Nassalarmventil-Stationen
4.
Wartungsvorschrift NAV-Station
Für die Betriebssicherheit der NAV-Stationen ist neben den üblichen Prüfungen gemäß
Bedienungsvorschrift bzw. Berichtsbuch eine regelmäßige Wartung erforderlich. Die
Wartungsintervalle sollen mindestens halbjährlich durchgeführt werden.
Die Funktionskontrollen und Wartungsarbeiten sind wie folgt durchzuführen:
− Zuständige Stellen über die Wartungsarbeiten informieren!
− Sichtkontrolle über den allgemeinen Zustand der NAV-Station und Überprüfung der Armaturen
auf korrekte Betriebsstellung und deren Sicherungen.
− Betriebsdrücke an den Manometern (9) und (10) überprüfen.
− Nullstellung der Manometer (9) und (10) durch kurzzeitiges Schließen bzw. Öffnen der
Manometer-Absperrhähne (8) und Entlüftungsventile (7) herbeiführen (Funktionskontrolle).
− Umgehungsleitung (18) mit Rückschlagventil (17) auf Durchgang prüfen. Dazu ist der obere
Manometer-Absperrhahn (8) zu schließen und das obere Entlüftungsventil (7) zu öffnen; dabei
muss Wasser austreten.
− Rückschlagventil (17) in Sperrichtung prüfen. Für diese Prüfung ist der untere Manometer-
Absperrhahn (8) zu schließen und das untere Entlüftungsventil (7) zu öffnen. Es darf bei dicht
schließendem RSV kein Wasser austreten.
− Probierventil (4) öffnen und Alarmeinrichtung (Alarmdruckschalter (11), Alarmglocke (12)) auf
Funktion prüfen.
− In Anlagen mit Verzögerungseinrichtung ist die Verzögerungszeit zu überprüfen. Die
Verzögerungszeit ist der Zeitraum zwischen Auslösen des Nassalarmventils - sichtbar durch
Wasseraustritt am Entwässerungsventil (5) - und Ansprechen des Alarmdruckschalters (11) auf
dem Verz.-Behälter (15). Bei zu langer Zeitverzögerung > 30 s ist die Drossel ∅ 2,5 zu reinigen
bzw. auszutauschen.
− Probierventil (4) schließen und den Ventilteller des NAV auf Dichtigkeit überprüfen. Aus dem
Entwässerungsventil (5) darf kein Wasser tropfen. Bei undichtem Ventilteller ist die
Sprinkleranlage zu entleeren und das Nassalarmventil, wie unter 4.1 beschrieben, zu warten.
− Schmutzfänger (13) in der Alarmglockenleitung überprüfen und ggf. reinigen.
− Prüfen der Absperrarmaturen (Schieber, Kugelhähne, Entleerungsventil) auf Dichtigkeit und in
Betriebsstellung bringen.
− Betriebsstellung des Absperrschiebers mit Schloß und Riemen sichern. Bei Anlagen mit elektr.
Überwachung kann diese Sicherung entfallen.
− Bei Anlagen mit elektr. Überwachung sind die Überwachungseinrichtungen und deren
Übertragungswege am Alarmabstellhahn (16) und Absperrschieber (3) zu überprüfen.
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Handbuch
WHB30de /03-04.08 /PLW-ri-sch