Stihl BT 131 Handbuch

Inhalt

Anleitung zur Verwendung dieses Handbuchs

Piktogramme

Die Bedeutung der an der Maschine angebrachten Piktogramme wird in diesem Handbuch erläutert.

Je nach Modell können die folgenden Piktogramme an Ihrer Maschine angebracht sein.


Kraftstofftank; Kraftstoffgemisch aus Benzin und Motorenöl


Manuelle Kraftstoffpumpe betätigen


Bohrschneckenbremse

Symbole im Text


Warnung bei Unfallgefahr, Verletzungsgefahr oder der Gefahr schwerwiegender Sachschäden.

Warnung HINWEIS
Vorsicht bei der Gefahr der Beschädigung der Maschine oder ihrer einzelnen Komponenten.

Technische Verbesserungen

Es ist die Philosophie von STIHL, alle Produkte kontinuierlich zu verbessern. Aus diesem Grund können wir Design, Technik und Aussehen unserer Produkte regelmäßig ändern.
Daher sind einige Änderungen, Modifikationen und Verbesserungen möglicherweise nicht in diesem Handbuch enthalten.

Sicherheitshinweise und Arbeitstechniken

Warnung Bei der Arbeit mit diesem Motorgerät müssen besondere Sicherheitsvorkehrungen beachtet werden, da es ein hohes Drehmoment und in bestimmten Anwendungen eine hohe Drehzahl des Bohreinsatzes aufweist und die Bohreinsätze scharfe Kanten haben.


Es ist wichtig, dass Sie die Bedienungsanleitung vor der ersten Benutzung lesen und verstehen und sie an einem sicheren Ort für zukünftige Bezugnahme aufbewahren. Die Nichtbeachtung der Bedienungsanleitung kann zu schweren oder sogar tödlichen Verletzungen führen.

Beachten Sie alle anwendbaren lokalen Sicherheitsvorschriften, z.B. von Berufsgenossenschaften, Sozialversicherungsanstalten, Arbeitsschutzbehörden usw.

Falls Sie noch nie ein Motorgerät benutzt haben: Lassen Sie sich von Ihrem Fachhändler oder einem anderen erfahrenen Benutzer die Bedienung Ihrer Maschine zeigen – oder nehmen Sie an einem speziellen Kurs teil, um deren Bedienung zu erlernen.

Minderjährigen ist die Arbeit mit dem Motorgerät nicht gestattet – außer Jugendlichen über 16 Jahren, die unter Aufsicht eingewiesen werden.

Kinder, Tiere und Umstehende dürfen sich der Maschine nicht nähern.

Bei Nichtgebrauch muss die Maschine so abgelegt werden, dass sie niemanden gefährdet. Stellen Sie sicher, dass die Maschine nicht unbefugt benutzt werden kann.

Der Benutzer ist für Unfälle oder Risiken verantwortlich, die Dritte oder deren Eigentum betreffen.

Verleihen oder vermieten Sie Ihr Motorgerät nicht ohne die Bedienungsanleitung. Stellen Sie sicher, dass jeder, der es benutzt, die in diesem Handbuch enthaltenen Informationen versteht.

Die Verwendung von Lärm emittierenden Maschinen kann auf bestimmte Tageszeiten beschränkt sein, wie es nationale und/oder regionale oder lokale Vorschriften festlegen.

Jeder, der die Maschine bedient, muss gut ausgeruht, in guter körperlicher Verfassung und in guter geistiger Verfassung sein.

Wenn Sie eine Erkrankung haben, die durch anstrengende Arbeit verschlimmert werden könnte, konsultieren Sie vor dem Betrieb einer Maschine Ihren Arzt.

Falls Sie einen Herzschrittmacher tragen: Das Zündsystem Ihrer Maschine erzeugt ein elektromagnetisches Feld von sehr geringer Intensität. Dieses Feld kann einige Herzschrittmacher beeinflussen. STIHL empfiehlt Personen mit Herzschrittmachern, ihren Arzt und den Hersteller des Herzschrittmachers zu konsultieren, um Gesundheitsrisiken zu minimieren.

Wer Alkohol, Drogen oder Medikamente konsumiert hat, die seine Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen, darf kein Motorgerät bedienen.

Benutzen Sie Ihr Motorgerät nur zum Bohren von Löchern in Erde, Eis und Holz – je nach montiertem Bohrwerkzeug. Wählen Sie die Bohrachse so, dass der Hebel der Bohrerbremse während des Bohrvorgangs jederzeit am Oberschenkel des Bedieners abgestützt werden kann.

Es darf für keine anderen Zwecke verwendet werden.

Vergewissern Sie sich vor dem Bohren, dass sich an den Bohrpunkten keine Leitungen (z.B. für Gas, Wasser, Strom) befinden:

  • Informieren Sie sich bei den örtlichen Versorgungsunternehmen
  • Überprüfen Sie im Zweifelsfall das Vorhandensein von Leitungen mit Detektoren oder Testgrabungen

Verwenden Sie nur Erdbohrer oder Zubehör, die von STIHL für diese Maschine zugelassen oder technisch gleichwertig sind. Bei Fragen hierzu wenden Sie sich an Ihren Fachhändler. Verwenden Sie nur hochwertige Teile und Zubehör, um das Risiko von Unfällen und Schäden an der Maschine zu vermeiden.

STIHL empfiehlt die Verwendung von original STIHL Werkzeugen und Zubehör. Diese sind speziell auf das Produkt abgestimmt und erfüllen Ihre Leistungsanforderungen.

Versuchen Sie niemals, Ihr Motorgerät in irgendeiner Weise zu modifizieren, da dies das Risiko von Personenschäden erhöhen kann. STIHL schließt jegliche Haftung für Personen- und Sachschäden aus, die durch die Verwendung von nicht zugelassenem Zubehör verursacht werden.

Verwenden Sie keinen Hochdruckreiniger zur Reinigung des Motorgeräts. Der feste Wasserstrahl kann Teile des Geräts beschädigen.

Kleidung und Ausrüstung

Tragen Sie angemessene Schutzkleidung und Ausrüstung.


Die Kleidung muss robust sein, aber volle Bewegungsfreiheit ermöglichen. Tragen Sie eng anliegende Kleidung wie einen Overall, keine weite Jacke.
Tragen Sie keine Kleidung, die sich in Holz, Gestrüpp oder beweglichen Teilen der Maschine verfangen könnte. Tragen Sie keinen Schal, keine Krawatte oder Schmuck.


Binden Sie lange Haare hoch und halten Sie sie oberhalb der Schultern.


Tragen Sie festes Schuhwerk mit rutschfesten Sohlen.


Um das Risiko von Augenverletzungen zu reduzieren, tragen Sie eng anliegende Schutzbrillen gemäß der Europäischen Norm EN 166. Stellen Sie sicher, dass die Schutzbrille fest sitzt.
Tragen Sie Gehörschutz, z.B. Kapselgehörschutz.
Tragen Sie einen Schutzhelm, wo die Gefahr von Kopfverletzungen durch herabfallende Gegenstände besteht.


Tragen Sie stabile Schutzhandschuhe aus widerstandsfähigem Material (z.B. Leder).

STIHL bietet ein umfassendes Sortiment an persönlicher Schutzausrüstung an.

Transport der Maschine

Stellen Sie immer den Motor ab.

Entfernen Sie den Bohrer, bevor Sie das Motorgerät über lange Strecken transportieren. Um das Risiko von Verbrennungen zu reduzieren, tragen Sie das Gerät am Griffrahmen, wobei heiße Teile der Maschine (z.B. Getriebe) von Ihrem Körper wegzeigen.

Im Fahrzeug: Beim Transport in einem Fahrzeug sichern Sie Ihre Maschine ordnungsgemäß, um ein Umkippen, Beschädigungen und Kraftstoffaustritt zu verhindern.

Tanken


Benzin ist leicht entzündlich – von Feuer oder Flammen fernhalten – keinen Kraftstoff verschütten – nicht rauchen.

Stellen Sie immer den Motor ab, bevor Sie tanken.

Tanken Sie keinen heißen Motor – Kraftstoff kann verschüttet werden und einen Brand verursachen!

Öffnen Sie den Tankdeckel vorsichtig, damit sich eventuell aufgebauter Druck im Tank langsam entweichen kann und ein Kraftstoffaustritt vermieden wird.

Tanken Sie die Maschine nur an einem gut belüfteten Ort. Falls Kraftstoff verschüttet wurde, reinigen Sie die Maschine sofort – lassen Sie Ihre Kleidung nicht mit Kraftstoff bespritzen. Falls dies geschieht, wechseln Sie Ihre Kleidung sofort.


Nach dem Tanken schrauben Sie den Tankdeckel so fest wie möglich an.

Dies hilft, das Risiko zu verringern, dass Vibrationen des Geräts einen nicht richtig festgezogenen Tankdeckel lösen oder abfallen lassen und Kraftstoffmengen verschüttet werden.


Überprüfen Sie auf Kraftstofflecks! Starten Sie den Motor niemals, wenn Kraftstoff verschüttet wurde oder austritt – dies kann zu tödlichen Verbrennungen führen!

Vor dem Start

Überprüfen Sie, ob Ihr Motorgerät ordnungsgemäß zusammengebaut und in gutem Zustand ist – siehe entsprechende Kapitel in der Bedienungsanleitung.

  • Überprüfen Sie das Kraftstoffsystem auf Undichtigkeiten, insbesondere die sichtbaren Teile, z. B. Tankdeckel, Schlauchverbindungen, manuelle Kraftstoffpumpe (nur bei Maschinen mit manueller Kraftstoffpumpe). Im Falle von Undichtigkeiten und Beschädigungen starten Sie den Motor nicht – Brandgefahr! Lassen Sie die Maschine vor der Benutzung von einem Händler warten.
  • Der Stoppschalter muss leicht zu drücken sein.
  • Funktionierende Bohrerbremse.
  • Überprüfen Sie Chokehebel, Gashebel und Gashebelsperre auf Leichtgängigkeit – der Gashebel muss automatisch in die Leerlaufposition zurückkehren. Der Chokehebel muss von den Positionen g und < in die Laufposition F zurückspringen, wenn Gashebelsperre und Gashebel gedrückt werden.
  • Überprüfen Sie, ob der Zündkerzenstecker fest sitzt – ein lockerer Stecker kann Funkenüberschläge verursachen, die brennbare Dämpfe entzünden und einen Brand verursachen könnten!
  • Versuchen Sie niemals, die Bedienelemente oder Sicherheitseinrichtungen zu modifizieren.
  • Halten Sie die Griffe trocken und sauber – frei von Öl und Schmutz – dies ist wichtig für eine sichere Kontrolle der Maschine.

Um das Risiko von Personenschäden zu reduzieren, betreiben Sie Ihr Motorgerät nicht, wenn es beschädigt oder nicht ordnungsgemäß zusammengebaut ist!

Motor starten

Starten Sie den Motor mindestens 3 Meter vom Tankplatz entfernt, nur im Freien.

Stellen Sie das Motorgerät auf einen ebenen Untergrund, stellen Sie sicher, dass Sie einen sicheren Stand haben.

Aktivieren Sie die Bohrerbremse vor dem Start. Andernfalls kann das Bohrwerkzeug zu laufen beginnen, wodurch der Benutzer die Kontrolle über den Erdbohrer verlieren kann.

Die Maschine wird nur von einer Person bedient – lassen Sie keine Person im Arbeitsbereich bleiben – auch nicht beim Starten.

Um das Verletzungsrisiko zu reduzieren, vermeiden Sie Kontakt mit dem Bohrwerkzeug.

Starten Sie den Motor nicht im Fallstart – starten Sie ihn, wie in der Bedienungsanleitung beschrieben.

Leerlaufdrehzahl prüfen: Das Bohrwerkzeug darf sich nicht drehen, wenn der Motor im Leerlauf läuft und der Gashebel losgelassen ist.

Halten Sie leicht entzündliche Materialien (z.B. Holzspäne, Rinde, trockenes Gras, Kraftstoff) von heißen Abgasen und der heißen Schalldämpferoberfläche fern – Brandgefahr!

Halten und Führen der Maschine

Halten und Führen der Maschine

Halten Sie das Gerät immer fest mit beiden Händen an den Griffen.

Stellen Sie immer einen festen und sicheren Stand sicher – Bohrerbremse am linken Oberschenkel.

Fassen Sie die Griffe fest mit den Daumen, die linke Hand am Steuergriff.

Während der Arbeit

Achten Sie immer auf ein gutes Gleichgewicht und sicheren Stand.

Bei drohender Gefahr oder in einem Notfall schalten Sie den Motor sofort durch Drücken des Stoppschalters ab.

Lassen Sie keine anderen Personen im Arbeitsbereich zu. Halten Sie sich von anderen Personen fern – Unfallgefahr!

Prüfen Sie den korrekten Leerlauf, sodass der Bohrer aufhört sich zu drehen, wenn der Gashebel losgelassen wird.

Überprüfen und korrigieren Sie die Leerlaufdrehzahleinstellung in regelmäßigen Abständen. Wenn sich das Bohrwerkzeug im Leerlauf weiterdreht, lassen Sie die Maschine von Ihrem Fachhändler überprüfen. STIHL empfiehlt STIHL Fachhändler.

Besondere Vorsicht ist geboten bei rutschigen Bedingungen – dNässe, Schnee, Eis, an Hängen oder unebenem Gelände.

Achten Sie auf Hindernisse: Baumstümpfe, Wurzeln – Stolper- oder Sturzgefahr!

Seien Sie besonders aufmerksam und vorsichtig, wenn Sie Gehörschutz tragen, da Ihre Fähigkeit, Warnungen (Rufe, Alarme usw.) zu hören, eingeschränkt ist.

Machen Sie Pausen, wenn Sie müde werden oder sich erschöpft fühlen – Unfallgefahr!

Arbeiten Sie ruhig und sorgfältig – bei Tageslicht und nur bei guter Sicht. Gehen Sie vorsichtig vor, bringen Sie andere nicht in Gefahr.


Sobald der Motor läuft, erzeugt das Motorgerät giftige Abgase. Diese Gase können geruchlos und unsichtbar sein und unverbrannte Kohlenwasserstoffe und Benzol enthalten. Lassen Sie den Motor niemals in Innenräumen oder an schlecht belüfteten Orten laufen, auch wenn Ihr Modell mit einem Katalysator ausgestattet ist.

Um das Risiko schwerer oder tödlicher Verletzungen durch das Einatmen giftiger Dämpfe zu reduzieren, sorgen Sie für ausreichende Belüftung, wenn Sie in Gräben, Mulden oder anderen beengten Bereichen arbeiten. Dies reduziert das Risiko schwerer oder tödlicher Verletzungen durch das Einatmen giftiger Dämpfe.

Stellen Sie die Arbeit sofort ein, wenn Sie unter Übelkeit, Kopfschmerzen, Sehstörungen (z.B. Ihr Sichtfeld wird kleiner), Hörstörungen, Schwindel oder Konzentrationsstörungen leiden – diese Symptome können möglicherweise das Ergebnis einer zu hohen Abgaskonzentration sein – Unfallgefahr!

Betreiben Sie Ihr Motorgerät so, dass es ein Minimum an Lärm und Emissionen erzeugt – lassen Sie den Motor nicht unnötig laufen, beschleunigen Sie den Motor nur bei der Arbeit.

Um das Brandrisiko zu reduzieren, rauchen Sie nicht während Sie Ihr Motorgerät bedienen oder sich in dessen Nähe aufhalten. Brennbare Kraftstoffdämpfe können aus dem Kraftstoffsystem entweichen.

Staub, Dämpfe und Rauch, die während der Arbeit entstehen, können gesundheitsschädlich sein. Tragen Sie bei starker Staub- oder Rauchentwicklung Atemschutz.

Wenn Ihr Motorgerät ungewöhnlich hohen Belastungen ausgesetzt ist, für die es nicht ausgelegt war (z.B. starker Stoß oder Sturz), überprüfen Sie immer, ob es sich in gutem Zustand befindet, bevor Sie die Arbeit fortsetzen – siehe auch "Vor dem Start".

Überprüfen Sie insbesondere, dass das Kraftstoffsystem keine Lecks aufweist und die Sicherheitsausrüstung voll funktionsfähig ist. Verwenden Sie niemals ein Motorgerät, das nicht mehr sicher zu bedienen ist. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an einen Händler.

Betreiben Sie Ihr Motorgerät nicht in der Startgasstellung – die Motordrehzahl kann in dieser Position nicht kontrolliert werden.

Um das Verletzungsrisiko zu reduzieren, berühren Sie das Bohrwerkzeug und die Bohrspindel nur, wenn der Motor gestoppt ist und das Bohrwerkzeug stillsteht.


Vermeiden Sie Kontakt mit stromführenden Leitungen – Stromschlaggefahr!

Halten Sie die Maschine fest, damit plötzliche Stöße abgefangen werden können – wenden Sie beim Bohren nur einen geringen Druck an.


Besondere Vorsicht ist geboten bei Arbeiten in steinigen Gebieten oder Böden mit Wurzeln.

Bohrlöcher abdecken und sichern.

Um das Verletzungsrisiko zu reduzieren, stellen Sie den Motor ab und aktivieren Sie die Bohrerbremse, bevor Sie den Bohrer wechseln.

Berühren Sie keine Maschinenteile, insbesondere nicht den Schalldämpfer – Verbrennungsgefahr.

Stellen Sie den Motor immer ab, bevor Sie das Gerät unbeaufsichtigt lassen.

Überprüfen Sie Bohrwerkzeuge während des Betriebs in regelmäßigen kurzen Abständen oder sofort, wenn sich das Betriebsverhalten merklich ändert. Ersetzen Sie beschädigte oder stumpfe Bohrwerkzeuge und Klingen sofort.

Vibrationen

Eine längere Benutzung des Motorgeräts kann zu vibrationsbedingten Durchblutungsstörungen in den Händen (Weißfingerkrankheit) führen.

Es kann keine allgemeine Empfehlung für die Dauer der Nutzung gegeben werden, da diese von mehreren Faktoren abhängt.

Die Nutzungsdauer wird verlängert durch:

  • Handschutz (Tragen von warmen Handschuhen)
  • Arbeitspausen

Die Nutzungsdauer wird verkürzt durch:

  • Persönliche Neigung zu Durchblutungsstörungen (Symptome: häufig kalte Finger, Kribbeln).
  • Niedrige Außentemperaturen.
  • Die Kraft, mit der die Griffe gehalten werden (ein fester Griff schränkt die Durchblutung ein).

Dauerhafte und regelmäßige Benutzer sollten den Zustand ihrer Hände und Finger genau überwachen. Treten die oben genannten Symptome auf (z.B. Kribbeln in den Fingern), suchen Sie ärztlichen Rat.

Wartung und Reparaturen

Warten Sie die Maschine regelmäßig. Versuchen Sie keine Wartungs- oder Reparaturarbeiten, die nicht in der Bedienungsanleitung beschrieben sind. Lassen Sie alle anderen Arbeiten von einem Fachhändler durchführen.

STIHL empfiehlt, Wartungs- und Reparaturarbeiten ausschließlich von einem autorisierten STIHL Fachhändler durchführen zu lassen. STIHL Händler erhalten regelmäßig die Möglichkeit, an Schulungen teilzunehmen und werden mit den notwendigen technischen Informationen versorgt.

Verwenden Sie nur hochwertige Ersatzteile, um das Risiko von Unfällen und Schäden an der Maschine zu vermeiden. Bei Fragen hierzu wenden Sie sich an einen Fachhändler.

STIHL empfiehlt die Verwendung von original STIHL Ersatzteilen. Diese sind speziell auf Ihr Modell abgestimmt und erfüllen Ihre Leistungsanforderungen.

Um das Risiko von Verletzungen durch unbeabsichtigtes Starten des Motors zu reduzieren, stellen Sie immer den Motor ab und trennen Sie den Zündkerzenstecker bevor Sie Reparatur-, Wartungs- oder Reinigungsarbeiten durchführen. – Ausnahme: Vergaser- und Leerlaufeinstellungen.

Versuchen Sie nicht, den Motor mit entferntem Zündkerzenstecker oder Zündkerze über den Anlasser zu drehen, da sonst Brandgefahr durch unkontrolliertes Funken entsteht.

Um das Brandrisiko zu reduzieren, warten oder lagern Sie Ihre Maschine nicht in der Nähe von offenen Flammen.

Überprüfen Sie den Tankdeckel in regelmäßigen Abständen auf Undichtigkeiten.

Verwenden Sie nur eine von STIHL zugelassene Zündkerze und stellen Sie sicher, dass sie in gutem Zustand ist – siehe "Technische Daten".

Überprüfen Sie das Zündkabel (Isolierung in gutem Zustand, sichere Verbindung).

Überprüfen Sie den Zustand des Schalldämpfers.

Um das Risiko von Brand und Gehörschäden zu reduzieren, betreiben Sie Ihre Maschine nicht, wenn der Schalldämpfer beschädigt ist oder fehlt. –

Berühren Sie keinen heißen Schalldämpfer, da dies zu Verbrennungen führt.

Das Vibrationsverhalten wird durch den Zustand der AV-Elemente beeinflusst – überprüfen Sie die AV-Elemente in regelmäßigen Abständen.

Wartung, Austausch oder Reparatur der Emissionskontrollvorrichtungen und -systeme können von jeder nicht-straßengebundenen Motorreparaturwerkstatt oder Einzelperson durchgeführt werden. Wenn Sie jedoch einen Garantieanspruch für eine Komponente geltend machen, die nicht ordnungsgemäß gewartet oder instandgehalten wurde, kann STIHL die Deckung verweigern.

Für Wartungsarbeiten beachten Sie bitte die Wartungstabelle und die Garantieerklärung am Ende der Bedienungsanleitung.

Zusammenbau des Geräts

Anbringen des Aktivierungshebels für die Bohrerbremse

  • Den Aktivierungshebel (1) in die Klemme stecken
  • Den Halter (2) auf den Aktivierungshebel setzen
  • Die Befestigungsschrauben (3) einschrauben und festziehen

Anbringen des Stützkissens

  • Das Stützkissen (1) mit den Laschen (2) in die Langlöcher des Griffrahmens einhaken
  • Das Stützkissen hochklappen
  • Das Stützkissen mit den Klettstreifen (3) am Lenker befestigen – das Gaszugkabel nicht einklemmen

Gaszug einstellen

Nach dem Zusammenbau der Maschine oder nach längerer Betriebszeit kann es notwendig sein, die Einstellung des Gaszugs zu korrigieren.

Den Gaszug nur bei vollständig und korrekt zusammengebauter Maschine einstellen.

  • Den Gashebel auf die Vollgasstellung bringen.
  • Die Schraube im Gashebel im Uhrzeigersinn drehen, bis ein erster Widerstand spürbar ist. Dann eine weitere halbe Umdrehung in dieselbe Richtung drehen.

Kraftstoff

Dieser Motor ist für den Betrieb mit bleifreiem Benzin und dem STIHL Zweitaktmotoröl im Mischungsverhältnis 50:1 zertifiziert.

Ihr Motor benötigt eine Mischung aus hochwertigem Benzin und luftgekühltem Zweitaktmotoröl.

Verwenden Sie bleifreies Benzin mittlerer Qualität mit einer Mindestoktanzahl von 89 ((R+M)/2) und nicht mehr als 10 % Ethanolanteil.

Warnung HINWEIS
Kraftstoff mit einer Oktanzahl unter 89 kann die Motortemperaturen erhöhen. Dies wiederum erhöht das Risiko von Kolbenfressern und Motorschäden.

Auch die chemische Zusammensetzung des Kraftstoffs ist wichtig. Einige Kraftstoffadditive beeinträchtigen nicht nur Elastomere (Vergaser-Membranen, Wellendichtringe, Kraftstoffleitungen usw.), sondern auch Magnesiumgussteile und Katalysatoren. Dies könnte zu Laufproblemen oder Motorschäden führen. Aus diesem Grund empfiehlt STIHL, nur hochwertiges bleifreies Benzin zu verwenden!

Warnung HINWEIS
Benzin mit einem Ethanolanteil von mehr als 10 % kann Laufprobleme und größere Schäden an Motoren verursachen und sollte nicht verwendet werden.
Weitere Details finden Sie unter www.STIHLusa.com/ethanol

Der Ethanolanteil im Benzin beeinflusst die Motordrehzahl – es kann erforderlich sein, den Vergaser neu einzustellen, wenn Sie Kraftstoffe mit unterschiedlichem Ethanolanteil verwenden.

Warnung
Um das Risiko von Personenschäden durch Kontrollverlust und/oder Kontakt mit dem laufenden Schneidwerkzeug zu verringern, verwenden Sie Ihr Gerät nicht mit einer falschen Leerlaufeinstellung. Bei korrekter Leerlaufdrehzahl sollte das Schneidwerkzeug sich nicht bewegen.

Wenn die Leerlaufdrehzahl Ihrer Maschine falsch eingestellt ist, lassen Sie Ihre Maschine von Ihrem autorisierten STIHL Fachhändler überprüfen und die entsprechenden Einstellungen und Reparaturen vornehmen.

Die Leerlaufdrehzahl und die Höchstdrehzahl des Motors ändern sich, wenn Sie von einem Kraftstoff mit einem bestimmten Ethanolanteil auf einen Kraftstoff mit einem viel höheren oder niedrigeren Ethanolanteil umstellen.

Dieses Problem kann vermieden werden, indem immer Kraftstoff mit dem gleichen Ethanolanteil verwendet wird.

Um die maximale Leistung Ihres STIHL Motors zu gewährleisten, verwenden Sie ein hochwertiges Zweitaktmotoröl. Um Ihren Motor sauberer laufen zu lassen und schädliche Kohlenstoffablagerungen zu reduzieren, empfiehlt STIHL die Verwendung von STIHL HP Ultra Zweitaktmotoröl oder fragen Sie Ihren Händler nach einem gleichwertigen vollsynthetischen Zweitaktmotoröl.

Um die Anforderungen von EPA und CARB zu erfüllen, empfehlen wir die Verwendung von STIHL HP Ultra Öl.

STIHL MotoMix

STIHL empfiehlt die Verwendung von STIHL MotoMix. STIHL MotoMix hat eine hohe Oktanzahl und stellt sicher, dass Sie immer das richtige Benzin-/Öl-Mischungsverhältnis verwenden.

STIHL MotoMix verwendet STIHL HP Ultra Zweitaktmotoröl, das für Hochleistungsmotoren geeignet ist. Weitere Details finden Sie unter www.STIHLusa.com/ethanol

Wenn Sie kein MotoMix verwenden, verwenden Sie nur STIHL Zweitaktmotoröl oder gleichwertige hochwertige Zweitaktmotoröle, die für den Einsatz in luftgekühlten Zweitaktmotoren entwickelt wurden.

Die Verwendung von nicht saisonalen Benzinmischungen kann das Potenzial für Druckaufbau im Kraftstofftank während des Betriebs erhöhen. Zum Beispiel führt die Verwendung einer Wintermischung im Sommer zu einem erhöhten Druck im Kraftstofftank. Verwenden Sie immer Benzinmischungen, die der Jahreszeit, der Höhe und anderen Umweltfaktoren entsprechen.

Verwenden Sie keine NMMA oder TCW bewerteten (wassergekühlten Zweitakt-) Mischöle oder andere Mischöle, die angeben, dass sie für den Einsatz in sowohl wassergekühlten als auch luftgekühlten Motoren geeignet sind (z. B. Außenbordmotoren, Schneemobile, Kettensägen, Mopeds usw.).

Warnung
Seien Sie vorsichtig beim Umgang mit Benzin. Vermeiden Sie direkten Hautkontakt und das Einatmen von Kraftstoffdämpfen. Beim Tanken an der Zapfsäule nehmen Sie den Behälter zuerst aus Ihrem Fahrzeug und stellen ihn auf den Boden, bevor Sie ihn befüllen. Um das Risiko von Funkenbildung durch statische Entladung und daraus resultierendem Brand und/oder Explosion zu verringern, befüllen Sie keine Kraftstoffbehälter, die sich in oder auf einem Fahrzeug oder Anhänger befinden.

Der Behälter sollte fest verschlossen gehalten werden, um die Menge an Feuchtigkeit zu begrenzen, die in die Mischung gelangt.

Der Kraftstofftank der Maschine sollte bei Bedarf gereinigt werden.

Kraftstoffgemisch altert

Wenn Sie kein MotoMix verwenden, mischen Sie nur ausreichend Kraftstoff für einige Arbeitstage, die 30 Tage Lagerung nicht überschreiten sollten. Nur in zugelassenen Kraftstoffbehältern lagern. Beim Mischen zuerst Öl in den Behälter gießen und dann Benzin hinzufügen. Den Behälter schließen und von Hand schütteln, um eine ordnungsgemäße Mischung aus Öl und Benzin zu gewährleisten.

Warnung
Das Schütteln von Kraftstoff kann einen Druckaufbau im Kraftstoffbehälter verursachen. Um das Risiko von Brand und schweren Personenschäden oder Sachschäden durch Kraftstoffspritzer zu verringern, lassen Sie den Kraftstoffbehälter vor dem Öffnen einige Minuten stehen. Öffnen Sie den Behälter langsam, um eventuelle Restdrücke abzulassen. Öffnen Sie den Kraftstoffbehälter niemals in der Nähe einer Zündquelle. Lesen und befolgen Sie alle Warnungen und Anweisungen, die Ihrem Kraftstoffbehälter beiliegen.

Benzin Öl (STIHL 50:1 oder gleichwertige hochwertige Öle)
US Gal. US fl.oz.
1 2.6
2 1/2 6.4
5 12.8

Leere Mischölbehälter nur an zugelassenen Entsorgungsstellen entsorgen.

Betanken

Vorbereitungen

  • Vor dem Betanken den Tankdeckel und den Bereich darum reinigen, um sicherzustellen, dass kein Schmutz in den Tank gelangt.
  • Die Maschine so positionieren, dass der Tankdeckel nach oben zeigt.

Tankdeckel öffnen

  • Den Deckel gegen den Uhrzeigersinn drehen, bis er von der Tanköffnung entfernt werden kann.
  • Den Tankdeckel entfernen.

Kraftstoff einfüllen

Achten Sie darauf, beim Tanken keinen Kraftstoff zu verschütten und den Tank nicht zu überfüllen.

STIHL empfiehlt die Verwendung des STIHL Füllstutzens für Kraftstoff (Sonderzubehör).

  • Kraftstoff einfüllen.

Tankdeckel schließen

  • Den Deckel in die Öffnung setzen.
  • Den Deckel im Uhrzeigersinn bis zum Anschlag drehen und so fest wie möglich von Hand anziehen.

Bohrerbremse

Bohrerbremse einschalten

  • Den Aktivierungshebel in Stellung A bringen.
    • beim Starten
    • im Leerlauf
    • um einen eingeklemmten Bohrer zu lösen

Wenn der Bohrer an einem Hindernis im Loch (z. B. Wurzeln oder Steinen) hängen bleibt, beginnt sich die Maschine gegen den Uhrzeigersinn zu drehen – der Aktivierungshebel wird gegen den Oberschenkel des Bedieners gedrückt und betätigt so die Bohrerbremse.

Bohrerbremse ausschalten

  • Den Aktivierungshebel in Stellung B bringen

Funktion der Bohrerbremse prüfen

Die Bohrerbremse unterliegt normalem Verschleiß. Überprüfen Sie regelmäßig ihre einwandfreie Funktion, bevor Sie mit der Arbeit beginnen und nachdem Sie einen eingeklemmten Bohrer gelöst haben.

Vor Arbeitsbeginn und nach dem Lösen eines eingeklemmten Bohrers

  • Bei laufendem Motor im Leerlauf die Bohrerbremse einschalten und dann für nicht mehr als 3 Sekunden Vollgas geben – der Bohrer darf sich nicht drehen.

Sollte die Bohrerbremse ausfallen, lassen Sie diese umgehend von Ihrem Händler reparieren – STIHL empfiehlt, diese Arbeiten von einem STIHL Servicehändler durchführen zu lassen.

Bohrer anbringen

  • Motor abstellen und Bohrerbremse einschalten – siehe "Bohrerbremse".
  • Die Maschine abstellen.
  • Den Haltebolzen (1) aus dem Bohrerschaft ziehen.
  • Den Bohrer (2) auf die Bohrspindel schieben, sodass die Löcher (3) übereinstimmen.
  • Den Haltebolzen in das Loch stecken.
  • Der Federclip am Haltebolzen muss eng um den Bohrerschaft passen.

Motor starten / stoppen

Bohrerbremse einschalten

  • Den Aktivierungshebel in Stellung A bringen. Die Bohrerbremse ist eingeschaltet und der Bohrer blockiert.

Bedienelemente

  1. Gashebelsperre
  2. Gashebel
  3. Stoppschalter mit den Stellungen Run (Lauf) und Stop (Stopp). Den Stoppschalter () drücken, um die Zündung auszuschalten – siehe "Funktion von Stoppschalter und Zündsystem".

Funktion von Stoppschalter und Zündsystem

Der Stoppschalter befindet sich normalerweise in der Stellung Run (Lauf), d.h. wenn er nicht gedrückt wird: Die Zündung ist eingeschaltet – der Motor ist startbereit. Den Stoppschalter betätigen, um die Zündung auszuschalten. Die Zündung wird nach dem Abstellen des Motors automatisch wieder eingeschaltet.

Motor starten

  • Die manuelle Kraftstoffpumpe (9) mindestens fünfmal drücken – auch wenn der Balg bereits mit Kraftstoff gefüllt ist.
  • Den Chokeknopf (8) ganz eindrücken und in die gewünschte Position drehen – er muss einrasten
    wenn der Motor kalt ist
    für den Warmstart – diese Position auch verwenden, wenn der Motor gelaufen ist, aber noch kalt ist.

Anwerfen

  • Das Gerät auf den Boden stellen:
  • Überprüfen, ob die Bohrerbremse eingeschaltet ist.
  • Einen sicheren und festen Stand gewährleisten.
  • Den linken Fuß auf den Griffrahmen stellen.
  • Die linke Hand auf den Griffrahmen legen – Gashebel oder Sperrhebel nicht berühren – der Daumen sollte unter dem Lüftergehäuse sein.
  • Den Startergriff mit der rechten Hand halten.
  • Den Startergriff langsam ziehen, bis er einrastet, und dann kräftig und zügig ziehen.

Warnung HINWEIS
Das Starterseil nicht ganz herausziehen – es könnte sonst reißen.

  • Den Startergriff nicht zurückschnellen lassen. Langsam in das Gehäuse zurückführen, damit das Starterseil ordnungsgemäß aufgewickelt werden kann.
  • Weiter anwerfen, bis der Motor läuft.

Sobald der Motor läuft

  • Gashebelsperre drücken und sofort kurz Gas geben – der Chokeknopf bewegt sich in die Laufstellung F.

Warnung HINWEIS
Da die Bohrerbremse noch eingeschaltet ist, muss der Motor sofort in den Leerlauf zurückgebracht werden – andernfalls könnte die Kupplung beschädigt werden.

  • Die Maschine auf die Bohrspitze stellen.
  • Die Bohrerbremse durch Bewegen des Aktivierungshebels in Stellung B ausschalten. Ihr Erdbohrer ist nun betriebsbereit.

Warnung
Stellen Sie sicher, dass der Vergaser korrekt eingestellt ist. Der Bohrer darf sich nicht drehen, wenn der Motor im Leerlauf ist.

Ihre Maschine ist nun betriebsbereit.

Motor abstellen

  • Den momentanen Stoppschalter drücken – der Motor stoppt – den Stoppschalter loslassen – er springt in die Laufstellung zurück.

Weitere Hinweise zum Starten

Motor stirbt in Kaltstartposition ab oder bei Beschleunigung.

  • Den Chokeknopf auf bewegen und weiter anwerfen, bis der Motor läuft.

Motor startet nicht in Warmstartposition

  • Den Chokeknopf auf bewegen und weiter anwerfen, bis der Motor läuft.

Wenn der Motor nicht startet

  • Überprüfen, ob alle Einstellungen korrekt sind.
  • Überprüfen, ob Kraftstoff im Tank ist und gegebenenfalls nachtanken.
  • Überprüfen, ob der Zündkerzenstecker richtig angeschlossen ist.
  • Den Startvorgang wiederholen.

Motor ist abgesoffen

  • Den Chokeknopf auf F bewegen und weiter anwerfen, bis der Motor läuft.

Kraftstofftank vollständig leergefahren

  • Nach dem Betanken die manuelle Kraftstoffpumpe mindestens 5 Mal drücken – auch wenn der Balg bereits mit Kraftstoff gefüllt ist.
  • Den Chokeknopf der Motortemperatur entsprechend einstellen.
  • Nun den Motor starten.

Bedienungsanleitung

Während der Einlaufzeit

Eine fabrikneue Maschine sollte für die ersten drei Tankfüllungen nicht mit hohen Drehzahlen (Vollgas ohne Last) betrieben werden. Dies vermeidet unnötig hohe Belastungen während der Einlaufzeit. Da alle beweglichen Teile während der Einlaufzeit einlaufen müssen, sind die Reibungswiderstände im Motor in dieser Zeit größer. Der Motor erreicht seine maximale Leistung nach etwa 5 bis 15 Tankfüllungen.

Während des Betriebs

Nach einem längeren Vollgasbetrieb sollte der Motor kurze Zeit im Leerlauf laufen, damit die Motorwärme durch den Kühlluftstrom abgeführt werden kann. Dies schützt am Motor montierte Komponenten (Zündung, Vergaser) vor thermischer Überlastung.

Nach Beendigung der Arbeit

Kurzzeitlagerung: Warten Sie, bis der Motor abgekühlt ist. Um Kondenswasserbildung zu vermeiden, füllen Sie den Kraftstofftank und bewahren Sie die Maschine an einem trockenen Ort, fern von Zündquellen, auf, bis Sie sie wieder benötigen. Bei längeren Außerbetriebszeiten – siehe „Lagern der Maschine“.

Arbeiten mit Wellenverlängerung (Sonderzubehör)

Die Wellenverlängerung erst anbringen, wenn die gesamte Länge des Bohrers im Loch ist.


Das Ansetzen eines Loches mit angebrachter Wellenverlängerung erhöht das Verletzungsrisiko, da das Gerät dann auf Brusthöhe ist und nicht richtig kontrolliert werden kann. Aus demselben Grund muss die Wellenverlängerung entfernt werden, bevor der Bohrer vollständig aus dem Loch gezogen wird.

Lösen eines eingeklemmten Bohrers

Wenn der Bohrer im Bohrloch stecken bleibt

  • Motor sofort abstellen.
  • Den Momentkontakt-Stoppschalter drücken – der Motor stoppt – den Stoppschalter loslassen – er springt in die Betriebsstellung zurück.
  • Die Bohrerbremse durch Bewegen des Betätigungshebels in Position A einlegen.
  • Die gesamte Maschine gegen den Uhrzeigersinn drehen, um den Bohrer aus dem Boden zu drehen.
  • Nach dem Lösen des eingeklemmten Bohrers die Funktion der Bohrerbremse prüfen – siehe „Bohrerbremse“.

Luftfilter ersetzen

Filter haben eine durchschnittliche Lebensdauer von mehr als einem Jahr. Entfernen Sie die Filterabdeckung nicht und ersetzen Sie den Luftfilter nicht, solange kein spürbarer Leistungsverlust vorliegt.

Bei spürbarem Leistungsverlust des Motors

  • Polsterung vom Handgriffrahmen entfernen.
  • Chokeknopf auf drehen.
  • Schrauben (1) herausnehmen.
  • Filterabdeckung (2) abnehmen.
  • Loser Schmutz um den Filter herum reinigen.
  • Filterelement (3) entnehmen.
  • Verschmutzten oder beschädigten Filter ersetzen.
  • Beschädigte Teile ersetzen.

Filterelement einbauen

  • Filterelement in das Filtergehäuse einsetzen und Abdeckung montieren.
  • Schrauben anbringen und fest anziehen.
  • Polsterung anbringen – siehe „Montage des Geräts“.

Motormanagement

Abgasemissionen werden durch die Konstruktion des Motors und der Komponenten (z. B. Vergasung, Zündung, Steuerzeiten und Ventil- oder Kanalsteuerung) kontrolliert.

Vergaser einstellen

Der Vergaser wurde werkseitig eingestellt, um unter den meisten Betriebsbedingungen ein optimales Kraftstoff-Luft-Gemisch zu gewährleisten.

Leerlaufdrehzahl einstellen

Motor stoppt im Leerlauf

  • Motor ca. 3 Minuten warmlaufen lassen.
  • Die Leerlaufdrehzahlschraube (LA) langsam im Uhrzeigersinn drehen, bis der Motor ruhig läuft – der Bohrer darf sich nicht drehen.

Bohrer dreht sich, wenn der Motor im Leerlauf ist

  • Die Leerlaufdrehzahlschraube (LA) langsam gegen den Uhrzeigersinn drehen, bis der Bohrer aufhört sich zu drehen, und die Schraube dann noch etwa 1/2 bis 3/4 Umdrehung in dieselbe Richtung drehen.


Wenn sich der Bohrer im Leerlauf weiterdreht, lassen Sie Ihre Maschine von Ihrem Fachhändler überprüfen und reparieren.

Funkenschutzgitter im Schalldämpfer


Um das Brandrisiko durch heiße Partikel, die aus der Maschine austreten, zu verringern, betreiben Sie die Maschine niemals ohne Funkenschutzgitter oder mit beschädigtem Funkenschutzgitter. Verändern Sie den Schalldämpfer oder das Funkenschutzgitter nicht.

Warnung HINWEIS
Gemäß den Gesetzen oder Vorschriften in einigen Ländern oder Bundesstaaten dürfen bestimmte Arbeiten nur ausgeführt werden, wenn ein ordnungsgemäß gewartetes Funkenschutzgitter vorhanden ist.

  • Wenn der Motor an Leistung verliert, überprüfen Sie das Funkenschutzgitter im Schalldämpfer.
  • Schalldämpfer abkühlen lassen
  • Schraube (4) lösen
  • Funkenschutzgitter (5) anheben und herausziehen.
  • Funkenschutzgitter (5) reinigen. Wenn das Gitter beschädigt oder stark verkokt ist, ein neues einbauen.
  • Funkenschutzgitter (5) wieder einsetzen
  • Schraube (4) einsetzen und festziehen

Zündkerze

  • Wenn der Motor an Leistung verliert, schwer startet oder im Leerlauf schlecht läuft, überprüfen Sie zuerst die Zündkerze.
  • Nach etwa 100 Betriebsstunden – oder früher, wenn die Elektroden stark erodiert sind – eine neue Zündkerze einbauen. Verwenden Sie nur entstörte Zündkerzen des von STIHL zugelassenen Typs – siehe „Technische Daten“.

Zündkerze ausbauen

  • Abdeckung (1) abnehmen.
  • Zündkerzenstecker (2) abziehen.
  • Zündkerze (3) herausschrauben.
  • Verschmutzte Zündkerze reinigen.
  • Elektrodenabstand (A) prüfen und bei Bedarf nachstellen – siehe „Technische Daten“.
  • Beheben Sie die Probleme, die zur Verschmutzung der Zündkerze geführt haben.

Mögliche Ursachen sind:

  • Zu viel Öl im Kraftstoffgemisch.
  • Verschmutzter Luftfilter.
  • Ungünstige Betriebsbedingungen.


Bei loser oder fehlender Adaptermutter (1) kann es zu Funkenbildung kommen. Das Arbeiten in einer leicht brennbaren oder explosiven Atmosphäre kann einen Brand oder eine Explosion verursachen. Dies kann zu schweren Verletzungen oder Sachschäden führen.

  • Verwenden Sie entstörte Zündkerzen mit einer ordnungsgemäß angezogenen Adaptermutter.

Zündkerze einbauen

  • Zündkerze (3) in den Zylinder einschrauben.
  • Zündkerze (3) mit dem Kombischlüssel festziehen.
  • Stecker (2) fest auf die Zündkerze drücken.
  • Abdeckung (1) anbringen und festschrauben.

Motorlaufverhalten

Wenn das Motorlaufverhalten nach der Wartung des Luftfilters und der korrekten Einstellung von Vergaser und Gaszug immer noch unbefriedigend ist, kann die Ursache auch im Schalldämpfer liegen.

Lassen Sie den Schalldämpfer von einem Fachhändler auf Verunreinigungen (Verkokung) überprüfen!

STIHL empfiehlt, Wartungs- und Reparaturarbeiten nur von autorisierten STIHL Fachhändlern durchführen zu lassen.

Getriebe schmieren

Fettstand nach jeweils 50 Betriebsstunden prüfen und bei Bedarf nachschmieren.

  • Schraubverschluss (1) entfernen.
  • Wenn kein Fett an der Innenseite des Schraubverschlusses (1) zu sehen ist: Die Tube (2) des STIHL Getriebeschmierstoffes (Sonderzubehör) in die Einfüllöffnung schrauben.
  • Etwa 5 - 10 g (1/5 - 2/5 oz) Fett in das Getriebe drücken.

Warnung HINWEIS
Das Getriebe nicht vollständig mit Fett füllen.

  • Tube (2) abschrauben.
  • Schraubverschluss (1) einsetzen und fest anziehen.

Lagern der Maschine

Bei Nichtgebrauch für Zeiträume von etwa 30 Tagen oder länger.

  • Bohrwerkzeug entfernen
  • Kraftstofftank in einem gut belüfteten Bereich entleeren und reinigen.
  • Kraftstoff gemäß den örtlichen Umweltvorschriften ordnungsgemäß entsorgen.
  • Wenn eine manuelle Kraftstoffpumpe montiert ist: Die manuelle Kraftstoffpumpe mindestens 5 Mal drücken.
  • Motor starten und im Leerlauf laufen lassen, bis er stoppt
  • Maschine gründlich reinigen
  • Maschine an einem trockenen und sicheren Ort aufbewahren. Außerhalb der Reichweite von Kindern und anderen unbefugten Personen aufbewahren.

Wartung und Pflege

Wartung und Pflege - Teil 1Wartung und Pflege - Teil 2

1) STIHL empfiehlt STIHL Fachhändler
2) Nur bei spürbarem Leistungsverlust des Motors

Hauptteile

Hauptteile

  1. Stoppschalter
  2. Gashebelsperre
  3. Startergriff
  4. Luftfilterabdeckung
  5. Vergasereinstellschraube
  6. Tankverschluss
  7. Schraubverschluss
  8. Schalldämpfer mit Funkenschutzgitter
  9. Bohrspindel
  10. Polsterung
  11. Chokeknopf
  12. Manuelle Kraftstoffpumpe
  13. Zündkerzenabdeckung
  14. Gashebel
  15. Hebel zur Betätigung der Bohrerbremse
    # Seriennummer

Definitionen

  1. Stoppschalter
    Schaltet die Zündung des Motors aus und stoppt den Motor.
  2. Gashebelsperre
    Muss gedrückt werden, bevor der Gashebel betätigt werden kann.
  3. Startergriff
    Der Griff des Seilzugstarters zum Starten des Motors.
  4. Luftfilterabdeckung
    Deckt das Luftfilterelement ab und schützt es.
  5. Vergasereinstellschraube
    Zum Einstellen der Leerlaufdrehzahl.
  6. Tankverschluss
    Zum Verschließen des Kraftstofftanks.
  7. Schraubverschluss
    Dichtet die Einfüllöffnung für das Getriebefett ab.
  8. Schalldämpfer mit Funkenschutzgitter
    Schalldämpfer reduziert Abgasgeräusche und leitet Abgase vom Bediener weg. Das Funkenschutzgitter dient dazu, das Brandrisiko zu verringern.
  9. Bohrspindel
    Zum Anbringen des Futters oder Adapters an der Bohrmaschine.
  10. Polsterung
    Hilft, den Oberschenkel gegen den Handgriffrahmen zu polstern.
  11. Chokeknopf
    Erleichtert den Motorstart durch Anreicherung des Gemisches.
  12. Manuelle Kraftstoffpumpe
    Sorgt für zusätzliche Kraftstoffzufuhr beim Kaltstart.
  13. Zündkerzenabdeckung
    Deckt die Zündkerze ab und schützt sie.
  14. Gashebel
    Steuert die Motordrehzahl.
  15. Hebel zur Betätigung der Bohrerbremse
    Hebel zum Ein- und Auskuppeln der Bohrerbremse.

Technische Daten

EPA / CEPA

Die auf dem Emissions-Compliance-Label angegebene Emissions-Compliance-Periode gibt die Anzahl der Betriebsstunden an, für die der Motor die Anforderungen der Bundesemissionsvorschriften erfüllt hat.

Kategorie
A = 300 Stunden
B = 125 Stunden
C = 50 Stunden

Motor

STIHL Einzylinder-Viertaktmotor mit Gemischschmierung

Hubraum: 36.3cm3
Zylinderbohrung: 43 mm
Kolbenhub: 25 mm
Motorleistung gem. 1.4 kW (1.9 PS)
ISO 8893: bei 8500 1/min
Leerlaufdrehzahl: 2800 U/min
Abschalt Drehzahl: 9500 U/min

Ventilspiel:

  • Einlassventil: 0.10 mm
  • Auslassventil: 0.10 mm

Zündanlage

Elektronische Magnetzündung

Zündkerze: NGK CMR 6H,
(entstört): BOSCH USR 4AC
Elektrodenabstand: 0.5 mm

Dieses Zündsystem erfüllt alle Anforderungen des kanadischen Standards für störungsverursachende Geräte CAN ICES-2/NMB-2.

Kraftstoffsystem

Allpositions-Membranvergaser mit integrierter Kraftstoffpumpe
Tankinhalt: 710 cm3 (0.71 l)

Bohrgetriebe

2-stufiges Stirnradgetriebe

Übersetzungsverhältnis: 47.5:1
Max. Spindeldrehzahl: 200 U/min
Max. Drehmoment an der Bohrspindel: 81 Nm
Schmierung: STIHL Getriebeschmierstoff für Freischneider

Gewicht

ohne Kraftstoff, ohne Bohrwerkzeug: 10 kg

Abmessungen

Länge mit Stützrahmen: 400 mm
Breite mit Stützrahmen: 530 mm
Höhe ohne Bohrwerkzeug: 365 mm

Ausstattungsmerkmale

Z Funkenschutz

Wartung und Reparaturen

Benutzer dieser Maschine dürfen nur die in dieser Bedienungsanleitung beschriebenen Wartungs- und Servicearbeiten durchführen. Alle anderen Reparaturen müssen von einem Servicehändler ausgeführt werden.

STIHL empfiehlt, Wartungs- und Reparaturarbeiten ausschließlich von einem autorisierten STIHL Fachhändler ausführen zu lassen. STIHL Fachhändler erhalten regelmäßig die Möglichkeit, an Schulungen teilzunehmen, und werden mit den notwendigen technischen Informationen versorgt.

Verwenden Sie bei der Reparatur der Maschine nur Ersatzteile, die von STIHL für dieses Motorgerät freigegeben oder technisch identisch sind. Verwenden Sie nur hochwertige Ersatzteile, um das Risiko von Unfällen und Schäden an der Maschine zu vermeiden.

STIHL empfiehlt die Verwendung von original STIHL Ersatzteilen.

Original STIHL Ersatzteile sind erkennbar an der STIHL Teilenummer, dem Logo und dem STIHL Teilesymbol (das Symbol kann bei Kleinteilen auch allein erscheinen).

Anleitung herunterladen

Hier können Sie die vollständige PDF-Version des Handbuchs herunterladen. Sie kann zusätzliche Sicherheitsanweisungen, Garantieinformationen, FCC-Regeln usw. enthalten.

Stihl BT 131 Handbuch herunterladen

Verfügbare Sprachen

Inhaltsverzeichnis