Über Varispeed
Viele digitale Audio-Systeme lassen sich mit Varispeed betreiben.
Dabei folgen die angeschlossenen Geräte dem Wechsel der Master-
Clock-Geschwindigkeit bis zu einem bestimmten Prozentwert, zu-
meist im Bereich von +-10%.
Das TimeLock Pro unterstützt den Varispeed-Betrieb, wenn die
Master-Clock einem LTC entstammt.
• Wenn sich der LTC schrittweise graduell verändert, folgt die ausgegebene
Clock dieser Veränderung, um die angeschlossenen digitalen Geräte weiter
synchron zu halten.
Die Abweichung von der nominellen Wiedergabegeschwindigkeit ist hierbei
auf 10% begrenzt. Dies dient dazu, Fehler zu verhindern, die in vielen digi-
talen Workstations auftreten, sobald diese Grenze überschritten wird.
• Wenn sich die LTC-Geschwindigkeit dramatisch verändert, z.B. wenn die
LTC sendende Maschine gestoppt wird oder neu positioniert, dann folgt
TimeLock Pro diesem Wechsel nicht.
Das Gerät generiert vielmehr weiterhin ein Clock-Signal mit der Samplerate,
die eingestellt war, als der LTC abriß. Das TimeLock Pro verfügt also über ein
»Sampleraten-Gedächtnis«. Dieses dient dazu, die LTC-Verkopplungszeiten
(Lock Up-Time) erheblich zu verkürzen.
• Sobald die LTC-Geschwindigkeit wieder in einen brauchbaren Bereich zu-
rückkehrt, koppelt sich TimeLock Pro erneut ein und paßt das ausgegebene
Clock-Signal graduell der neuen LTC-Geschwindigkeit an.
• Auch wenn das LTC-Eingangssignal abreißt, generiert TimeLock Pro ohne
Unterbrechung weiterhin ein Clock-Ausgangssignal. Das Gerät behält dann
die letzte Samplerate bei und läuft mit dieser frei weiter.
¶ Falls Sie es wegen einer früher erarbeiteten Tonhöhen-Veränderung nicht
wünschen, daß das Gerät beim Abreißen des LTC-Signals weiterhin Clocks
ausgibt, können Sie TimeLock Pro auf die Nominal-Frequenz zurücksetzen,
indem Sie das Gerät aus- und wieder einschalten oder den »Up/x1/Down«-
Schalter einmal hin und herschalten.
TimeLock Pro
Deutsch – 17