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N-Düngung - Yara N-Sensor Benutzerhandbuch

Pflanzenernährung
Inhaltsverzeichnis
Yara N-Sensor V3.728
5.2
N-Düngung
Die Betriebsart N-Düngung ist die Standard-Betriebsart für die teilflächenspezifische
Stickstoffdüngung. Sie beinhaltet relative Kalibrierfunktionen, d. h. die Ausbringmen-
gen werden relativ zu einem vom Anwender festgelegten Kalibrierpunkt nach oben und
unten variiert. Das Modul N-Düngung unterstützt den Anwender bei der Bestimmung
dieses Kalibrierpunktes durch ein halbautomatisches Verfahren (s. u.).
Der prinzipielle Verlauf der Kalibrierfunktionen ist in untenstehender Abbildung darge-
stellt:
Ausbringmenge [kg N/ha]
Maximum
Referenz
Minimum
m
Im Allgemeinen sinkt die Ausbringmenge mit steigenden Sensorwerten SN, d. h. je
besser der Bestand versorgt ist und je mehr Stickstoff die Pflanzen bereits aufgenom-
men haben, desto geringer ist die Ausbringmenge. Unabhängig davon kann eine mi-
nimale und eine maximale Ausbringmenge vorgegeben werden, die nicht unter- bzw.
überschritten wird. Ist der Bestand sehr schlecht entwickelt, sinken die Sensorwerte
unter den sogenannten Biomasseschwellwert. In diesem Fall werden die Ausbringmen-
gen stark reduziert, um eine Überdüngung in Bereichen zu vermeiden, in denen ande-
re Faktoren als die N-Versorgung das Pflanzenwachstum behindern. Der Biomasse-
schwellwert hängt von der Fruchtart und dem Entwicklungsstadium ab und wird vom
Programm automatisch vorgegeben. Sie können die Einstellung aber auch manuell
verändern, falls dies aufgrund lokaler Besonderheiten notwendig sein sollte.
Während der grundsätzliche Verlauf der Kalibrierfunktionen für Raps, Kartoffeln, Mais
zu allen in Frage kommenden Entwicklungsstadien und für Getreide bis zur Blüte ähn-
lich ist, wird eine späte Ausbringung in Getreide (zwischen BBCH 59 und BBCH 69)
komplett gegenläufig behandelt. Zu diesen Terminen wird angenommen, dass eine
Qualitätsgabe zur Sicherung des Proteingehaltes im Korn erfolgt. In diesem Fall wird
die Ausbringmenge mit steigenden Sensorwerten erhöht, um einem Verdünnungsef-
fekt entgegenzuwirken und auch in den dichten Bereichen des Bestands eine ausrei-
chende N-Konzentration in der Ähre zu erreichen. Sie sollten sich über diesen speziel-
len Fall bewusst sein, wenn Sie das Entwicklungsstadium Ihres Getreidebestandes
angeben. Eine Warnmeldung weist Sie in jedem Fall auf diese Besonderheit hin, so-
bald Sie entsprechende Entwicklungsstadien eingeben.
Letzte Änderung: 07.09.2015
Biomasse-
Sensorwert
schwellwert
Referenz
Benutzerhandbuch
Kalibrierpunkt
SN
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