Trennen Sie diesen Anschluss auf der Primärseite und
belegen Sie ihn auf 460 V neu (Abb. 18).
Abb. 18: Anschluss Transformator
Überspannungsschutz und Netzbelastung
– Der Chiller hat keinen eigenen Überspannungsschutz.
Maßnahmen zum wirksamen Blitz- und Überspan-
nungsschutz müssen netzseitig vom Betreiber getrof-
fen werden.
– Die Netzspannung darf nicht um mehr als die in Ab-
schnitt 12.5 „Technische Daten" angegebene Tole-
ranz abweichen.
– Der Chiller und seine Leistungselektronik sind gemäß
Überspannungskategorie III ausgelegt. Sind in dem
Netz, in dem das Gerät betrieben wird, Frequenz-
umrichter, Stromrichter oder Transformatoren mit ei-
ner Gesamtleistung >70 kVA in Verwendung, muss
kundenseitig ein Class II Überspannungsableiter in der
Netzzuleitung des Chillers vorgeschaltet werden. Die
Auslegung des Überspannungsableiters sollte gemäß
EN 61800-1 erfolgen. Als Anhaltspunkt für die Ausle-
gung können folgende Werte angenommen werden:
Transformatoren,
Leistungselektronik
70 kVA...100 kVA
100 kVA...200 kVA
200 kVA...400 kVA
400 kVA...800 kVA
Tab. 4:
Auslegung des Überspannungsableiters
Schnittstellen
Um Störungsmeldungen des Chillers über Alarmrelais
auszuwerten, ist hinten am Chiller ein entsprechendes
Signalkabel angeschlossen (siehe Abschnitt 5.4.2
„Alarmrelais anschließen").
Eine benötigte Ferneinschaltung des Chillers kann eben-
falls über dieses Signalkabel realisiert werden.
5.4.1
Spannungsversorgung anschließen
Die Geräte sind werksseitig anschlussfertig verdrahtet
und mit einem Anschlusskabel versehen (Länge 3 m).
Rittal Chiller Blue e
Anzunehmende
Ableitenergie
40 J
80 J
160 J
320 J
5 Montage und Anschluss
Stellen Sie über das Anschlusskabel auf der Rückseite
des Chillers die Netzversorgung gemäß der zugehöri-
gen Anschlusskennzeichnung sowie gemäß dem
Stromlaufplan her.
Zugentlastung
Stellen Sie eine geeignete Zugentlastung des An-
schlusskabels sicher.
5.4.2
Alarmrelais anschließen
Systemmeldungen des Chillers können über zwei po-
tenzialfreie Relaisausgänge an eine externe Signalquelle
ausgegeben werden. Hierzu ist auf der Rückseite des
Chillers bereits ein entsprechendes Kabel angeschlos-
sen.
Vorsicht!
Falls Sie die externe Einschaltung ver-
wenden, muss die werksseitig imple-
mentierte Brücke entnommen werden.
Schließen Sie die entsprechend gekennzeichneten
Adern des Anschlusskabels gemäß dem Stromlauf-
plan an die Steuerung an.
5.4.3
Externe Einschaltung
Der Chiller ist zur Steuerung über ein externes Signal
vorbereitet.
Schließen Sie einen potenzialfreien Kontakt an den
Kontakten 1 und 2 des Signalkabels an.
Werkseitig ist diese Funkion deaktiviert, d. h. der Chiller
ist permanent in Betriebsbereitschaft. Bei aktivierter
Funktion und geöffnetem Kontakt ist die Kühlfunktion
und ggf. zusätzlich auch die Kühlmediumpumpe ausge-
schaltet.
5.4.4
Raumtemperaturfühler
Der Chiller ermöglicht eine raumtemperaturgeführte Re-
gelung. Hierfür ist auf der Rückseite des Chillers ein ent-
sprechender Raumtemperaturfühler angeschlossen.
Konfigurieren Sie den Regelungsmodus des Chillers,
dass die Temperatur nach dem vom Fühler gemesse-
nen Wert geregelt wird (siehe Abschnitt 7.4.1 „Ein/
Aus").
5.4.5
Schnittstellen
Der Chiller besitzt folgende Schnittstellen zur Kommuni-
kation mit externen Systemen – ideal für BYOD (Bring
Your Own Device):
– RS485 Modbus-Schnittstelle auf der Platine
– Ethernetcard-Schnittstelle auf der Platine
DE
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