11 Spezielle Funktionen
11 Spezielle Funktionen
11.1 Auto Sensor-Betrieb
(bedarfsgeführter Betrieb)
Aktiviert den Automatikbetrieb mit Sensorrege-
lung, damit eine hygienisch einwandfreie Lüftung
sichergestellt wird. Die Lüftungsregelung erfolgt
anhand der Feuchte- und/oder CO2-/VOC-Luft-
qualitätswerte. Die Automatik wird zeitbegrenzt
deaktiviert, wenn die Lüftungsstufe manuell ver-
stellt wird. Die Dauer des manuellen Betriebs
richtet sich nach Parameter Dauer Lüftungsstufe.
Die Betriebsart ist von jeder Hauptbedieneinheit
anwählbar. Wird mit einem Einfach-BDE (Solobe-
trieb) die Nennlüftung aufgerufen, schaltet das
Lüftungsgerät ebenso auf Auto Sensor um.
11.2 Bypass
Die Geräte sind mit einer Bypassregelung ausge-
stattet. Diese sorgt für eine passive Kühlung des
Gebäudes (wenn die Randbedingungen hierzu
erfüllt sind) und dass beim Kühlen die minimale
Zulufttemperatur nicht unterschritten wird.
11.3 Frostschutzstrategien
11.3.1 Lüftungsgeräte mit Vorheizregister
Das Elektro-Heizregister hält das Gerät frei von
Frost und schützt vor Vereisung des Wärmetau-
schers. Das Lüftungsgerät regelt die Temperatur
am Geräteeintritt auf die minimale Lufteintritt-
stemperatur (Werkseinstellung -1°).
Anmerkung: Bei Geräten mit Enthalpie-Wärme-
tauscher und Vorheizregister ist die minimale Luf-
teintrittstemperatur eingestellt.
Sinkt die Fortlufttemperatur (bei defektem Elektro-
Heizregister) unter den im Werk eingestellten
Wert Fortluft min, schaltet das Lüftungsgerät ab.
An der Bedieneinheit erscheint eine Frostschutz-
störung.
Reicht die Heizleistung bei extremen Bedingun-
gen (hoher Volumenstrom und sehr niedrige Au-
ßentemperatur) nicht aus, schaltet das Lüftungs-
gerät eine Lüftungsstufe zurück.
11.3.2 Lüftungsgeräte ohne Vorheizregister
Sinkt die Fortlufttemperatur auf den eingestellten
Wert T-Fortluft min (feste Werkseinstellung),
schaltet der Zuluftventilator ab (unabhängig vom
Wärmetauschertyp). Steigt die Fortlufttemperatur
aufgrund der weiter strömenden Abluft wieder an
(eingestellte Temperaturerhöhung Fortluft, feste
Werkseinstellung), schaltet der Zuluftventilator
wieder ein.
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Bei Einsatz einer anderen vorgeschalteten, gere-
gelten Vorerwärmung (elektrische Vorheizung),
wird die Vorerwärmung zur Frostfreihaltung ge-
nutzt. Fällt die Fortlufttemperatur dennoch unter
die eingestellte „Fortluft min", schaltet das Lüf-
tungsgerät nach einer kurzen Verzögerungszeit
auf Störung.
11.4 Schaltkontakt (potentialfrei)
Mit dem potentialfreien Kontakt auf der Hauptpla-
tine schaltbare Funktionen:
• Alarm
• Filterwechsel
• Betriebsanzeige
• Nachheizung
• Vorheizung
• Außenklappe
• Sole EWT (ungeregelte Pumpe)
• Kühlfunktion
Funktion Alarm: Schaltkontakt bei Betrieb geöff-
net. Im Störfall bleibt der Kontakt bis zur Quittie-
rung geschlossen.
Funktion Filterwechsel: Der Schaltkontakt
schließt, wenn ein Filterwechsel ansteht.
Funktion Betriebsanzeige: Bei aktiv geschalteten
Ventilatoren (in Lüftungsstufe FL, RL, NL ,SL
oder IL) schließt der Schaltkontakt. Beim Aus-
schalten oder im Störfall bleibt der Kontakt geöff-
net.
ACHTUNG Bei Vorheizung/Nachheizung Gerä-
tebeschädigung bei falscher Installation.
Bei Anwahl einer externen Vorheizung oder
Nachheizung ist die Spannungsversorgung der
Komponente über ein externes Relais zu schal-
ten.
Funktion Nachheizung: Der Schaltkontakt
schaltet ein nachgeschaltetes Heizregister ein/
aus. Die Einstellfunktion der Zulufttemperatur im
Kurzwahlmenü Temperatur wird aktiviert. Die Ver-
sorgungsspannung des Nachheizregisters wird
über ein externes Relais und nicht über den Kon-
takt auf der Basisplatine geführt.
Nachheizung ein: Schaltet automatisch ein, wenn
die Raum-Solltemperatur unterschritten wird.
Nachheizung aus: Schaltet automatisch aus,
wenn die Raum-Isttemperatur die Raum-Solltem-
peratur überschreitet.
Die Raum-Isttemperatur wird mit dem gewählten
Temperatursensor ermittelt.