Wenn die Bilder allerdings als JPEG- oder TIFF-Datei gespeichert wurden, dann sind diese Details
unwiederruflich verloren gegangen.
Diese Effekte müssen jedoch nicht unbedingt negativ sein. Tonwertbeschneidung läßt sich sehr kreativ für
Silhouetten oder Schattenrisse einsetzen. Bei der Aufnahme von glänzenden oder reflektierenden Objekten, zum
Beispiel Chromteilen oder Schmuckstücken, können beschnittene Lichter den strahlenden, brillianten Eindruck des
Objekts hervorheben.
Legen Sie zuerst den Weißabgleich mit dem neutralen Target fest. Verwenden Sie anschließend die Farbfelder des
ColorChecker Passport, um die Farbtreue zu prüfen und die Lichter/Schatten-Felder, um die Lichter und Schatten
nachzubearbeiten.
1. Verwenden Sie die Pipette, um die schwarze Farbe zu entnehmen. Die Farbe des Feldes sollte neutral sein,
die Werte für R, G und B sollten also annähernd gleich sein. Zudem sollte der Schwarzwert sehr dunkel, jedoch
nicht ganz schwarz sein.
2. Verfahren Sie ebenso mit dem weißen Feld. Das weiße Feld sollte sehr hell sein, aber nicht weiß. Die Werte für
R, G und B sollten auch annähernd gleich sein.
3. Mit dem grauen Feld in der Mitte können Sie ermitteln, ob das Bild einen unerwünschten Farbstich hat. Die
Werte für Rot, Grün und Blau sollten auf einer Skala von 0 bis 255 nicht mehr als 7 Punkte voneinander
entfernt sein. Bei Verwendung einer Prozentskala von 0 bis 100 % sollten die Werte nicht mehr als 3 Punkte
auseinander liegen.
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