Wenn Sie zum Beispiel eine Stepzündung von fünf Ausgängen mit einem Zeitabstand von einer
Sekunde realisieren möchten, programmieren Sie fünf beliebige Ausgänge des Gerätes mit dem
gleichen Zündkanal. Die Zündung dieses Kanals wird später den Stepvorgang auslösen. Den ersten
der Ausgänge programmieren Sie auf ein Delay von 0,00s, damit dieser sofort zündet.
Den nächsten auf 1,00s, den folgenden auf 2,00s usw. bis zum fünften Ausgang, den Sie auf ein
Delay von 4,00s einstellen. Nach der Zündung des programmierten Kanals zündet der erste Ausgang
sofort und die anderen vier folgen im Sekundentakt.
Programmiert wird immer die absolute Zeit von der ursprünglichen Auslösung des Stepvorganges bis
zur eigentlichen Zündung des Ausganges.
Grundsätzlich ist es vollkommen egal, welche Ausgänge Sie zum Steppen verwenden. Diese müssen
nicht nebeneinander liegen. Außerdem können Sie beliebig viele Stepvorgänge gleichzeitig ablaufen
lassen.
Eine beschleunigte Stepsequenz erreichen Sie, indem Sie den Zeitabstand immer weiter verringern.
Dieses Beispiel zeigt eine solche Programmierung mit fünf Ausgängen:
Output Nr.: Programmierter
Zündkanal:
1
34
2
34
3
34
4
34
5
34
Mit jeder neuen Zündung verringert sich bei diesem Beispiel der Abstand zur nächsten um 0,10s.
Die geschickte Programmierung ermöglicht das Aufteilen eines Stepvorganges über viele andere
Geräte. Der Zündkanal zum Aktivieren der Stepsequenz ist überall der gleiche, die Step-Delay-Zeit
bestimmt die zeitliche Komponente.
Wenn diese Programmierung für Sie zunächst ungewöhnlich ist, so stellen Sie sich einfach vor, dass
jeder Ausgang für sich einen Countdown hat (0,00 bis 99,99 Sekunden), der zum Zeitpunkt der
Zündung des Zündkanals mit dem von Ihnen eingestellten Wert gestartet wird. Erst wenn diese Zeit
abgelaufen ist erfolgt die eigentliche Zündung des Ausganges.
Bevor Sie mit dem Programmieren einer umfangreichen Stepabfolge beginnen, sollten Sie vorher eine
Programmiertabelle erstellen. Nach der Programmierung der Parameter können Sie eine Testzündung
starten und über die roten LEDs den Stepvorgang verfolgen. Beachten Sie hierbei, dass für den Test
keine Anzünder angeschlossen sein dürfen, weil diese sonst ausgelöst werden.
Hinweis: Um Verkabelungsaufwand zu minimieren, macht es durchaus Sinn, einen Stepvorgang über
viele Geräte an unterschiedlichen Positionen aufzuteilen. Dabei kann es vorkommen, dass für einen
Stepvorgang je Gerät nur ein Ausgang verwendet wird, wie in diesem Beispiel:
Gerät 1;
Output Nr. 1
Gerät 2;
Output Nr. 3
Gerät 3;
Output Nr. 5
Gerät 4;
Output Nr. 1
Gerät 5;
Output Nr 2
Gerät 6;
Output Nr. 4
Gerät 7;
Output Nr. 5
Gerät 8;
Output Nr. 1
In diesem Fall handelt es sich um einen Stepvorgang mit 8 Zündungen mit einem gleichmäßigen
Abstand von 50 Millisekunden (= 0.05s).
Welchen Ausgang Sie jeweils verwenden, ist vollkommen egal. Entscheidend ist nur der gleiche
Zündkanal und die dementsprechend sinnvolle Programmierung der Delay-Werte.
29
Programmiertes
Verzögerung zwischen dieser und der
Step-Delay:
folgenden Zündung:
0,00s
1,00 s
1,00s
0,90 s
1,90s
0,80 s
2,70s
0,70 s
3,40s
0,60 s
= Zündkanal 72; Delay: 0.00s
= Zündkanal 72; Delay: 0.05s
= Zündkanal 72; Delay: 0.10s
= Zündkanal 72; Delay: 0.15s
= Zündkanal 72; Delay: 0.20s
= Zündkanal 72; Delay: 0.25s
= Zündkanal 72; Delay: 0.30s
= Zündkanal 72; Delay: 0.35s