Herunterladen Inhalt Inhalt Diese Seite drucken

PR electronics 2289 Bedienungsanleitung Seite 67

Signalrechner
Vorschau anzeigen Andere Handbücher für 2289:
Inhaltsverzeichnis
Verfügbare Sprachen

Verfügbare Sprachen

011 = PID-Regler:
Bei einem korrekt eingestellten PID-Regler wird der stationäre Fehler
immer gegen null gehen. Das bedeutet, dass man bei korrekter
Einstellung von Xp, Ti und Td eine Regelgenauigkeit angenähert gleich
der Genauigkeit erhalten kann, mit der man den Verfahrenswert mes-
sen kann. Es ist daher wichtig, dass das Proportionalband Xp, die
Integralzeit Ti und die Differentialzeit Td dem jeweiligen Verfahren
angepasst sind. Ehe man mit der Parametereinstellung beginnt, muss
der Regelmodus direkt / invertiert festgelegt werden. Direkte Regelung
bewirkt, dass der Ausgang steigt, wenn der Verfahrenswert > Sollwert
ist. Minderroutinierte Benutzer können mit Vorteil folgende Faustregel
zur Bestimmung der Verfahrensparameter anwenden:
1. Xp auf max. einstellen, Ti und Td auf 0 (nur bei Proportionalregelung).
2. Xp reduzieren, bis das Verfahren zu schwingen beginnt.
3. Ti auf das Doppelte erhöhen.
4. Ti auf max. einstellen.
5. Ti reduzieren, bis das Verfahren wieder zu schwingen beginnt.
6. Ti auf das Doppelte erhöhen.
7. Wenn der Regler zum Finden seines Sollwertes zu lange braucht,
kann die Differentialregelung aktiviert werden. Das Differentialglied lie-
fert einen Regelzuschuss, abhängig von der Anstiegsgeschwindigkeit
des Verfahrenssignals.
Die Einstellung variiert daher stark von Verfahren zu Verfahren.
012 = Manueller / Automatischer Regler:
Der digitale Eingang wird zum Umschalten zwischen manuellem und
automatischem Zustand benutzt. Im automatischen Zustand folgt
der analoge Ausgang dem Eingang A. Beim Wechsel zum manuellen
Zustand wird der analoge Ausgang gehalten und kann danach manuell
aufwärts oder abwärts aktiviert werden. Der Ausgang hält die manuelle
Einstellung für unbegrenzte Zeit. Die Einstellung wird gespeichert, auch
nach einem Versorgungsausfall.
013 = Signalbegrenzer:
Der Ausgang folgt den Eingangswerten im Bereich zwischen min. und
max. linear. Bei Eingangssignalen außerhalb der Einstellungen min.
oder max. wird der Ausgang beim Minimal- oder Maximalwert festge-
halten. Es ist möglich, entweder den Minimal- oder den Maximalwert
extern über den analogen Eingang zu setzen.
130
014 = Mittelungsfunktion:
Die Mittelungsfunktion ist eine genaue Mittelung der Eingangswerte,
da diese alle 20 ms (50 Hz) oder alle 33 ms (60 Hz) abgelesen wer-
den. Für die Mittelungsfunktion gibt es 2 Parametereinstellungen:
ATI - Mittelungszeit und StS - Stapelgröße (Stack). Die Mittelungszeit
ist die Zeit, über die gemittelt wird. Im Stack (1...14) wird die älteste
Messung laufend durch den Mittelwert der neuen ersetzt. Der Ausgang
wird mit dem Mittelwert des Stacks aktualisiert. Die Zeit zwischen den
Aktualisierungen des Ausgangs wird von der Mittelungszeit, dividiert
mit der Stackgröße (ATI/StS), bestimmt. Wenn ATI/StS < 20 bzw. 33
ms ist, wird der Ausgang alle 20 oder 33 ms aktualisiert.
Bei einer Mittelungszeit von 10 Sekunden und einer Stackgröße von 1
vergehen 10 Sekunden zwischen den Aktualisierungen des Ausgangs.
015 = Steigungsgeber dI/dt-Funktion:
Der Steigungsgeber wandelt die Steigung des Eingangs A (dI) nach
einer vorgewählten Zeitspanne in ein analoges Ausgangssignal.
Jedesmal, wenn die gewählte Zeitspanne (dt) abgelaufen ist, wird
der Eingangswert abgelesen. Die letzte Ablesung wird mit der vorhe-
rigen verglichen, und der Unterschied zwischen den beiden Werten
ist die Steigungsgröße des Eingangssignals, die in ein analoges
Ausgangssignal umgesetzt wird. Der Ausgang wird jedesmal nach
Ablauf einer Zeitspanne (dt) aktualisiert. Der Steigungswert kann posi-
tiv oder negativ gewählt werden. Es ist möglich, das Eingangssignal
nach einer Exponentialfunktion zu mitteln, so dass die Funktion für
unruhige Signale verwendet werden kann.
Beispiel:
Minimaler Steigungswert (dIL) = 0%.
Maximaler Steigungswert (dIH) = -1%.
Zeitspanne = 5 Sekunden.
Analoger Ausgang = 4...20 mA.
Ergebnis:
Erfolgt nach 5 Sekunden keine Änderung des Eingangswertes, so
beträgt der Ausgangswert 4 mA. Wenn der Eingangswert nach 5
Sekunden um 0,5% gefallen ist, so beträgt der Ausgangswert 12 mA.
Wenn der Eingangswert nach 5 Sekunden um 1% gefallen ist, so
beträgt der Ausgangswert 20 mA.
016 = Analog-Multiplexer:
Formel = (P1*A) und (P2*B).
Der Eingang (A oder B), welcher zum Ausgang übertragen werden soll,
131
Inhaltsverzeichnis
loading

Inhaltsverzeichnis