Herunterladen Inhalt Inhalt Diese Seite drucken
Gossen MetraWatt R2400 Bedienungsanleitung
Gossen MetraWatt R2400 Bedienungsanleitung

Gossen MetraWatt R2400 Bedienungsanleitung

Elektronischer regler
Bedienungsanleitung
R2400
14130
Elektronischer Regler
4/3.01
Inhaltsverzeichnis
loading

Inhaltszusammenfassung für Gossen MetraWatt R2400

  • Seite 1 Bedienungsanleitung R2400 14130 Elektronischer Regler 4/3.01...
  • Seite 3: Inhaltsverzeichnis

    INHALT Seite INHALT Seite Sicherheitsmerkmale und -vorkehrungen ..........4 Grenzwertüberwachung ..............31 Wartung ....................5 Alarme ................... 31 Reparatur- und Ersatzteil-Service ............5 Fehlermeldungen ................32 Identifizierung des Gerätes ..............6 Technische Daten ................34 Mechanischer Einbau / Vorbereitung ..........8 Elektrischer Anschluß ..............10 Bedeutung der Symbole auf dem Gerät Verhalten beim Einschalten der Hilfsspannung ........11 EU-Konformitätskennzeichnung Konfiguration der Schaltausgänge I und II ..........11...
  • Seite 4: Sicherheitsmerkmale Und -Vorkehrungen

    GOSSEN-METRAWATT GMBH Sicherheitsmerkmale und -vorkehrungen Der Regler R2400 ist entsprechend den Sicherheitsbestimmungen IEC 1010-1 / DIN EN 61010-1 / VDE 0411-1 gebaut und geprüft. Bei bestimmungsgemäßer Verwendung ist die Sicherheit von Anwender und Gerät gewährleistet. Lesen Sie die Bedienungsanleitung vor dem Gebrauch Ihres Gerätes sorgfältig und vollständig. Beachten und befolgen Sie diese in allen Punkten.
  • Seite 5: Wartung

    Wartung Gehäuse Eine besondere Wartung des Gehäuses ist nicht nötig. Achten Sie auf eine saubere Oberfläche. Verwenden Sie zur Reinigung ein leicht feuchtes Tuch. Vermeiden Sie den Einsatz von Lösungs-, Putz- und Scheuermitteln. Instandsetzung und Austausch von Teilen Eine Reparatur oder ein Austausch von Teilen am geöffneten Gerät unter Spannung kann und darf nur eine Fachkraft ausführen, die mit den damit ver- bundenen Gefahren vertraut ist.
  • Seite 6: Identifizierung Des Gerätes

    GOSSEN-METRAWATT GMBH Identifizierung des Gerätes Merkmale Kennung Elektronischer Regler Frontabmessung 48 x 48 mm R2400 mit Selbstoptimierung, Grenzwertrelais, Tauschsollwert Reglerausführung Zweipunktregler mit Heizstromüberwachung 1 Relais- und 1 Transistorausgang Dreipunktregler mit Heizstromüberwachung / Schrittregler 2 Relais- und 2 Transistorausgänge Stetigregler / Dreipunktregler mit Heizstromüberwachung / Schrittregler 1 Stetigausgang und 2 Relaisausgänge...
  • Seite 7 Bedienungsanleitung deutsch / englisch französisch / italienisch keine Konfiguration Standardeinstellung Konfiguration nach Kundenangabe Kundenspezifische Frontfolie auf Anfrage 110V 230V 110V 230V Jumperposition Merkmal C1 (230 V) Merkmal C2 (110 V) Bei Änderung der Hilfsspannungseinstellung richtige Spannung auf Typschild (Einschub) und Anschlußbild (Gehäuse) eintragen! Bild 1, Umschaltung Hilfsspannung C1 ↔...
  • Seite 8: Mechanischer Einbau / Vorbereitung

    GOSSEN-METRAWATT GMBH Mechanischer Einbau / Vorbereitung Der Regler R2400 ist für den Einbau in eine Schalttafel bestimmt. Der Montageort sollte möglichst erschütterungsfrei sein. Aggressive Dämpfe beeinträchtigen die Lebensdauer des Reglers. Bei allen Arbeiten die Vorschriften nach VDE 0100 beach- ten. Arbeiten am Gerät dürfen nur von einer Fachkraft vorgenommen werden, die mit den damit verbundenen Gefahren vertraut ist.
  • Seite 9 Arretierung der beiden Schraubklam- mern (obere und untere Gehäuseseite): – Verschiebung in Richtung 1 bis Anschlag – Verschiebung in Richtung 2 bis Anschlag Lage des 5-poligen DIP-Schalters Standardeinstellung: 1 2 3 4 5 alle Schalter „off“ (Schalterhebel oben) Ansicht untere Gehäuseseite Bild 3, Gehäusebefestigung und Lage des DIP-Schalters GOSSEN-METRAWATT GMBH...
  • Seite 10: Elektrischer Anschluß

    GOSSEN-METRAWATT GMBH Elektrischer Anschluß Binäreingang Transistor- Stetig- Schaltausgänge Hilfsspannung ausgang ausgang Tauschsollwert A2, A4 A1 A2, A3, A4 AC 110 V AC 24 V DC 24 V – – – 12 AC 230 V 20 mA/10 V + II 20 mA 10 V 10 V A1, A2, A3...
  • Seite 11: Verhalten Beim Einschalten Der Hilfsspannung

    Anschlußelemente: Schraubklemmen passend für Litze 1,5 mm bzw. Doppeladerendhülsen für 2 × 0,75 mm Konfiguration der Schaltausgänge I und II (nicht wirksam bei Kennung A3) Schaltausgang I Schaltausgang II Relais Relais 1 2 3 4 5 1 2 3 4 5 Transistorausgang Transistorausgang 1 2 3 4 5...
  • Seite 12: Bedienen

    GOSSEN-METRAWATT GMBH Bedienen Bild 5, Bedienelemente Istwert Schaltausgang I aktiv Schaltausgang II aktiv Tauschsollwert aktiv Alarm aktiv Sollwert / Heizstrom / Stellgrad (Bedienebene) Off / Handbetrieb Umschaltung Anzeigen, Ebenen und Werte Versenkbarer Drehknopf für Werteinstellung (siehe Bedienflußdiagramm) Umschaltung Off/Hand- ↔ Automatikbetrieb Werteinstellung mit Drehknopf –...
  • Seite 13: Bedienflußdiagramm „Schaltender Regler

    Bedienflußdiagramm „Schaltender Regler“ BEDIENEBENE Automatikbetrieb Istwert Istwert Istwert Istwert Sollwert Heizstrom Stellgrad Sollwert kann nur hier erscheint nur wenn eingestellt werden Heizstromüberwachung PARAMETEREBENE (Seite 22) parametriert ist Parameterwert KONFIGURIEREN (Seite 16) Taste kurz drücken Parameterwert Taste gedrückt halten, bis Anzeige umspringt Beide Tasten gedrückt halten, bis Anzeige umspringt GOSSEN-METRAWATT GMBH...
  • Seite 14: Bedienflußdiagramm „Stetig- Und Schrittregler

    GOSSEN-METRAWATT GMBH Bedienflußdiagramm „Stetig- und Schrittregler“ BEDIENEBENE Handbetrieb Automatikbetrieb Istwert Istwert Istwert Stellgrad Sollwert Stellgrad Sollwert kann nur hier Bei Schrittregler nur eingestellt werden bei Kennung A4 PARAMETEREBENE (Seite 22) Parameterwert KONFIGURIEREN (Seite 16) Taste kurz drücken Parameterwert Taste gedrückt halten, bis Anzeige umspringt Beide Tasten gedrückt halten, bis Anzeige umspringt...
  • Seite 15: Off / Handbetrieb

    Off / Handbetrieb BEDIENEBENE SCHALTENDER REGLER – keine Alarmfunktion – Die Stellausgänge sind bei nicht betätigtem Drehknopf inaktiv. – keine Fehlersignalisierung – Durch Drehen des Knopfes nach rechts / links in den Federbereich Istwert wird der Schaltausgang I („heizen“) / II („kühlen“) direkt angesteuert. BEDIENEBENE STETIG- UND SCHRITTREGLER Handbetrieb –...
  • Seite 16: Konfigurieren

    GOSSEN-METRAWATT GMBH Konfigurieren Reglerart Alarme Code Bedingung Code Anfahrunterdrückung Kontakt Heizkreisüberwachung Grenzsignalgeber relativ inaktiv Steller absolut Arbeitskontakt Zweipunktregler Heizen *) relativ aktiv Zweipunktregler Kühlen *) absolut inaktiv Dreipunktregler *) relativ inaktiv nicht bei Dreipunktregler Wasserkühlung absolut Kennung A1 Ruhekontakt Schrittregler relativ aktiv *) Einstellung für Stetigregler siehe S.
  • Seite 17 Fühlerart Dimension des Fühlers / Stetigausgang Code Ausgangsgröße Code Bedingung Dimension Ausgangsbereich ° C 0 ... 20 mA ° F 0 ... 10 V Istwert ° C (schaltender Regler) 4 ... 20 mA Thermo- ° F 2 ... 10 V element °...
  • Seite 18: Speichern Und Laden Von Geräteeinstellungen

    GOSSEN-METRAWATT GMBH Speichern und Laden von Geräteeinstellungen Code Funktion Anmerkung Eine Konfiguration nach Kundenangabe (K9) ist hier gespeichert und Die aktuelle Einstellung wird als benutzerdefinierte Standardein- wird dabei überschrieben. stellung abgespeichert. Die benutzerdefinierte Standardeinstellung wird geladen. Falls zuvor nie mit d eine Einstellung gespeichert wurde, wird die Alle Eingaben, auch die Ergebnisse der Selbstoptimierung und Standardwerkseinstellung bzw.
  • Seite 19: Reglerarten

    Reglerarten Parameter siehe Seite 22 Code Reglerart Anmerkungen Schaltausgang I ist aktiv, falls Istwert < aktueller Sollwert, Schaltausgang II ist aktiv, falls Istwert > aktueller Sollwert + dbnd. Die Schalthysterese beträgt ± 0,25 % vom Meßbereichsumfang. Eine Schaltzustandsände- Grenzsignalgeber rung ist alle tc möglich. Ausgabe eines konstanten Stellsignals auf Schaltausgang I, falls Y ST >...
  • Seite 20: Konfiguration Des Reglers Mit Stetigausgang (Kennung A3)

    GOSSEN-METRAWATT GMBH Konfiguration des Reglers mit Stetigausgang (Kennung A3) Stetigausgang = Stellgrad (Konfigurationsdigit „Dimension des Fühlers / Stetigausgang“ = 4 ... 7) – Der Schaltausgang I ist inaktiv. – Die verschiedenen Stetigreglerarten ergeben sich aus dem Konfigurationsdigit „Reglerart“: Code Reglerart Anmerkungen Grenzsignalgeber Ausgabe eines mit Parameter Y H einstellbaren Stellgrades wenn Istwert <...
  • Seite 21: Abgleiche

    Abgleiche Thermoelement-Korrektur (Parameter CAL) Die Einstellung dieses Korrekturwertes erfolgt in ° C / ° F. Der angezeigte Korrekturwert wird dem gemessenen Temperaturwert hinzuaddiert. Leitungsabgleich bei Pt 100 2-Leiterschaltung (Parameter CAL) Der Abgleich kann automatisch ermittelt werden in „Off / Handbetrieb“: –...
  • Seite 22: Parametrieren

    GOSSEN-METRAWATT GMBH Parametrieren X1 = Meßbereichsanfang MBU = X2 – X1 X2 = Meßbereichsende Parameter Anzeige Bereich Standard Bemerkungen oFF, 1 ... MBU relativ ( = Standardkonfig.) oberer Grenzwert oFF, X1 ... X2 absolut Parameter gesperrt oFF, 1 ... MBU relativ ( = Standardkonfig.) unterer Grenzwert bei DIP-...
  • Seite 23 maximaler Sollwert SP L ... X2 minimaler Sollwert X1 ... SP H Maximaler Stellgrad –100 ... 100 % 0 ... 100 bei Kennung A1 –MBU / 4 ... +MBU / 4 nur bei B1, Thermo Abgleich Istwert (s. Abgleiche) Parameter gesperrt Auto, –MBU / 4 ...
  • Seite 24: Handoptimierung

    GOSSEN-METRAWATT GMBH Handoptimierung Mit der Handoptimierung werden die Parameter Pb I, Pb II, tu und tc ermittelt, um eine optimale Regeldynamik zu erhalten. Dazu wird ein Anfahr- bzw. Schwingversuch durchgeführt. Vorbereitung – Die vollständige Konfiguration (Seite 16) und Parametrierung (Seite 22) muß zuerst für den Einsatz des Reglers erfolgen. –...
  • Seite 25 ∆ t dbnd = MBU dbnd = 0 (nur bei Dreipunkt- / Splitrange-Regler) ∆ x Auswertung des Anfahrversuches – Tangente an die Kurve anlegen im Schnittpunkt P von Istwert mit Sollwert, bzw. Ausschaltpunkt des Ausgangs. – Zeit ∆ t ausmessen. ausmessen , bei Schrittregler Überschwinger ∆...
  • Seite 26 GOSSEN-METRAWATT GMBH Durchführen des Schwingversuches Falls ein Anfahrversuch nicht möglich ist, z. B. wenn benachbarte Regelkreise den Istwert zu stark beeinflussen, oder wenn ein aktiver Schaltausgang II zum Halten des Istwertes nötig ist (Kühlenarbeitspunkt), oder aus bestimmten Gründen direkt auf dem Sollwert optimiert werden muß, können die Regelparameter aus einer Dauerschwingung ermittelt werden.
  • Seite 27 Korrektur bei Stellgradbegrenzung Y H positiv: Pb I multiplizieren mit 100 % / Y H Y H negativ: Pb II multiplizieren mit –100 % / Y H Korrektur bei Schrittregler falls eine der Zeiten T oder T kleiner ist als tY: •...
  • Seite 28: Selbstoptimierung

    GOSSEN-METRAWATT GMBH Selbstoptimierung Die Selbstoptimierung dient zur Ermittlung einer optimalen Regeldynamik, d. h. die Parameter Pb I, Pb II, tu und tc werden ermittelt. aktuell Vorbereitung Start – vor dem Start der Selbstoptimierung muß die vollständige Konfiguration erfolgen – der Sollwert ist auf den nach der Optimierung benötigten Wert einzustellen. langsames Blinken Start –...
  • Seite 29: Sollwertrampen

    Sollwertrampen Funktion Die Parameter SPuP / SPdn bewirken eine graduelle Temperaturänderung (steigend / fallend) in Grad pro Minute. Aktivierung bei: – Einschalten der Hilfsspannung – Änderung des aktuellen Sollwertes, Aktivieren des Tauschsollwertes – Umschalten von Hand- auf Automatikbetrieb Sollwertanzeige angezeigt wird der Zielsollwert, nicht der aktuell gültige, mit einem blinkenden r im linken Digit. Grenzwerte relative Grenzwerte beziehen sich auf die Rampe, nicht auf den Zielsollwert.
  • Seite 30: Heizkreisüberwachung

    GOSSEN-METRAWATT GMBH Heizkreisüberwachung Funktion – aktiv / inaktiv konfigurierbar mit dem Konfigurationsdigit „Alarme“ (siehe Konfigurieren) – ohne externen Wandler, ohne zusätzliche Parameter – setzt korrekte Optimierung der Regelparameter tu und Pb I voraus! d.h. vor dem Start der Selbstoptimierung muß die Heizkreisüberwachung aktiviert worden sein. Bei Handoptimierung bzw.
  • Seite 31: Grenzwertüberwachung

    Grenzwertüberwachung Alarmrelais Arbeitskontakt Alarmrelais Ruhekontakt Hysterese 0,5 % vom Meßbereichsumfang Sollwert Istwert Grenzwerte relativ AL L AL H AL L AL H Grenzwerte absolut Anfahrunterdrückung: Die Alarmunterdrückung ist beim Anfahren solange aktiv (Konfigurationsdigit „Alarme“), bis die Temperatur zum ersten Mal den unteren Grenzwert überschritten hat.
  • Seite 32: Fehlermeldungen

    GOSSEN-METRAWATT GMBH Fehlermeldungen Reaktionen bei Auftreten eines Fehlers: 1. der Alarmausgang A1 wird aktiv; Konfigurationsdigit „Alarme“bestimmt sein Verhalten (siehe Konfigurieren Seite 16) 2. die LED A1 blinkt in allen Ebenen, die Fehleranzeige erfolgt nur in der Bedienebene (obere Anzeige blinkt)) 3.
  • Seite 33 Störung des Optimierungsablaufs im Regelausgänge I und II inaktiv tune error 2 Schritt 1 ... 9 (hier Schritt 2) Selbsoptimierung muß abgebrochen werden zu geringe gemessene Regelausgänge I und II inaktiv loop error Temperaturerhöhung bei 100 % Fehlermeldung bleibt bis Tastendruck lang eingeschalteter Heizung Parameter außerhalb zulässiger...
  • Seite 34: Technische Daten

    Technische Daten 3z / 0 / 50 Transistorausgang geeignet für handelsübliche Halbleiterrelais (SSR). Klimaeignung in Anlehnung an VDI/VDE 3540 75 % Schaltzustand Leerlaufspannung Ausgangsstrom Relative Feuchte im Jahresmittel, keine Betauung aktiv (Bürde ≤ 800 Ω) < DC 17 V 10 ... 15 mA Umgebungstemperatur 0 °C ...

Inhaltsverzeichnis