Zuviel Spannung der Speichen hat zur Folge,
dass Felge und Nabe beschädigt werden. Auf-
grund der höheren Belastung müssen diese re-
gelmäßig kontrolliert werden. Wenn Sie nicht
genau wissen wie Sie vorgehen sollen, fragen
Sie Ihren Händler, ob er es Ihnen erklären kann,
oder lassen Sie einen Spezialisten das Rad er-
neut spannen.
Reifen
Fahren Sie niemals mit zu niedrigem Reifen-
druck. Die Standardbereifung ist für 4 Bar aus-
gelegt. Prüfen Sie die Reifen auf Verschleiß und
Beschädigungen. Prüfen Sie ebenso regelmäßig
den Reifendruck. Fahren Sie die Reifen mit zu we-
nig Druck, sind diese weicher und sie verschlei-
ßen schneller. Wir empfehlen eine regelmäßige
Überprüfung der Laufflächen der Reifen, um
eingefahrene Glassplitter zu entfernen, bevor
sich diese durch den Reifen gearbeitet haben.
Reifenpannen
Fahrradreifen sind immer ein Kompromiss zwi-
schen möglichst geringem Rollwiderstand, ge-
ringem Gewicht, langer Haltbarkeit und Schutz
vor Pannen. Um möglichst schnell nach einer
Panne weiterfahren zu können, empfehlen wir
die Mitnahme eines Pannensprays.
Finden Sie unbedingt die Ursache der Panne
und entfernen Sie das Objekt, das die Panne
verursacht hat. Streifen Sie dazu vorsichtig mit
der Hand durch die Innenseite des Reifens. An-
sonsten würden Sie kurz nach der Reparatur er-
neut eine Reifenpanne erleiden. Auch ein schie-
fes Felgenband kann einen Platten verursachen.
Reifenverschleiß
Der Reifenverschleiß hängt hauptsächlich von
Ihrem Fahrverhalten und den typischen Stre-
cken ab, die Sie fahren. Wenn Sie Kurven be-
sonders schnell oder täglich eine kurvenreiche
Strecke fahren, ist der Verschleiß höher.
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Aheadset-Lenkungslager
prüfen und ggf. nachstellen
Ziehen Sie den Bremshebel der Vorderradbrem-
se und versuchen Sie das Fahrrad abwechselnd
nach vorne und hinten zu bewegen. Umgreifen
Sie gleichzeitig mit der anderen Hand das obe-
re Steuerlager mit Daumen und Zeigefinger.
Spüren Sie ein Spiel im Lager (radial), muss das
Steuerlager nachgestellt oder ersetzt werden.
Führen Sie diesen Schritt nur durch, wenn Sie
ausreichend Kenntnisse und Erfahrung dazu
haben. Ansonsten lassen Sie das Steuerlager
bei Ihrem Fahrradhändler prüfen und einstellen.
Zum Aheadset-Einstellen benötigen Sie meist
nur einen oder zwei Innensechskant-Schlüs-
sel sowie einen Drehmomentschlüssel. Öffnen
Sie die Vorbauklemmschraube(n) an der Sei-
te des Vorbaus ein bis zwei Umdrehungen, bis
die Klemmung des Vorbaus am Gabelschaft
aufgehoben ist. Ziehen Sie die oben versenkt
liegende Einstellschraube mit einem Innen-
sechskant-Schlüssel etwas nach, z. B. eine
viertel Umdrehung (rechts herum). Ziehen Sie
die oben liegende Schraube nicht fest; diese
dient lediglich zur Spieleinstellung! Richten Sie
den Vorbau aus, damit der Lenker nicht schräg
steht. Peilen Sie dazu über Oberrohr und Vor-
bau auf den Vorderreifen. Ziehen Sie die Vor-
bauklemmschrauben an. Benutzen Sie einen
Drehmomentschlüssel und überschreiten Sie
nicht die maximalen Anzugsmomente! Sie fin-
den diese im Kapitel „Anzugsdrehmomente für
Verschraubungen" oder in den Anleitungen der
Komponentenhersteller. Prüfen Sie jetzt erneut
das Spiel. Das Lager darf nicht zu stramm jus-
tiert werden, sonst ist es schnell zerstört. Wenn
sich das Lager nicht einstellen lässt, kann dies
viele Gründe haben. Wenn Sie sich nicht absolut
sicher sind oder Fragen haben, wenden Sie sich
bitte an Ihren Fahrrad-Fachhändler! Kontrollie-
ren Sie den sicheren Sitz des Vorbaus, indem
Sie das Vorderrad zwischen die Beine nehmen
und eine zweite Person versucht, den Lenker
dagegen zu verdrehen. Ein loser Vorbau kann
zum Sturz führen.