8. Motorschutz
Bei Umrichterspeisung von Drehstromasynchron- Normmotoren ergeben sich, trotz hochwertigster
Sinusmodulation, Zusatzverluste im Motor, die schon bei der Nenndrehzahl eine Leistungsabminderung
erfordern, deren Ausmaß im wesentlichen von der Ausnutzung der Temperaturgrenzen des Motors
abhängt.
Bei Antrieben mit quadratischem Gegenmoment (z.B. Lüfter) und 50Hz als maximale Drehfeldfrequenz
liegt die Abminderung in der Regel bei 0- 10%.
Bei Antrieben mit konstantem Gegenmoment (Kompressoren, Förderbänder usw.) ist die Abminderung in
Abhängigkeit vom Verstellbereich entsprechend größer zu wählen.
Um einen sicheren Betrieb eines Motors zu gewährleisten, muss das stationäre Lastmoment im
Verstellbereich unterhalb der Dauerbetriebskennlinie des Motors liegen. Während des Betriebes und des
Anlaufens ist der Antrieb kurzzeitig in der Lage, Drehmomente entsprechend der Strombegrenzung des
Umrichters abzugeben. Das maximale Drehmoment unterhalb von 10Hz wird im Wesentlichen von der
Einstellung der Spannungsanhebung (statischer Boost) bestimmt. Ein Dauerbetrieb im unteren
Drehfeldfrequenzbereich (bis 15Hz) kann bei einer überhöhten Boost- Einstellung zur Überhitzung des
Motors führen.
Ein umfassender thermischer Schutz des eigenbelüfteten Motors ist mittels im Motor eingebauter
Temperaturfühler (z.B. Kaltleiter oder Bimetallschalter) erreichbar.
Für Drehzahlen oberhalb 120% der Nenndrehzahl ist die Eignung des Motors zu prüfen.
Bild 8.1: Betriebskennlinien einer frequenzgesteuerten Asynchronmaschine
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