Bosch B208 - I/O System Installationshandbuch

Übersicht

Das B208 Octo-input Module ist ein überwachtes 8-Punkt-Erweiterungsgerät, das über den SDI2-Bus mit Zentralen verbunden wird. Dieses Modul übermittelt der Zentrale alle Statusänderungen der Punkte. Die Eingänge sind über Schraubklemmverbindungen auf der Platine zugänglich.
Platinenübersicht
Abbildung 1.1: Platinenübersicht
Bezeichnung ― Beschreibung

  1. Heartbeat LED (blau)
  2. SDI2-Verbindungsklemmen (zur Zentrale oder zu zusätzlichen Modulen)
  3. SDI2-Klemmleiste (zur Zentrale oder zu zusätzlichen Modulen)
  4. Sabotageschalter-Anschluss
  5. Klemmanschluss (Punkteingänge)
  6. Adressschalter

SDI2-Adresseneinstellungen

Zwei Adressschalter bestimmen die Adresse für das B208 Octo-input Module. Die Zentrale verwendet die Adresse für die Kommunikation. Die Adresse bestimmt auch die Ausgangsnummern. Verwenden Sie einen Schlitzschraubendreher, um die beiden Adressschalter einzustellen.

InformationHINWEIS!
Das Modul liest die Adressschaltereinstellung nur während des Einschaltens. Wenn Sie die Schalter ändern, nachdem das Modul mit Strom versorgt wurde, müssen Sie die Stromversorgung des Moduls neu starten, um die neue Einstellung zu aktivieren.

Stellen Sie die Adressschalter gemäß der Zentralkonfiguration ein. Wenn mehrere B208-Module im selben System vorhanden sind, muss jedes B208-Modul eine eindeutige Adresse haben.
Die Adressschalter des Moduls liefern einen Zehner- und einen Einerwert für die Moduladresse. Für einstellige Adressnummern von 1 bis 9 stellen Sie den Zehnerschalter auf 0 und die Einerziffer auf die entsprechende Zahl ein. Abbildung 2.1 zeigt die Adressschaltereinstellung für die Adressen 1 und 11.
Adressschalter
Abbildung 2.1: Adressschalter

Gültige Adressen und Eingangsnummern pro Zentrale

Gültige B208-Adressen hängen von der Anzahl der Punkte ab, die von einer bestimmten Zentrale zugelassen werden. Adressen über 32 erfordern die B208-Firmware-Version 1.03.003 oder höher.

Zentrale Gültige B208-Adressen Zugehörige Punktnummern
B9512G 01 - 59 11 - 18, 21 - 28, 31 - 38, 41 - 48,
51 - 58, 61 - 68, 71 - 78,
81 - 88, 91 - 98, 101 - 108,
111 - 118, 121 - 128, 131 - 138,
141 - 148, 151 - 158, 161 - 168,
171 - 178, 181 - 188, 191 - 198,
201 - 208, 211 - 218, 221 - 228,
231 - 238, 241 - 248, 251 - 258,
261 - 268, 271 - 278, 281 - 288,
291 - 298, 301 - 308, 311 - 318,
321 - 328, 331 - 338, 341 - 348,
351 - 358, 361 - 368, 371 - 378,
381 - 388, 391 - 398, 401 - 408,
411 - 418, 421 - 428, 431 - 438,
441 - 448, 451 - 458, 461 - 468,
471 - 478, 481 - 488, 491 - 498,
501 - 508, 511 - 518, 521 - 528,
531 - 538, 541 - 548, 551 - 558,
561 - 568, 571 - 578, 581 - 588,
591 - 598
B8512G 01 - 09 11 - 18, 21 - 28, 31 - 38, 41 - 48,
51 - 58, 61 - 68, 71 - 78, 81 - 88,
91 - 98
B6512 01 - 09 11 - 18, 21 - 28, 31 - 38, 41 - 48,
51 - 58, 61 - 68, 71 - 78, 81 - 88,
91 - 96
B5512 01 - 04 11 - 18, 21 - 28, 31 - 38, 41 - 48
B4512 01 - 02 11 - 18, 21 - 28
D9412GV4 01 - 24 11 - 18, 21 - 28, 31 - 38, 41 - 48,
51 - 58, 61 - 68, 71 - 78,
81 - 88, 91 - 98, 101 - 108,
111 - 118, 121 - 127, 131 - 138,
141 - 148, 151 - 158, 161 - 168,
171 - 178, 181 - 188, 191 - 198,
201 - 208, 211 - 218, 221 - 228,
231 - 238, 241 - 247
D7412GV4 01 - 07 11 - 18, 21 - 28, 31 - 38, 41 - 48,
51 - 58, 61 - 68, 71 - 75
D7212GV4 01 - 03 11 - 18, 21 - 28, 31 - 38

Um die Punktnummern für jede Adresse zu bestimmen, multiplizieren Sie die Adressnummer mit 10 für die Basisnummer und verwenden Sie dann die Zahlen 1 bis 8 an der Einerstelle für die Punktnummern.

Installation

Nachdem Sie die Adressschalter für die richtige Adresse eingestellt haben, installieren Sie das Modul im Gehäuse und verdrahten Sie es anschließend mit dem Bedienfeld.


Trennen Sie vor dem Herstellen von Verbindungen die gesamte Stromversorgung (Wechselstrom und Batterie). Andernfalls kann dies zu Personen- und/oder Geräteschäden führen.

Montage des Moduls im Gehäuse

Montieren Sie das Modul mit den mitgelieferten Befestigungsschrauben und der Montagehalterung in das 3-Loch-Montagemuster des Gehäuses. Siehe Abbildung 3.1.
Montage des Moduls im Gehäuse
Abbildung 3.1: Montage des Moduls im Gehäuse
Detailbezeichnung ― Beschreibung

  1. Modul mit installierter Montagehalterung
  2. Gehäuse
  3. Befestigungsschrauben (3)

Montage und Verdrahtung des Sabotageschalters

Sie können einen optionalen Gehäusetür-Sabotageschalter für ein Modul in einem Gehäuse anschließen. Installation des optionalen Sabotageschalters:

  1. Montieren Sie den ICP-EZTS Sabotageschalter (T/N: F01U009269) an der Sabotageschalter-Montagestelle des Gehäuses. Vollständige Anweisungen finden Sie in der EZTS Abdeckung und Wand-Sabotageschalter Installationsanleitung (T/N: F01U003734).
  2. Stecken Sie das Sabotageschalterkabel auf den Sabotageschalteranschluss des Moduls. Siehe Abbildung 1.1.

Verdrahtung zum Bedienfeld

Wenn Sie das Modul an ein Bedienfeld verdrahten, können Sie entweder die Klemmenleiste des Moduls, die mit PWR, A, B und COM beschriftet ist, oder die Verbindungsverdrahtungsstecker des Moduls (Kabel im Lieferumfang enthalten) verwenden. Die Verbindungsverdrahtung verläuft parallel zu den Klemmen PWR, A, B und COM auf der Klemmenleiste. Abbildung 1.1 zeigt die Position sowohl der Klemmenleiste als auch der Verbindungsstecker am Modul. Siehe Abbildungen 3.2, 3.3 und 3.4.

InformationHINWEIS!
Verwenden Sie entweder die Klemmenleistenverdrahtung oder den Verbindungsverdrahtungsstecker zum Bedienfeld. Verwenden Sie nicht beide. Beim Anschließen mehrerer Module können Sie Klemmenleiste und Verbindungsverdrahtungsstecker in Reihe schalten.

Verwendung von Klemmleisten- oder Verbindungskabel
Abbildung 3.2: Verwendung von Klemmleisten- oder Verbindungskabelverdrahtung (D9412GV4 dargestellt)
Detailbezeichnung ― Beschreibung

  1. Klemmleistenverdrahtung (SDI2)
  2. Verbindungskabel (T/N: F01U079745) (im Lieferumfang enthalten)

Installation mehrerer Module über die SDI2-Klemmleiste
Abbildung 3.3: Installation mehrerer Module über die SDI2-Klemmleiste (D9412GV4 dargestellt)
Detailbezeichnung ― Beschreibung

  1. Bosch Zentralenbedienfeld
  2. B208 Module

Installation von Modulen über den SDI2-Verbindungsverdrahtungsstecker
Abbildung 3.4: Installation mehrerer Module über den SDI2-Verbindungsverdrahtungsstecker (D9412GV4 dargestellt)
Detailbezeichnung ― Beschreibung

  1. Bosch Zentralenbedienfeld
  2. B208 Module

Sensorschleifenverdrahtung

Der Drahtwiderstand an jeder Sensorschleife muss bei angeschlossenen Meldern weniger als 100 Ω betragen. Die Klemmenleiste unterstützt 12 bis 22 AWG (0,65 bis 2 mm) Drähte.
Das B208 erkennt offene, kurzgeschlossene, normale und Erdschluss-Schaltungszustände an seinen Sensorschleifen und übermittelt die Zustände an das Bedienfeld. Jede Sensorschleife erhält eine Punktnummer und übermittelt einzeln an das Bedienfeld. Verlegen Sie Kabel entfernt von der Telefon- und AC-Verkabelung der Räumlichkeiten. Für den 1 kΩ dualen EOL-Widerstandsschaltungsstil bestellen Sie ICP-1K22AWG-10, eine Packung mit 10 1,0 kΩ EOL-Widerständen.
Verkabelung der Sensorschleife einfach (oben) und dual (unten)
Abbildung 3.5: Sensorschleifenverdrahtung einfach (oben) und dual (unten)
Detailbezeichnung ― Beschreibung

  1. Anschlüsse für Punktsensorschleifen
  2. Normalerweise geschlossenes Gerät (Kontakt)
  3. 1 kΩ Widerstand am Gerät
  4. 1 kΩ Widerstand am Ende der Leitung (EOL)
  5. Normalerweise offenes Gerät (Kontakt)

Dual EOL erfordert die B208-Firmware v1.05.001 oder höher. Dual EOL erfüllt die Anforderung des doppelten Schutzes für ULC-Installationen mit mittlerem bis hohem Risiko.

LED-Beschreibungen

Das Modul enthält eine blaue Heartbeat-LED, die anzeigt, dass das Modul mit Strom versorgt wird und den aktuellen Zustand des Moduls angibt. Siehe Tabelle 4.1.

Tabelle 4.1: LED-Beschreibungen
Blinkmuster Funktion
Blinkt einmal pro Sekunde
Normalzustand: Zeigt normalen Betriebszustand an.
3 schnelle Blinksignale pro Sekunde
Kommunikationsfehlerzustand: Zeigt an (das Modul befindet sich in einem „kein Kommunikationszustand“), was zu einem SDI2-Kommunikationsfehler führt.
DAUERHAFT EIN
LED-Fehlerzustand: Modul wird nicht mit Strom versorgt (nur bei DAUERHAFT AUS), oder eine andere Fehlerbedingung verhindert, dass das Modul die Heartbeat-LED steuert.
DAUERHAFT AUS

Firmware-Version anzeigen

So zeigen Sie die Firmware-Version mithilfe eines LED-Blinkmusters an:

  • Wenn der optionale Sabotageschalter installiert ist:
    Bei geöffneter Gehäusetür den Sabotageschalter aktivieren (Schalter drücken und loslassen).
  • Wenn der optionale Sabotageschalter NICHT installiert ist:
    Die Sabotage-Pins kurzschließen. Siehe Abbildung 5.1 für ein Beispiel eines Blinkmusters
    Firmware-LED-Blinkmuster
    Abbildung 5.1: Firmware-LED-Blinkmuster

Wenn der Sabotageschalter aktiviert wird, bleibt die Heartbeat-LED 3 Sekunden lang AUS, bevor die Firmware-Version angezeigt wird. Die LED pulsiert die Haupt-, Neben- und Mikro-Ziffern der Firmware-Version, mit einer 1-Sekunden-Pause nach jeder Ziffer. Im folgenden Beispiel wird Version 1.4.3 als LED-Blinken angezeigt:
[3 Sekunden Pause] [3 Sekunden Pause, dann normaler Betrieb].

Zertifizierungen

Region
USA UL 365 - Einbruchmeldeanlagen und -systeme für Polizeistationen
UL 609 - Lokale Einbruchmeldeanlagen und -systeme
UL 636 - Überfallmeldeanlagen und -systeme
UL 864 - Steuergeräte und Zubehör für Brandmeldeanlagen (Gewerblicher Brandschutz)
UL 985 - Brandwarnsysteme für Haushalte
UL 1023 - Einbruchmeldeanlagen für Haushalte
UL 1076 - Proprietäre Einbruchmeldeanlagen und -systeme
UL 1610 - Einbruchmeldeanlagen für Zentralen
CSFM - California Office of The State Fire Marshall
FCC Part 15 Class B
FDNY - Fire Department of New York
FM 3010 - Brandmelde-Signalisierungssysteme
Kanada CAN/ULC S303 - Lokale Einbruchmeldeanlagen und -systeme
CAN/ULC S304 - Signalempfangszentrale und Gelände
ICES-003 - Information Technology Equipment (ITE)
ULC-ORD C1023 - Einbruchmeldeanlagen für Haushalte
ULC-ORD C1076 - Proprietäre Einbruchmeldeanlagen und -systeme

Spezifikationen

Abmessungen 2.5 in x 3.8 in x 0.60 in
(63.75 mm x 96 mm x 15.25 mm)
Spannung (Betrieb) 12 V nominal
Strom (maximal) 35 mA
Betriebstemperatur +32°F bis +122°F (0°C bis +50°C)
Relative Luftfeuchtigkeit 5% bis 93% bei +90°F (+32°C) nicht kondensierend
Loop-Eingänge Bis zu acht Eingänge. Die Eingangskontakte können normalerweise offen (NO) oder normalerweise geschlossen (NC) sein.
HINWEIS! Normalerweise geschlossen (NC) ist in Brandinstallationen nicht zulässig.
Loop-Endwiderstand (EOL) 1 kΩ, 2 kΩ, Kein EOL (Doppel 1 kΩ + 1 kΩ)
Loop-Verdrahtungswiderstand 100 Ω maximal
Loop-Zustände (Schaltungsart mit Einzel-EOL-Widerstand) Kurzschluss: 0 - 1.1 VDC
Normal: 1.25 - 1.9 VDC
Offen: 2.25 - 5 VDC
Klemmenkabelgröße 12 AWG bis 22 AWG (2 mm bis 0.65 mm)
SDI2-Verdrahtung Maximale Entfernung - Kabelgröße (nur ungeschirmtes Kabel):
1000 ft (305 m) - 22 AWG (0.65 mm)
1000 ft (305 m) - 18 AWG (1.02 mm)
Kompatibilität B9512G/B9512G-E
B8512G/B8512G-E
B6512
B5512/B5512E
B4512/B4512E D9412GV4
D7412GV4
D7212GV4
(Beziehen Sie sich auf das Installationsdokument der Zentrale für die Anzahl der unterstützten Geräte.)

Beispiele für Punktnummern

Für B208 Adresse 01 sind die Punktnummern für die Eingabegeräte 11 bis 18:

Klemmen-Nr. 1 2 3 4 5 6 7 8
Eingangs-Nr. 11 12 13 14 15 16 17 18

Für B208 Adresse 11 sind die Punktnummern für die Eingabegeräte 111 bis 118:

Klemmen-Nr. 1 2 3 4 5 6 7 8
Eingangs-Nr. 111 112 113 114 115 116 117 118

Anleitung herunterladen

Hier können Sie die vollständige PDF-Version des Handbuchs herunterladen. Sie kann zusätzliche Sicherheitsanweisungen, Garantieinformationen, FCC-Regeln usw. enthalten.

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