Lautstärkehüllkurve
Nachdem das Audiosignal eines der Filter durchlaufen hat, wird es durch
einen Verstärker geleitet, der den Lautstärkepegel bestimmt. Genauso wie
die Filter verfügt der Verstärker über einen ihm zugewiesenen 5-stufigen
Hüllkurvengenerator, der dazu dient, den Lautstärkepegel eines Klangs über
eine bestimmte Dauer hinweg zu formen, indem er Ihnen die Kontrolle über
die einzelnen Stufen bzw. Phasen gibt. Neben der Filterhüllkurve zählt die
Lautstärkehüllkurve zu den wichtigsten Werkzeugen für die Klanggestaltung.
Ohne die Lautstärkehüllkurve würde sich die Lautstärke eines Klangs für die
Dauer, die Sie eine Note halten, nicht ändern. Der Klang begänne abrupt, bliebe
die ganze Zeit gleich laut und würde schließlich unmittelbar verstummen,
sobald Sie die Taste losließen. Das Resultat wäre erneut äußerst langweilig und
hätte nichts gemein mit dem Klangverhalten wirklicher Instrumente.
Nehmen wir ein Beispiel aus der Praxis: Der Unterschied zwischen dem
Klang des Windes und dem Klang einer Snare Drum besteht in erster Linie
darin, dass sie sehr unterschiedliche Lautstärkeverläufe haben. Das klangliche
Ausgangmaterial ist in beiden Fällen identisch, da beide Klänge im Wesentlichen
auf weißem Rauschen basieren. In die Terminologie von Hüllkurvengeneratoren
übersetzt, lassen sich die Unterschiede folgendermaßen zusammenfassen: Wind
hat eine relativ langsame Einschwingphase (Attack), eine lange Haltephase
(Sustain) sowie lange Abfall- und Ausschwingphasen (Decay und Release).
Eine Snare Drum hat hingegen eine extrem kurze Einschwingphase (Attack),
keine Haltephase (Sustain) sowie sehr knappe Abfall- und Ausschwingphasen
(Decay und Release).
Das Bedienabschnitt für die Lautstärkehüllkurve.
Pro 3 Benutzerhandbuch
Lautstärkehüllkurve
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