Montage- und Bedienungsanleitung INHALT 1. Grundlegende Sicherheitshinweise ....................................1 2. Beschreibung des Gerätes ........................................2 3. Installation ..............................................4 Allgemeines ..........................................4 3.1.1 Temperaturbereiche ..................................... 4 3.1.2 Schutzart ........................................4 3.1.3 Transport ........................................4 Einbau ............................................5 3.2.1 Einbaulage ........................................ 5 3.2.2 Ein- und Auslaufstrecke ..................................
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Austausch der Elektronik ....................................29 7. Technische Daten ..........................................30 Messaufnehmer Typ II......................................30 Messaufnehmer Typ Food ....................................32 Messaufnehmer Typ III ...................................... 34 Messumformer Typ ModMAG® M1000 ............................... 35 Fehlergrenzen ........................................36 Nennweitenauswahl ......................................37 8. Programmstruktur ..........................................38 9. Ersatzteile ..............................................40 10.
Grundlegende Sicherheitshinweise 1. GRUNDLEGENDE SICHERHEITSHINWEISE Die Geräte sind nach dem Stand der Technik betriebssicher gebaut und geprüft. Sie haben das Werk in sicherheitstechnisch einwandfreiem Zustand verlassen. Der Hersteller haftet nicht für Schäden, die aus unsachgemäßem oder nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch folgen. Die Montage, Elektroinstallation, Inbetriebnahme und Wartung des Messgerätes darf ausschließlich durch geeignetes Fachpersonal erfolgen.
Messumformer wird direkt auf dem Messaufnehmer installiert oder ist auch als getrennte Version erhältlich. Der Messumformer zeigt den aktuellen Durchfluss, summiert und gibt dies über verschiedene Ausgänge bzw. Schnittstellen weiter. Siehe auch Kap. 7 für weitere Informationen. Messumformer ModMAG ® Messaufnehmer...
Beschreibung des Gerätes Typenschild Bitte prüfen Sie das Typenschild des Gerätes, um sicher zu gehen, dass das gelieferte Gerät mit Ihren Anforderungen übereinstimmt. Beachten Sie auch die auf dem Typenschild angegebene Spannungsversorgung für dieses Gerät. Juni 2019 MID_M1000_BA_01_0192 Seite 3...
Installation 3. INSTALLATION WARNUNG: DIE NACHFOLGEND DARGESTELLTEN INSTALLATIONSHINWEISE SIND UNBEDINGT ZU BEACHTEN, UM DIE FUNKTIONSFÄHIGKEIT UND DEN SICHEREN BETRIEB DES MESSGERÄTES ZU GEWÄHRLEISTEN. Allgemeines 3.1.1 TEMPERATURBEREICHE ACHTUNG: • Um eine Beschädigung des Messgerätes zu verhindern, sind die maximalen Temperaturbereiche des Messaufnehmers und Messumformers unbedingt einzuhalten.
Installation Einbau Um die Funktion des Messgerätes in vollem Umfang zu sichern, sowie evtl. Schäden zu vermeiden, sind folgende Einbauhinweise zu beachten. ACHTUNG: • Das Gerät ist entsprechend dem Durchflussrichtungspfeil auf dem Typenschild in die Rohrleitung einzubauen. • Bei Messaufnehmern mit PTFE-Auskleidung darf die Schutzkappe am Flansch oder den Gewindestutzen bei Milchrohrverschraubungen nach DIN 11851 erst kurz vor der Installation entfernt werden.
Installation 3.2.3 EINBAUORT ACHTUNG: • Der Messaufnehmer sollte nicht auf der Saugseite einer Pumpe installiert werden, da sonst die Gefahr der Beschädigung der Auskleidung (speziell PTFE-Auskleidungen) durch Unterdruck besteht. • Es ist darauf zu achten, dass die Rohrleitung an der Messstelle stets vollgefüllt ist, da sonst keine richtige bzw.
Installation 3.2.4 NENNWEITENREDUZIERUNG Durch die Verwendung von Rohranpassungsstücken nach DIN 28545 lassen sich die Messaufnehmer auch in Rohrleitungen größerer Nennweite einbauen. Mittels des abgebildeten Nomogramms kann der entstehende Druckabfall ermittelt werden (nur für Flüssigkeiten mit ähnlicher Viskosität wie Wasser). HINWEIS: Bei sehr niedrigen Strömungsgeschwindigkeiten kann durch die Reduzierung der Nennweite an der Messstelle diese erhöht und somit eine Verbesserung der Messgenauigkeit erreicht werden.
Installation 3.2.5 GETRENNTE VERSION Die getrennte Version ist unbedingt notwendig bei folgenden Voraussetzungen: • HINWEIS: Messaufnehmer Schutzklasse IP 68 • Mediumstemperatur > 100 °C • Starken Vibrationen ACHTUNG: • Signalkabel nicht in unmittelbarer Umgebung von Starkstromkabeln, elektrischen Maschinen usw. verlegen. •...
Installation 3.2.6 ERDUNG UND POTENTIALAUSGLEICH Um eine genaue Messung zu erhalten, müssen der Messaufnehmer und das Mess-medium auf etwa dem gleichen elektrischen Potential liegen. Bei Flansch- bzw. Zwischenflanschausführungen ohne zusätzliche Erdungselektrode wird dies über die angeschlossene Rohrleitung ausgeführt. ACHTUNG: • Bei der Flanschausführung zusätzlich zu den Befestigungsschrauben ein Verbindungskabel (min.
Installation 3.2.8 ROHRLEITUNGEN MIT KATHODISCHEM SCHUTZ Bei kathodischem Schutz muss das Messgerät potentialfrei montiert werden. Das Messgerät darf keinerlei elektrische Verbindung zum Rohrleitungssystem haben und die Spannungsversorgung muss über einen Trenntransformator geschehen. ACHTUNG: • Es wird empfohlen, in diesem Fall Erdungselektroden zu verwenden (Erdungsringe müssten ebenfalls isoliert vom Rohrleitungssystem montiert werden).
Elektrischer Anschluss 4. ELEKTRISCHER ANSCHLUSS ACHTUNG: • Für die 3 x M20 Kabeleinführungen dürfen nur flexible, elektrische Leitungen verwendet werden. • Separate Leitungseinführungen für Hilfsenergie, Signal- und Ein-/Ausgangsleitungen verwenden. Hilfsenergie WARNUNG: • Gerät nicht unter angelegter Netzspannung installieren. • National gültige Vorschriften sind zu beachten. •...
5. Geräte- und Anschlussdeckel wieder fest verschließen. Anschluss am Messaufnehmer 1. Befestigungsschrauben des Anschluss-deckels lösen und Deckel abnehmen. 2. Signalkabel durch die Kabeleinführung schieben. 3. Anschluss gemäß Anschlussbild. 4. Geräte- und Anschlussdeckel wieder fest verschließen. Klemmenbox – Terminal M1000 Bezeichnung Kabelfarbe Standard Edelstahl Spule 1 Grün...
Elektrischer Anschluss 4.2.1 SIGNALKABELSPEZIFIKATION HINWEIS: • Nur die von Badger Meter mitgelieferten Signalkabel oder entsprechende Kabel mit nachfolgender Spezifikation verwenden. • Max. Signalkabellänge zwischen Messaufnehmer und Messumformer beachten (Abstand so gering wie möglich halten). Distanz Mit Leerlaufelektrode Schleifenwiderstand =< 160 Ω/km 0 –...
Elektrischer Anschluss 4.3.1 ANSCHLUSS EIN-/AUSGANGSKABEL Für Standardein-/-ausgänge abgeschirmte Kabel verwenden. Abschirmung an eine Erdungsschraube anschließen. Empfohlene LiYCY-Kabelgröße ist min. 0,14 mm². Verwendung des Halbleiterrelaisausganges Wird bei der Nutzung des Halbleiterrelais zusätzlich die Standardein- und -ausgänge verwendet so sind für diese zwei getrennten Kabel und auch Kabelverschraubungen zu verwenden.
Programmierung 5. PROGRAMMIERUNG Die Programmierung erfolgt unter Verwendung von drei Funktionstasten: ▲, ► sowie Exit/Save. Sie können vom Messmodus in den Programmiermodus wechseln, indem Sie einmal die Taste Exit/Save drücken. Menükopfzeilen Main Menu Untermenü Meter Setup Rollbalken (scrollbar) Anzeige eines Untermenüs Mit der ▲-Taste scrollen Sie in der Liste nach unten.
Programmierung Hauptmenü Im Hauptmenü stehen folgende Menüpunkte zur Verfügung: • Grundeinstellung • Messung • Ein-/Ausgänge • Totalisator • Kommunikation • Erweiterte Programmierung • Information • Passwort 5.1.1 GRUNDKONFIGURATION Kalibrierung Nennweite Dieser Parameter dient zur Einstellung des Messaufnehmerdurchmessers (Nennweite). Möglich ist hier die Einstellung der verschiedenen Nennweitenstufen DN 6 bis DN 500 Hinweis: Die Nennweite des Messaufnehmers wurde bereits im Werk programmiert.
Programmierung Erregerfrequenz Dieser Wert gibt an, in welcher Frequenz die Spulen des Messaufnehmers betrieben werden. Die möglichen Einstellungen richten sich nach der Netzfrequenz und der Nennweite des Messaufnehmers. 50 Hz 60 Hz 3.125 Hz 3.75 Hz 6.25 Hz 7.5 Hz 12.5 Hz 15 Hz Hinweis: Bei der Auswahl der Erregerfrequenz sollte immer ein ganzzahliges Verhältnis zur Netzfrequenz...
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Programmierung Skalenendwert Der Skalenendwert kann frei eingestellt werden und entspricht dem max. Durchflusswert, den Sie messen möchten. Durch die Endwert-skalierung wird dem Stromausgang sowie dem Frequenzausgang ein bestimmter Durchfluss zugeordnet. Bitte achten Sie darauf, dass sich der Wert innerhalb der Durchflussgeschwindigkeit von 0,1 bis 12 m/s befindet.
Programmierung 5.1.3 EIN- UND AUSGÄNGE Analog Ausgang Auswahl Dieser Parameter zeigt den Bereich des analogen Ausgangssignals: 0 bis 100% (= Skalenendwert). Folgende Bereiche stehen Ihnen zur Verfügung: Stromausgang 0 bis 20 mA 4 bis 20 mA 0 bis 10 mA Analogausgang aktiv Analogausgang passiv Achtung:...
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Programmierung Digitalausgang Folgende Belegungen der digitalen Ausgänge stehen Ihnen zur Verfügung: Digitale Ausgänge 1 und 2 Die beiden Ausgänge können als offener Kollektor passiv oder aktiv betrieben werden. Passiver Ausgang (externe Spannungsquelle) Aktiver Ausgang (nur wenn Analogausgang nicht verwendet wird) Digitaler Ausgang aktiv #1 Digitaler Ausgang aktiv #2 Halbleiterrelais...
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Programmierung Ausgangsfunktion 1 & 2 Folgende Funktionen können für die Ausgänge 1 und 2 sowie für das Halbleiterrelais gewählt werden. Die Funktion des Halbleiterrelais ist mit der Funktion des Ausganges 2 gekoppelt. Funktion Ausgang 1 Ausgang 2 / Halbleiterrelais Impuls Vorwärts Impuls Rückwärts Min/Max Alarm Leerrohrdetektion...
Programmierung Frequenz Mit dieser Funktion kann der digitale Ausgang als Frequenzausgang definiert werden. Die Frequenz (100% vom Skalenendwert) kann dabei auf max. 10.000 Hz programmiert werden. Min/Max Alarm Der Grenzwert (Min/Max) dient zur Überwachung des momentanen Durchflusses und wird in Prozent vom Skalenendwert eingestellt. Die Werte können in 1%-Schritten frei gewählt werden.
Programmierung 5.1.5 KOMMUNIKATION Interface Modbus RTU RS 232, RS 485 und RS 422 mit Modbus RTU. Der Modus kann über DIP-Schalter konfiguriert werden. Der Abschluss der Buslinie kann „Aus“ (OFF) oder „An“ (ON) geschaltet werden. M-Bus Optional, eine zusätzliche Einsteckkarte wird benötigt HART* Optional, eine zusätzliche Einsteckkarte wird benötigt.
Programmierung 5.1.6 ERWEITERTE PROGRAMMIERUNG An, Aus und Voreinstellung Einschaltzähler Wie oft das Gerät eingeschaltet wurde. Stab. Zeit Misst die Zeit der Spulenstabilisierung. Sie muss unter ¼ der Erreger-zeit (Erregerfrequenz) liegen. 0 Millisekunden, wenn Detektor nicht an-geschlossen. Sprache Das Gerät unterstützt verschiedene Sprachen, wie: •...
Programmierung 5.1.8 PASSWORT Die verschiedenen Menüs und Parametrierungen können über 3 Passwortlevels gesichert werden. • Administrator PIN • Service PIN • Benutzer PIN Das Passwort besteht aus einer 6-stelligen PIN, die bei Auslieferung auf [000000] konfiguriert und deaktiviert ist. Möchten Sie die Passworteinstellung verwenden gehen Sie wie folgt vor: •...
Störungssuche und -beseitigung 6. STÖRUNGSSUCHE UND -BESEITIGUNG Nachstehende Fehlermeldungen können erscheinen: Fehlermeldung Mögliche Ursache Maßnahmen Spule getrennt • Prüfen, ob Messaufnehmer angeschlossen und Messaufnehmer nicht angeschlossen sicherstellen, dass die Kabelverbindung nicht • Verbindung zum Messaufnehmer unterbrochen unterbrochen ist. • Messumformerelektronik oder Andernfalls Service kontaktieren.
Störungssuche und -beseitigung Kontroll LEDs Auf der Elektronik befinden sich mehrere LEDs zur Kontrolle von verschiedenen Gerätefunktionen, siehe nachstehende Legende. Hauptplatine LED1 LED3 LED2 LED10 LED7 LED6 LED8 Anzeigeplatine LED13 LED5 LED1 Spulenkreislauf (An = zu / Aus = offen) LED2 Kommunikation –...
Störungssuche und -beseitigung Austausch der Elektronik ACHTUNG: Hilfsenergie vor dem Öffnen des Gehäusedeckels abschalten Elektrodenstecker an Anzeigeplatine Spulenstecker Stecker für Elektroden, Spulen, Spannungsversorgung sowie diverse Ein-/Ausgänge wieder einstecken herausziehen. Schrauben S1-S4 lösen und Leiterplatine herausnehmen. Neue Leiterplatine einsetzen und durch Anziehen der Schrauben S1-S4 fixieren. Die Stecker für Elektroden, Spulen, Spannungsversorgung sowie diverse Ein-/Ausgänge wieder einstecken.
-40 bis +150°C PTFE DN 15 – 500 -40 bis +150°C Hastelloy C (Standard) Platin/Gold platiniert Elektrodenwerkstoffe Tantal Platin/Rhodium Gehäuse Stahl/optional Edelstahl Prozessanschluss Flansch Prozessanschluss Flansch ModMAG M1000 Wandmontage ModMAG M1000 aufgebaut ® ® 70,5 Seite 30 MID_M1000_BA_01_0192 Juni 2019...
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Technische Daten Bei ANSI-Flanschen Bei DIN-Flanschen A Std* A ISO** ∅ D ∅ K ∅ d2xn ∅ D ∅ K ∅ d2xn 1/4” 88,9 60,3 15,9 x 4 14 x 4 5/16” 88,9 60,3 15,9 x 4 14 x 4 3/8”...
Technische Daten Fehlergrenzen Messbereich: 0,03 m/s bis 12 m/s ±0,3% v. M. ± 2 mm/s Impulsausgang: Wie Impulsausgang zuzüglich ±0,01 mA Analogausgang: ±0,1% Wiederholbarkeit: Referenzbedingungen: Umgebungs- und Mediumstemperatur: 20°C > 300 µS/cm Elektr. Leitfähigkeit: Warmlaufzeit: 60 min Einbaubedingungen: Einlaufstrecke > 10 DN Auslaufstrecke >...
Retoure / Unbedenklichkeitserklärung 10. RETOURE / UNBEDENKLICHKEITSERKLÄRUNG Sie finden den Antrag zur Retoure unter www.badgermeter.de/de/service/warenruecksendung Juni 2019 MID_M1000_BA_01_0192 Seite 41...
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