Bedienungsanleitung
Wenn möglich sollten alle elektronischen Geräte ausgeschaltet
werden. Die Suche gliedert sich in vier Phasen: Signalsuche,
Grobsuche, Feinsuche und die Punktortung.
Signalsuche: Bei der Signalsuche wird anhand eines
Suchmusters die Lawine nach einem ersten Signal abgesucht.
Das Suchmuster hängt vom Verschwindepunkt des Opfers,
der Größe des Lawinenkegels und der Anzahl an Sucher ab.
Beachten Sie Bild C um ein Suchmuster zu erstellen. Falls die
Lawine schmaler als 40 Meter ist, wird auf gerader Linie in der
Mitte der Lawine abwärts gesucht. Falls der Verschwindepunkt
des Opfers sicher bekannt ist, wird die Signalsuche von diesem
Punkt aus auf einer Geraden hangabwärts durchgeführt.
Falls die Lawine breiter ist als 40 Meter und kein
Verschwindepunkt des Opfers bekannt ist, gehen Sie
mäandernd über die gesamte Lawine (Bild C). Falls mehrere
Sucher zur Verfügung stehen, folgen Sie einem Suchmuster,
bei dem der Abstand der Sucher nicht mehr als 40 Meter
beträgt und maximal 20 Meter zum Rand der Lawine
eingehalten werden.
Vor Beginn der Signalsuche müssen alle VS-Geräte in
den Suchmodus geschaltet werden. Schwenken Sie Ihren
Tracker2 langsam vertikal und horizontal (Bild D), während Sie
zügig das Suchmuster verfolgen. Während der Signalsuche
achten Sie auf weitere Hinweise wie z. B. Extremitäten oder
Ausrüstung, die aus der Schneeoberfläche ragen. Solange
kein Signal empfangen wird, zeigt das Display „SE". Sobald ein
Signal regelmäßig detektiert wird, markieren Sie diesen Punkt
und beginnen Sie die Grobsuche.
Bild D
Schwenken Sie Ihren Tracker2
langsam vertikal und horizontal
(Bild D), während Sie schnell das
Suchmuster verfolgen. Brechen Sie
die Signalsuche nicht ab, bevor Sie
ein starkes und regelmäßiges Signal
empfangen. Ignorieren Sie einzelne,
unregelmäßige Signale, welche
manchmal durch elektromagnetische
Störungen erzeugt werden.
Grobsuche: The coarse search is the portion of the search
Die Grobsuche beginnt nachdem Sie ein starkes, regelmäßiges
Signal erfasst haben und endet im Nahbereich des Opfers.
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Bedienungsanleitung
Nachdem ein regelmäßiges Signal angezeigt wird, drehen
Sie den Tracker2 langsam in der Waagrechten so, dass die
{
mittlere Richtungs-LED
aufleuchtet. Der Tracker2 zeigt
jetzt in Richtung des stärksten Signals. Die vier weiteren
Richtungs-LEDs zeigen an, in welche Richtung der Tracker2
gedreht werden muss, um die Richtung des stärksten Signals
beizubehalten. Die Distanzanzeige
Abstand an, der bis zum Verschütteten zurückgelegt werden
muss. Falls die Distanz kontinuierlich zunimmt, haben Sie
zwar das Signal erfasst, müssen sich aber um 180° drehen
und in die entgegengesetzte Richtung gehen. Drehen Sie
den Tracker2 nach der Richtungsänderung wieder so,
dass die mittlere Richtungs-LED leuchtet und führen Sie
die Suche in dieser Richtung fort. Falls Sie still stehen und
die Distanzanzeige ändert sich erheblich, empfangen Sie
wahrscheinlich das Signal eines weiteren Retters, welcher
nicht im Suchmodus ist. Stellen Sie sicher, dass alle Sucher im
Suchmodus sind, bevor Sie die Suche fortsetzen.
Während Sie der Richtungsanzeige folgen, stellen Sie
eventuell fest, dass ihr Suchweg in einem Bogen verläuft.
Das liegt daran, dass der Tracker2 der gekrümmten
elektromagnetischen Feldlinie des Senders folgt. Die
angezeigte Distanz ist hierbei nicht die direkte Entfernung zum
Opfer sondern zeigt die bogenförmige Distanz an.
Bild E
Einkreuzen: Stellen Sie sicher, dass
Sie über den Punkt mit der geringsten
Entfernungsanzeige ein gutes Stück
hinausgehen. Dann können Sie sicher
sein, die geringste Entfernung gefunden
zu haben. Beim Einkreuzen ignorieren
Sie die Richtungsanzeige, welche ab zwei
Meter automatisch abschaltet. Drehen
Sie den Tracker2 beim Feinsuchen
nie, sondern suchen Sie immer auf
geraden Linien. Drehungen können die
Distanzanzeige irregulär ändern.
Feinsuche: Die Feinsuche ist der letzte Teil der Suche mit
dem VS-Gerät. Hierbei wird der Tracker2 knapp oberhalb der
v
zeigt in etwa den
3.0
2.0
1.0
1.6
1.6
2.0
3.0
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