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GRAUPNER 90503.RTR NITROQUAD 2WD Bedienungsanleitung Seite 6

Bedienungsanleitung NITROQUAD
Leerlaufdrehzahl des Motors zu verringern. Der Motor muss mit konstanter Beschleunigung oh-
ne Verzögerungen hochdrehen.
Einstellen der Volllast-Einstellschraube
Nach anfänglichem Hochdrehen muss der Motor gleichmäßig drehen und dabei das typische
Zweitakt-Heulen
mit deutlich erkennbarer Rauchfahne zeigen. Wenn sich der Motor quält und
bei heftiger Rauchfahne Aussetzer
zeigt, ist die Mischung zu fett und
muss magerer eingestellt werden indem Sie die Volllastschraube in „1-
Stunden-Schritten" im Uhrzeigersinn drehen, bis der Motor ruhig läuft.
Wenn keine Qualmfahne zu sehen ist, ist die Mischung zu mager und
Sie müssen sie anreichern, indem Sie die Schraube gegen den Uhrzei-
gersinn verdrehen. Lassen Sie sich nicht vom Klang des Motors täu-
schen bezüglich der tatsächlichen Leistung. Ein mageres Gemisch er-
zeugt einen höheren Auspuffton, aber das bedeutet nicht unbedingt
auch höhere Leistung, weil der Motor dicht daran ist, zu überhitzen und
Schaden zu leiden. Im Idealfall sollten Sie den Motor so betreiben, dass
er auf der fetteren Seite des Leistungsoptimums läuft. Das ergibt die
beste Mischung aus Drehzahl und Lebenserwartung des Motors.
Vorsicht: Die Mischung ist zu mager und der Motor läuft heiß, wenn er schnell und mit schril-
lem Laufgeräusch hochdreht, dann schwer läuft, keine Qualmfahne mehr zeigt oder die Dreh-
zahl nachlässt. Dies kann durch die Geländebeschaffenheit, atmosphärische Bedingungen oder
drastische Höhenunterschiede hervorgerufen werden. Um Dauerschäden am Motor zu vermei-
den, müssen Sie dann sofort die Mischung anreichern, indem Sie die Volllastschraube mindes-
tens zwei „Stundenschritte" gegen den Uhrzeigersinn verstellen, und sich darauf einstellen, wei-
tere Nachstellungen vorzunehmen, bevor Sie den Fahrbetrieb fortsetzen.
Zum Thema Glühkerzen
Die Glühkerze wirkt wie das Zündsystem in Ihrem Auto. Die Wicklung in der
Mitte der Kerze ist rotglühend, wenn sie mit einer 1,2 – 1,5 V Batterie, wie sie in
einem Glühkerzenstecker enthalten ist, betrieben wird. Dies bringt das im Zy-
linder enthaltene komprimierte Benzin/Luft-Gemisch zur Zündung. Wenn der
Motor gezündet hat, erhält die vom verbrennenden Treibstoff erzeugte Hitze die
Temperatur der Glühwicklung. Häufige Ursachen dafür, dass der Motor nicht
anläuft, sind eine schwache oder leere 1,2 – 1,5V-Batterie, eine in Treibstoff „abgesoffene"
Glühwicklung oder ein ausgebranntes Glühwicklung. Überprüfen Sie die Anglühfunktion mit ei-
ner Ersatzglühkerze. Wenn die Anglühbatterie die Wicklung zum glühen bringt, entfernen Sie
die Glühkerze aus dem Motor und prüfen Sie diese in gleicher Weise. Eine nasse Glühkerze
lässt auf einen Treibstoffüberschuss im Motor schließen. Um ihn zu entfernen, legen Sie einen
Stofflappen über den offenen Zylinderkopf und drehen Sie den Motor ein paar Mal mit dem
Starter durch. Schrauben Sie die Kerze wieder ein und achten Sie dabei darauf, dass die Mes-
sing-Unterlegscheibe richtig sitzt. Jetzt müsste der Motor anspringen.
Die Betriebstemperatur messen
Die ideale Motortemperatur ändert sich mit der Lufttemperatur, sie sollte im Bereich 100°C -
120°C liegen. Eine einfache Prüfmethode besteht darin, ein paar Wassertropfen auf Zylinder-
kopf/Kühlrippen zu spritzen. Das Wasser müsste nach 3-5 Sekunden verdampft sein. Wenn es
schneller verdampft, ist der Motor zu heiß und die Volllastschraube muss zur Anreicherung des
Gemischs mindestens zwei „Stunden" gegen den Uhrzeigersinn gedreht werden. Wenn Sie sich
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