltypenliste, siehe
S. 269.
Wechsel ins Hauptmenü.
<Menü>
Direktaufruf Einzeltestmenü.
<Start>
TDR auswählen und starten.
ARGUS 165