6 MONTAGE UND INSTALLATION
6.2.7 Vorkehrungen zum Ablauf des Kondensates
VORSICHT!
Austretendes Kondensat
Kondensate können umwelt- und gesundheitsgefährdende Stoffe
enthalten.
– Vermeiden Sie Hautkontakt mit dem Kondensat und tragen Sie eine
Spritzschutzbrille. Beachten Sie zudem die örtlichen Umweltauflagen.
Soweit möglich muss eine andauernde Kondensatbildung durch den
Temperaturregelkreis vermieden werden.
Der Kondensatablauf kann über einen Siphon an das Abwassersystem angeschlossen wer-
den. Sicherheitstechnische Hinweise zum Einleiten von Kondensaten in Abwassersysteme
finden Sie im ATV-Arbeitsblatt A251:
„Kondensate aus Brennwertkesseln". Falls der Kondensatablauf nicht benötigt wird, muss
dieser mit einem Blindstopfen verschlossen werden.
6.2.8 Vorkehrungen zur Entlüftung des Wasserkreislaufes
Am höchsten Punkt des Wasserkreislaufes muss beim Wassereintritt oder beim Wasseraus-
tritt ein automatischer Entlüfter eingebaut werden.
6.2.9 Vorkehrungen zum Schutz vor Verschmutzung
Vor dem Wassereintritt muss ein Schmutzfänger installiert werden, um eine Verschmutzung
des Registers zu verhindern.
6.2.10 Abgasanschlüsse
Zur Vermeidung von Wärmeverlusten werden isolierte Abgasrohre empfohlen, z. B. doppel-
wandige Edelstahlrohre der Firma Raab (www.raab-gruppe.de).
Falls Nebenluftklappen (z. B. von der Firma K+W) erforderlich sind, dürfen diese nur
zwischen dem NET-Wärmetauscher und dem Kamin eingebaut werden. Nebenluftklappen
zwischen Feuerstätte und NET-Wärmetauscher senken die Effektivität der Wärmerückgewin-
nung erheblich.
Falls Schalldämpfer zum Einsatz kommen, sollen diese vor dem NET-Wärmetauscher
verbaut werden.
6.2.11 Korrektur der Brennereinstellungen
Nach der Montage des NET-Wärmetauschers muss die Einstellung des Brenners bzw. der
Turbine kontrolliert und ggf. an die neuen Bedingungen angepasst werden.
Gegebenenfalls ist vor dem Einbau eine Schornsteinquerschnittsberechnung durchzuführen
und für zusätzliche Ventilatoren zu sorgen.
Originalbetriebsanleitung Thermojekt R + RB
6.2.12 Ladepumpe/Regelungstechnik
Die Ladepumpe muss so eingestellt werden, dass zwischen Wärmespeicher und Wärme-
tauscher der erforderliche Kühlwasserstrom gewährleistet ist (siehe Kapitel 3 „Technische
Daten").
WARNUNG!
Überhitzung im Wärmetauscher
Gefährliche Dampfschläge
– Stellen Sie sicher, dass unabhängig vom Ladezustand des Wärme-
speichers die Umwälzpumpe durchgehend läuft, solange heiße Abgase
durch den NET-Wärmetauscher strömen.
Um eine Überhitzung des Wassers im NET-Wärmetauschers zu vermeiden, muss eine
geeignete Umwälzpumpe im geschlossenen Heizkreis die anfallende Wärme ausreichend
schnell abtransportieren können.
Um eine unplanmäßige Überhitzung des Systems beispielsweise bei Ausfall der Umwälz-
pumpe abzusichern muss ein Sicherheitstemperaturbegrenzer (STB) gemäß Schaltplan in
Kapitel 9 verwendet werden. Der STB schaltet die Wärmequelle im Notfall ab.
Um ein Abschalten der Wärmequelle auf den Notfall zu beschränken, wird der Einsatz eines
Sicherheitstemperaturwächters (STW) empfohlen. Der STW soll vor dem Auslösen des STBs
die Stromversorgung des Stellmotors der Bypass-Klappe unterbrechen, um den NET-Wärme-
tauscher in den Bypassbetrieb zu schalten.
Der Kühlwasserfluss durch den NET-Wärmetauscher muss automatisch an die aktuelle
Wärmeleistung des Abgases anpasst werden.
WARNUNG!
Im laufenden Betrieb darf der Kühlwasserfluss nicht unterbrochen
oder stark verringert werden
Es besteht die Gefahr eines Überdrucks oder von Dampfschlägen.
– Wir empfehlen, bauseitig einen Alarm bei Überhitzung des
Wärmetauschers vorzusehen.
Wenn der NET-Wärmetauscher mit einem Ladekontrollregler (TJ-HRC) der NET GmbH aus-
gestattet ist, kann eine 0-10 V
ggf. die Alarmauslösung wird dann über den NET-Ladekontrollregler geregelt.
Wenn der Ladekontrollregler eines anderen Herstellers verwendet wird, muss die Einhaltung
der oben aufgeführten Vorgaben durch das Fremdsystem gewährleistet werden.
Achtung! Auch bei aktiviertem Bypass-Betrieb kommt es zu einer gewissen Rest-
wärmeübertragung. Bitte berücksichtigen Sie dies bei der bauseitigen Planung Ihrer
Anlageregelung.
6.3 Erstinbetriebnahme
Der Wasserkreislauf muss betriebsfertig angeschlossen und eingeschaltet sein.
Register entlüften
• Füllen Sie die Anlage mit Wasser gemäß Abschnitt 6.2.4.
• Lassen Sie die Pumpe für ca. 10 Minuten laufen, bis sich keine Luftblasen mehr im
Wasserkreislauf befinden.
Stellen Sie sicher, dass sich im Gefährdungsbereich des NET-Wärmetauschers bei der Erst-
inbetriebnahme nur die für die Inbetriebnahme erforderlichen Personen aufhalten.
Nach dem ersten Start des NET-Wärmetauschers müssen alle Betriebsphasen durchgespielt
werden. Dabei ist die gesamte Anlage auf Dichtigkeit im Abgas- und Kühlwasserkreislauf hin
zu prüfen. Führen Sie eine Dichtigkeitsprüfung nach DIN 18380 durch.
Ladepumpe verbaut werden. Die Pumpenleistung und
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