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Funktionsweise; Nassalarmventil (Nav); Absperrschieber; Umgehungsleitung - Minimax Nmx-Fl/Rk Betriebsanleitung

Nassalarmventil-stationen
Inhaltsverzeichnis
Nassalarmventil-Stationen
3.
Funktionsweise (Bild 1 und 2)
Die Nassalarmventil-Station (NAV-Station) ist eine Armaturenbaugruppe, bestehend aus einem
Nassalarmventil (NAV), Absperrschieber und verschiedenen Kleinarmaturen. Sie hat folgende
Aufgaben:
− Überwachung des Systemdruckes in der Wasserversorgung und dem Sprinklerrohrnetz.
− Freigabe des Löschwassers im Brandfall, wenn ein oder mehrere Sprinkler geöffnet haben.
− Hydraulische und elektrische Alarmgabe im Brandfall (Alarmglocke, Alarmdruckschalter).
Die NAV-Station ist im Normalfall nur für frostfreie Bereiche bestimmt, weil das Rohrnetz bis zum
letzten Sprinkler mit Wasser gefüllt ist. Für bestimmte Anwendungsfälle in frostgefährdeten
Bereichen (z. B. Tiefkühllager) kann dem Wasser ein spezielles Frostschutzmittel zugesetzt
werden.
Die NAV-Station ist für den Nenndruck PS 16 ausgelegt (DN 200 mit 8-Loch FL nur PS 10) und
kann wahlweise in Flanschausführung oder mit einem Kupplungsanschluss (nur ausgangsseitig)
geliefert werden.
3.1

Nassalarmventil (NAV)

Das Nassalarmventil (1) ist eine Armatur, die bei Druckabfall im Sprinklerrohrnetz selbst-
tätig öffnet und das Löschwasser freigibt. Gleichzeitig wird eine hydraulische Alarm-
glocke (12) betrieben sowie über den Alarmdruckschalter (11) ein elektrisches Signal ab-
gesetzt.
Die Ventilklappe (2) verschließt im betriebsbereiten Zustand neben dem Hauptwasserstrom auch
mehrere Bohrungen im Ventilsitz (6), die über den Alarmkanal mit der Alarmglockenleitung und
dem Entwässerungsventil (5) atmosphärisch verbunden sind.
Im Einsatzfall durch Öffnen von Sprinklern oder des Probierventils (4) wird der Druck im
Sprinklerrohrnetz abgebaut, so dass die Ventilklappe (2) infolge des Druckunterschiedes vom
Ventilsitz (6) abhebt und die Versorgungskanäle zur Alarmglockenleitung freigibt. Die Alarmglocke
(12) wird mit Wasser versorgt und gibt einen anhaltenden akustischen Alarm. Gleichzeitig spricht
der Alarmdruckschalter (11) an und gibt ein elektrisches Signal an eine ständig besetzte Stelle
(Pförtner, Feuerwehr etc.). Der Schmutzfänger (13) in der Alarmglockenleitung soll ein Verstopfen
der Düsen in der Alarmglocke und Druckschalter verhindern. Ein weiterer Schmutzfänger direkt
vor der Alarmglocke ist im Regelfall nicht erforderlich. Der Alarm kann nur manuell am
Alarmabstellhahn (16) bzw. durch Unterbrechen der Wasserversorgung mittels des
Absperrschiebers (3) - z. B. nach einem Löscheinsatz - abgestellt werden.
3.2

Absperrschieber

Der Absperrschieber (3) ist zwischen dem Nassalarmventil (1) und der Wasserversorgung
eingebaut. In der betriebsbereiten Station ist er geöffnet und mit einem Schloss und Riemen
gesichert. Eine mechanische Stellungsanzeige ermöglicht die Kontrolle des Betriebszustandes.
3.3

Umgehungsleitung

Um Druckschwankungen in der Wasserversorgung auszugleichen und damit einen Fehlalarm zu
verhindern, wird über das Rückschlagventil (17) und der Umgehungsleitung (18) ein
Druckausgleich in Fließrichtung des Alarmventils (1) hergestellt.
Seite 10
Handbuch
WHB30de /03-04.08 /PLW-ri-sch

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