20
Sackflug:
Der Gleitschirm hat keine Vorwärtsfahrt und gleichzeitig stark erhöhte Sink-
werte. Verursacht wird der Sackflug u.a. durch einen zu langsam ausgeleiteten
B-Stall. Besonders anfällig für den Sackflug sind Schirme mit porösem Tuch
(UV- Strahlung) oder durch Einsatz beim Windenschlepp, mit hoher Last stark
beanspruchte Schirme (gedehnte A-Leinen).
Wird die Kappe nass, oder ist die Luft-Temperatur sehr niedrig (unter 0°C), ist
die Tendenz zum Sackflug ebenfalls höher.
Der Pilot beendet den stabilen Sackflug durch leichtes Vordrücken der A-Gurte
in Höhe der Leinenschlösser oder durch Treten des Beschleunigungs-
systems.
Der NOVA FACTOR leitet den Sackflug normalerweise selbständig aus.
VORSICHT: SOBALD IM SACKFLUG DIE BREMSEN BETÄTIGT WERDEN,
GEHT EIN GLEITSCHIRM UNVERZÜGLICH IN DEN FULLSTALL ÜBER. IN
BODENNÄHE DARF EIN STABILER SACKFLUG WEGEN DER PENDEL-
BEWEGUNGEN NICHT AUSGELEITET WERDEN, DER PILOT RICHTET SICH
STATT DESSEN IM GURTZEUG AUF UND BEREITET SICH AUF EINE HARTE
LANDUNG VOR.
Fullstall:
Um einen Fullstall einzuleiten, sind beide Bremsleinen durchzuziehen. Der
Schirm wird stetig langsamer, bis die Strömung komplett abreißt. Die Kappe
kippt plötzlich nach hinten. Trotz dieser unangenehmen Schirmreaktion sind
beide Bremsleinen konsequent unten zu halten, bis sich der Schirm stabili-
siert.
Der NOVA FACTOR fliegt im Fullstall rückwärts und bildet eine Rosette nach
vorne.
Zur Ausleitung werden beide Bremsleinen symmetrisch nach oben geführt
(Schaltzeit >= 1sec). Der Schirm öffnet sich und pendelt nach vorne, um Fahrt
aufzunehmen. Durch symmetrisches Anbremsen wird ein zu starkes Vorschie-
ßen verhindert. Bremst der Pilot nicht an, schießt der NOVA FACTOR sehr weit
nach vor. Ein großflächiges Einklappen ist möglich.
Auch durch eine asymmetrische Fullstallausleitung ist ein Einklappen mög-
lich.