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Seeburg DSP 2.6 Benutzerhandbuch
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Benutzerhandbuch
DSP 2.6
Version 1.1
07.09.2020
Inhaltsverzeichnis
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Inhaltszusammenfassung für Seeburg DSP 2.6

  • Seite 1 Benutzerhandbuch DSP 2.6 Version 1.1 07.09.2020...
  • Seite 2: Inhaltsverzeichnis

    DSP 2.6 1 Inhalt Inhalt Inhalt ............................2 Eigenschaften ............................. 5 Sicherheitshinweise ......................... 6 Anschlüsse/Anzeigen ....................... 8 Vorderseite ............................8 Rückseite ............................8 Funktionsblock „function“ ........................ 10 Funktionsblock „status“ ........................10 Verbinden mit Signalquellen ......................11 Verbindung von Endstufen über SpeakOn-Kabel ............... 11 Direktverdrahtung mit Endstufen ....................
  • Seite 3 DSP 2.6 1 Inhalt Erstellen eines Preset-Audiofiles ....................18 Loudspeaker Library SEEBURG acoustic line ................19 Safe-Mode ............................19 Presetaufbau (Beispiel) ........................20 Übersicht über die LPI-Textbefehle ....................21 LPI-Textbefehle im Detail ....................... 22 Allpassfilter................................. 22 6.6.1 Preset ................................. 22 6.6.2...
  • Seite 4 1 Inhalt Vorwort In Tradition zum legendären Seeburg SP 2.5 haben wir einen digitalen Nachfolger entwickelt, der die robuste Langlebigkeit mit den Vorzügen hochwertigster digitaler Signalverarbeitung vereint. DSP steht hier für Digital System Panel. Gemeint ist damit die Kombination aus Anschlussfeld und Signalcontroller.
  • Seite 5: Eigenschaften

    1 Inhalt 1.1 Eigenschaften Der DSP 2.6 versteht sich als Ein-Preset-Controller für den dauerhaften Betrieb eines Verstärker- Racks mit einer Lautsprecheranlage. Dennoch lassen sich beliebig viele verschiedene Lautspre- cheranlagen betreiben, in dem man bei Inbetriebnahme das passende Preset aufspielt. Weiterhin lassen sich –...
  • Seite 6: Sicherheitshinweise

    DSP 2.6 2 Sicherheitshinweise Sicherheitshinweise Akustisch Schon bei geringer Eingangsspannung kann eine Lautsprecherbox gehörschädigende Schalldruckpegel erzeugen, die das Ohr akut und dauerhaft schädigen können. Halten Sie sich während des Betriebs der Lautsprecher niemals in unmittelbarer Nähe auf und tragen Sie einen Gehörschutz.
  • Seite 7 Öffnen Sie das Gerät niemals, es befinden sich keine vom Anwender reparierbaren Teile darin. Setzen Sie den DSP 2.6 nicht dem Regen aus und betreiben Sie ihn nach Möglichkeit nicht außerhalb des Temperaturbereichs zwischen - 5° C und +40° C. Bedenken Sie die Bildung von Tauwasser bei star- ken Temperaturschwankungen und warten Sie mit dem Betrieb, bis der DSP 2.6 die Umgebungstemperatur angenommen hat.
  • Seite 8: Anschlüsse/Anzeigen

    Mutefunktion) sowie „status“ (LED Anzeige des aktuellen Betriebszustandes). XLR Buchsen (2) Der DSP 2.6 wird über zwei konventionelle symmetrische NF Leitungen angesteuert. Zum Durchschleifen des Eingangssignals verwenden Sie die link out XLR Buchsen male. Die ange- schlossene Signalquelle sollte für Vollausteuerung mindestens unverzerrte 6 dBu Ausgangspan- nung liefern können.
  • Seite 9 SpeakOn Stecker direkt an dem DSP 2.6 angeschlossen werden. Schaltplan siehe weiter unten. Signalausgänge zu den Endstufen (7) Der DSP 2.6 gibt die Signale für die Endstufen über konventionelle symmetrische NF Leitungen aus. Verbinden Sie diese DSP-Ausgänge mit den Eingängen des jeweiligen Verstärkers. Achten Sie auf die korrekte Verkabelung, um Schäden an Lautsprecherboxen zu vermeiden.
  • Seite 10: Funktionsblock „Function

    DSP 2.6 3 Anschlüsse/Anzeigen 3.3 Funktionsblock „function“ On-LED: Grün, wenn Gerät betriebsbereit Rot oder orange, wenn Gerät in Einschaltphase Mute-LED und -Taste: Rot, wenn Ausgänge stummgeschaltet Durch kurzzeitiges Drücken der roten Taste wird der Mute-Zustand ein- bzw. ausgeschaltet Safe-LED: Aus, wenn das Standard-Preset geladen ist Grün, wenn der Safe-Modus 1 (Preset 2) geladen ist...
  • Seite 11: Verbinden Mit Signalquellen

    CMRR-Wert (Common Mode Rejection Ratio) üblicherweise nur im Labor unter Idealbedingungen (= saubere Kontakte und gemeinsamer Massepunkt) eingehalten werden kann, trifft das für den DSP 2.6 auch in reellen, nicht idealen Umgebungen zu. Achten Sie jedoch stets auf eine saubere Verbindungen mit hochwertigen Steckverbindungen und geschirmten Kabeln mit symmetrischer Signalführung.
  • Seite 12: Direktverdrahtung Mit Endstufen

    DSP 2.6 3 Anschlüsse/Anzeigen 3.7 Direktverdrahtung mit Endstufen Die rückseitigen Phoenix-Schraubklemmverbindungen sind intern parallel mit den Speakon- Buchsen verbunden. Achten Sie auf Kabel mit ausreichenden Querschnitt: mindes- tens 2,5mm²! Verwenden Sie stets Aderendhülsen, da das Kabel sonst brechen könnte!
  • Seite 13: Schaltplan Des Lautsprecher-Anschlussfeldes

    DSP 2.6 3 Anschlüsse/Anzeigen 3.8 Schaltplan des Lautsprecher-Anschlussfeldes Die interne Verdrahtung der Lautsprecher-Anschlüsse entnehmen Sie bitte folgendem Schaltplan. Rückseite Vorderseite...
  • Seite 14: Signal-Controller

    Samplingfrequenzen jedoch der Nachteil, dass Filter im Frequenzbereich unter 100 Hz ungenau sind und höhere Verzerrungen mit sich bringen. Dieses ist beim DSP 2.6 nicht der Fall, da speziel- le Lattice-Ladder Filter mit erhöhtem Rechenaufwand zur Anwendung kommen, die diese negati- ven Eigenschaften ausschließen.
  • Seite 15: Bedienung

    DSP 2.6 5 Bedienung Bedienung 5.1 Inbetriebnahme Beim Einschalten werden die letzten Einstellungen wiederhergestellt. Ist das Hochfahren abge- schlossen, befindet sich das System im Status-Modus. Leuchtet je nach vorhergehender Einstel- lung die rote Mute-LED, wird kein Signal übertragen. Ein einmaliges Drücken der roten Taste bewirkt eine Deaktivierung der Mute-Funktion, die Mute-LED erlischt und das System ist betriebs- bereit.
  • Seite 16: Preset 2 - 2-Weg-Aktiv 160Hz

    DSP 2.6 5 Bedienung 5.2.2 Preset 2 - 2-Weg-Aktiv 160Hz High hpf BW24 160Hz gain +6dB hpf BW12 40Hz hpf BW24 40Hz peq 40Hz q2 +3dB lpf BW24 160Hz peq 40Hz q2 +3dB 5.2.3 Preset 3 - K24 + K Sub 1801...
  • Seite 17: Preset 4 - Direct Out

    DSP 2.6 5 Bedienung 5.2.4 Preset 4 - Direct Out High hpf BW12 40Hz hpf BW12 40Hz hpf BW12 40Hz peq 40Hz q2 +3dB peq 40Hz q2 +3dB peq 40Hz q2 +3dB...
  • Seite 18: Programmierung Des Dsp

    6.1 Erstellen eines Preset-Audiofiles Die Presets werden mit Hilfe einer einfachen Beschreibungssprache in Textform erstellt. Dieses, ursprünglich für den Seeburg HDLM 8 entwickelte Verfahren ermöglicht ein professionelles Erstel- len von Lautsprechersetups ohne sich mit den sonst unübersichtlichen und schwer durchschauba- ren Softwarelösungen beschäftigen zu müssen.
  • Seite 19: Loudspeaker Library Seeburg Acoustic Line

    Das erstellte Preset kann in der LPI-App (nachdem der Presettext über „Apply“ bestätigt wurde) als „.wav“-Datei heruntergeladen werden oder direkt über den Audioausgang des PC in den DSP 2.6 eingespielt werden. Diese Datei beinhaltet die eingegebenen Presets und wird wie in Abschnitt 6.7 auf den DSP 2.6 aufgespielt.
  • Seite 20: Presetaufbau (Beispiel)

    DSP 2.6 6 Programmierung des DSP 6.4 Presetaufbau (Beispiel) # Galeo C+ G Sub 1802 # Das Projekt ist ein Vorschlag für die Verwendung von 8 Galeo C Tops in Kombination mit 4 G Sub 1802 pro Seite. # Alle Gain-Werte der In- bzw. Outputs sind auf 0 dB eingestellt und müssen ggf. noch angepasst werden, # wenn sich das Verhältnis der angeschlossenen Lautsprecherboxen ändert.
  • Seite 21: Übersicht Über Die Lpi-Textbefehle

    DSP 2.6 6 Programmierung des DSP 6.5 Übersicht über die LPI-Textbefehle Filter Schreibweise Definition Allpassfilter apf [Q<q>] [<Frequenz>Hz|kHz ] Definiert ein Allpassfilter. Wenn Q angegeben ist, wird ein Allpassfilter 2. Ordnung verwendet Bank bank "<Bezeichnung>" Gibt eine Bank an. Pro Bank muss dieselbe Anzahl an...
  • Seite 22: Lpi-Textbefehle Im Detail

    DSP 2.6 6 Programmierung des DSP 6.6 LPI-Textbefehle im Detail 6.6.1 Allpassfilter Definition: apf [Q<q>] [<Frequenz>Hz|kHz] Beschreibung: Definiert ein Allpassfilter. Wenn Q angegeben ist, wird ein Allpassfilter 2. Ord- nung verwendet. Beispiel(e): apf 250Hz # Allpass 1. Ordnung apf 200Hz Q3.5 # Allpass 2.
  • Seite 23: Kommentar

    Delay Definition: delay <Zeit>ms Beschreibung: Stellt eine Verzögerung in Millisekunden ein. Der DSP 2.6 kann je Ein- bzw. Ausgang maximal 5,33 ms verzögern. Diese Funktion ist zur Anpassung des Lautsprecher-Offsets innerhalb eines Systems gedacht. delay 2.3ms Der Kanal, in dem dieser Befehl steht, Beispiel(e): wird um 2,3 ms verzögert.
  • Seite 24: Pegel

    DSP 2.6 6 Programmierung des DSP 6.6.6 Pegel Definition: gain <Wert>dB Beschreibung: Gibt die Verstärkung oder Abschwächung eines Kanals an. gain -3.5dB Der Kanal, in dem dieser Befehl steht, Beispiel(e): wird im Pegel um 3,5 dB abgesenkt. 6.6.7 Hochpassfilter Definition: hpf [Charakteristik] [<Frequenz>Hz|kHz]...
  • Seite 25: Tiefpassfilter

    DSP 2.6 6 Programmierung des DSP 6.6.8 Tiefpassfilter Definition: lpf [Charakteristik] [<Frequenz>Hz|kHz] Beschreibung: Definiert ein Hochpassfilter mit einer bestimmten Charakteristik an der angege- benen Frequenz (-3 dB Punkt). Die Charakteristik kann als Steilheit in Q oder wie folgt angegeben werden: •...
  • Seite 26: Low-Shelf

    Eine weitere Möglichkeit ist die Angabe von „peq2“, wobei die Filter-Bandbreite bei -3 dB festgelegt ist. Das kann bei der Übernahme von Presets aus anderen Controllern nützlich sein. Wenden Sie sich im Zweifel an SEEBURG acoustic line GmbH. Die Reihenfolge der Angaben [Q], [Frequenz] und [gain] wird vom DSP igno- riert.
  • Seite 27: Polarität

    DSP 2.6 6 Programmierung des DSP 6.6.12 Polarität Definition: polarity nor/rev phase nor/rev Beschreibung: Definiert die Polarität des Kanals. Beispiel(e): phase rev # Die Polarität des Kanals ist gedreht. 6.6.13 Limiter Definition: power [<Impedanz>R] [<thermal power>W] [<peak power>W] [<amp- gain>dB] Beschreibung: Setzt sowohl den Durchschnittslimiter als auch den Peak-Limiter.
  • Seite 28: Rms-Zeit

    DSP 2.6 6 Programmierung des DSP 6.6.15 RMS-Zeit Definition: rmstime <time>ms Beschreibung: Stellt die Integrationszeit der RMS-Messung für den Leistungsbegren- zer/Limiter ein. Wenn nicht angegeben, ist der Standardwert 35ms. Verwenden Sie das nur, wenn Sie wirklich wissen, was Sie tun.
  • Seite 29: Safe-Mode

    6 Programmierung des DSP 6.6.17 Safe-Mode Definition: safemode Erstellt das DSP 2.6 “Safe-Mode” Preset. Der DSP 2.6 ist als ein Ein-Preset- Beschreibung: Controller entwickelt worden. Der Safe-Mode sollte genutzt werden, um die Lautsprecher z. B. mit Hilfe einer konservativen Einstellung des Limiters in schwierigen Umgebungen besser zu schützen.
  • Seite 30: Aufspielen Eines Preset-Audiofiles

    1. Schließen Sie mit einem Miniklinke-XLR-Kabel (Stereo) den Kopfhörerausgang an den XLR-Eingang A des DSP 2.6 an. Verwenden Sie von den XLR-Steckern nur einen. 2. Muten Sie den DSP 2.6 durch Betätigung der roten Taste. Die Mute-LED leuchtet. Der DSP Controller kann nur im stummgeschalteten Zustand Daten empfangen.
  • Seite 31: Technische Daten

    DSP 2.6 7 Technische Daten Technische Daten Description 2 in 6 out DSP Controller Rated Current 0,07 A @ 230 V Max. Input Signal 25 dBu > 131 dB Input Dynamic Range > 82 dB CMRR real-world (50 Hz) HDLM FPGA Processing 32 bit floating point...
  • Seite 32: Konformitätserklärung

     DIN EN 60065  DIN EN 55103-1:1996, classes E1 to E4  DIN EN 55103-2:1996, classes E1 to E4 Aussteller dieser Erklärung: Winfried Seeburg, SEEBURG acoustic line GmbH Ort, Datum: Senden, 01.01.2015 Rechtsverbindliche Unterschrift: ____________________________________________ Die Anhänge sind Bestandteil dieser Erklärung. Diese Erklärung bescheinigt die Übereinstimmung mit den genannten Richtlinien, beinhaltet jedoch keine Zusicherung von Eigenschaften.
  • Seite 33 Benutzerhandbuch / User Manual Irrtum bei Beschreibung sowie technische Änderungen vorbehalten. Alle SEEBURG acoustic line Produkte sind nur für den gewerblichen Einsatz bestimmt. All specifications are current at the time of publishing but are subject to change. SEEBURG acoustic line...

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