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Dual CV 1500 RC Serviceanleitung Seite 12

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Als Beispiel soll der Verstärker in folgenden Funktionen auf
"Ein" geschaltet werden:
Tape, Loudness, Low,Speakers 1, Netz.
Für diesen Funktionszustand muß folgendes Bitmuster in das
Schieberegister eingebracht werden:
1000
1001
0010
0010
Analogfunktionen Volumen-Bass-Treble-Balance
Analogregister
Das Analogregister besteht aus drei seriellen Schieberegistern mit
je 8 Bit (IC 1600, IC 1602, IC 1604). Es steht also ein Speicher-
platz von 24 Bit zur Verfügung, der auf die vier Analogfunktionen,
Volumen, Bass, Treble und Balance, mit jeweils 6 Bit aufgeteilt
wird. Eine digitale Darstellung mit 6 Bit erlaubt 26 = 64 verschie-
dene Variationsmöglichkeiten. Über die Leitung CKA (Glock -
Analogregister), DA (Daten-Analogregister) und HD (Hold) ver-
sorgt die MP-Einheit das Analogregister mit Daten. Eine Anpas-
sung von 5V aus der MP-Einheit auf 15 V im Analogregister erfolgt
über die Transistoren T 1600, T 1602 und T 1604.
Die 6 Bit-Ausgänge jeder Analogfunktion werden auf ein R -2R-
Netzwerk gegeben, welches das Bitmuster in eine nahezu analoge
Spannung umwandelt. Über dieses Widerstandsnetzwerk ergeben
sich folgende Spannungsvertei I ungen :
50k
Spannungs-
verhaNnIs
Spannung
in Volt ca.
50k
50k
60k
0,23
0,5
0,9
1,9
50k
50k
3,75
Ii
7,5
Ausgang
Befinden sich alle Ausgänge des Schieberegisters auf low, dann ist
die Ausgangsspannung 0V. Wird ein Bitmuster eingeschoben, bei
dem nur das höchstwertige Bit auf high gesetzt ist, also 000001
(LSB steht vorne), dann steht am Ausgang eine Spannung von
7,5 V, was
entspricht. Sind alle Bit-Ausgänge auf high, dann
2
führt der Ausgang eine Spannung von 15 V. Man kann also an-
hand des eingegebenen Bitmusters die Ausgangsspannung ermit-
teln, indem man Einzelspannungen, die sich am Netzwerk er-
geben, addiert.
Wird in das Analogregister eine neue Information eingeschoben,
so wird über die Leitung HD (Hold) mit einem high-Impuls der
Transistor T 1604 leitend geschaltet und hierdurch ein 10w-Signal
auf die Steuerleitungen des bidirektionalen Analogschalters
IC 1606 (MC 14066 BCP) gegeben. Für diesen Augenblick sind
die vier Leitungen von den Operationsverstärkern IC 1608,
IC 1610 und IC 1612 getrennt. Über den Kondensator von 1 MF
(C 1608,C 1610,C 1612,C 16141 am Eingang jedes OP's bleibt
die zuletzt angelegte Information in Form einer G leichspannungs-
größe erhalten bis die neue Information über das IC 1606 durch-
geschaltet wird.
Die vier bereits erwähnten OP's verstärken das G leichspannungs-
signal so, daß bei max. Eingangsspannung von 15 V eine Aus-
gangsspannung von 20 V zur Verfügung steht. Eine Justierung
jedes OP's ist mit dem als Gegenkopplung geschalteten Potentio-
meter möglich und wird in der Abgleichanleitung beschrieben.
Mit P 1000 kann der Anfangswert der Lautstärke voreingestellt
werden. Dies erfolgt jedoch nur dann, wenn bei Netztrennung
alle Informationen, die sich im RAM der 12-Einheit befinden,
gelöscht sind. Bei der Initialisierung des Analogregisters erhöht
der Prozessor so lange, bis die Spannung an Pin 6 (IC 1608) ge-
nauso groß ist wie die an Pin 5. Der Ausgang Pin 7 wird dann auf
low-Pegel gebracht und dies über AW (Anfangswert) der MP-Ein-
heit mitgeteilt, die sofort mit dem Erhöhen des Registerinhaltes
für VO LUME stoppt.
Nach erneutem Einschalten aus dem "Stand-By-Betrieb" wird
der vorher gewählte Zustand der Register, welcher in der MP-Ein-
heit zwischengespeichert ist, wieder eingeschrieben.
IR-Empfänger
Das von den Sendedioden ausgestrahlte Infrarotsignal wird von
der Fotodiode D 1500 aufgenommen und in ein schwaches elek-
trisches Signal umgewandelt. Die Fotodiode arbeitet mit einem
dynamischen Lastwiderstand, den Transistor T 1500 bildet. Er
hat die Aufgabe, ein durch Gleichlicht erzeugtes Signal zu unter-
drücken. Damit ist der Arbeitspunkt der Fotodiode unabhängig
von der Umgebungshelligkeit. Transistor T 1502 steuert als
Emitterfolger T 1504. Über R 1512 wird das Gegenkopplungs-
signal zur Gleichlichtunterdrückung abgenommen. Das Kollektor-
signal von T 1504 wird mit T 1506 verstärkt, der den Schalttran-
sistor T 1508 steuert. T 1508 trennt das Rauschen von dem im-
pulsförmigen Nutzsignal. Das Signal gelangt über Schalter S 23
(Stellung Intern) auf die Cinch-Buchsen (Geräte-Bus) und wird
auch über C 1909 und R 1903 mit der Leitung INT dem Prozes-
sor zugeführt.
Prüf- und Justierdaten
Stromaufnahme
bei Standby
im Leerlauf
bei Vollast 15,5 V (60W) an 4
s2
/Kanal
Betriebsspannungen
Infrarotempfänger
Digitalteil
Eingangswahlschalter/Regeltell
Mikroprozessor
Digital-Analogwandler
Lautsprecher-Schutzschaltung
max. 35 mA
max. 250 mA
max. 1,9
A
28 V
20 V
± 8 V,20 V
5V
20 V,15 V
12,8 V
Thermoschalter
1000 Hz einspeisen. Vollaussteuerung 15,5V (60W) an 4 S2/Kanal.
Beide Kanäle kurzschließen. Nach ca. 8 Minuten muß der Thermo-
schalter die Netzspannung unterbrechen (Kurzschluß entfernen)
und nach weiteren 3 Minuten muß das Gerät wieder betriebsbe-
reit sein.
Elektronische Sicherung
1000 Hz einspeisen, Vollaussteuerung 15,5V (60W) an 4 2/Kanal.
Beide Kanäle auch mit 1
S2
und 0
SZ
abschließen.
Prüfdauer bei Unteranpassung max. 4 Sekunden.
Stromaufnahme bei 4
s2
Abschluß
max. 1,8 A
Stromaufnahme bei 1
SZ
Abschluß
max. 1,9 A
Stromaufnahme bei 0
s2
Abschluß
max. 1,7 A
Darauf achten ,daß die Stromaufnahme bei Kurzschluß 10 — 20 %
niedriger sein muß wie bei 4
s2
Abschluß.
Ruhestrom
Der Verstärker sollte ca. 10 Minuten eingeschaltet sein, so daß
die Endtransistoren Betriebstemperatur erreicht haben.
Lautstärkesteller auf 0.
Mit R 1334 einen Spannungsabfall von 5 mV über R 1338 ein-
stellen.
Verstärkung und Ausgangsspannungen
Netzschalter aus, Netzschalter ein. Hierdurch ist gewährleistet,
daß Balance- und Klangsteller durch den MP in exakte Mitten-
position gebracht werden. Mittenposition der einzelnen Bereiche
kann durch gemeinsames Drücken der Tasten + und — erreicht
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