Sinn und Zweck
Zwei Schaltfunktionen aus einem
Proportionalkanal, das gibts doch schon ewig! Im
Prinzip ja, aber...
Die klassische Lösung ist ein Servo mit
Nockenscheibe und zwei Mikroschaltern.
Funktioniert seit Jahrzehnten. Ist aber relativ groß
und unförmig und für kleine Boote kaum zu
gebrauchen. Außerdem ist der Umweg vom
elektrischen Signal über die mechanische
Bewegung zu einer elektrischen Schaltfunktion
ein Stilbruch.
Das führte zum Bau der klassischen
Schaltbausteine mit 1 oder 2 Relais. Sie haben
leider einen Schönheitsfehler: Bei gestörtem
Sendersignal klackern die Relais wild herum und
der angeschlossene Motor spielt verrückt.
Beide Varianten haben bei Senderausfall – und
der wird im Uboot gelegentlich vorkommen –
kein definiertes Verhalten. Mit etwas Pech baut
man damit ein Einweg-Uboot.
Funktion
Die BallastTankSteuerung wandelt einen
Proportionalkanal (=Servoanschluß) in zwei
Schaltfunktionen um. In Mittelstellung des
Steuerhebels am Sender sind beide Relais in
Ruhestellung. Jeweils auf halbem Weg zum
Vollausschlag spricht eins der
beiden Relais an. Eine grüne
beziehungsweise gelbe
Leuchtdiode zeigt dies an.
Ausgangsseitig sind die Relais
als Umpoleinheit verschaltet.
Der angeschlossene Motor wird
also vorwärts-stop-rückwärts
S e i t e
2
geschaltet.
Die Schaltfunktion erfolgt mit einer kleinen
Verzögerung von einigen Zehntelsekunden um
kurzfristige Störungen auszublenden. Die
Schaltpunkte zum An- und Abschalten eines
Relais haben etwas Abstand (Hysterese), so das
ein Flattern am Schaltpunkt nicht auftreten kann.
Bei einem Ausfall der Funkverbindung durch zu
große Tauchtiefe oder andere Umstände schaltet
der Baustein automatisch auf "Lenzen", wenn die
Störung eine gewisse wählbare Zeit angehalten
hat. Es sind Verzögerungen von 0, 5 und 10
Sekunden vorgesehen.
A n l e i t u n g B T S