strom die Funktion oder Nichtfunktion der Mg-Anode
oder des Fremdstromanodensystems anzeigt, jedoch
keine Garantie für ausreichende Schutzverhältnisse im
Speicher gibt!
Funktionstest Verpolungsdiode
Fremdstromanodensysteme können, je nach Ausfüh-
rungstyp, mit einer Verpolungsschutzdiode ausgerüs-
tet sein. Diese dient dem Zweck, Stromeinspeisung
durch den Potenziostaten zu unterbinden, wenn die
Anschlüsse für Anode und Behälter bei Inbetriebnahme
vertauscht werden. Nähere Ausführungen siehe Bedie-
nungsanleitung der Potenziostaten.
Zur Überprüfung der Diodenfunktion wird das Wasser
aus dem Behälter mindestens soweit abgelassen, bis
die Anode(n) nicht mehr wasserberührt ist (sind), um
elektrische Leitung über das Wasser auszuschließen.
Bei der Messung wie folgt Vorgehen:
• AT-50 in den Messbereich „Diode" bringen.
• Überprüfen ob die Rote Messleitung in die linke
Buchse gesteckt ist.
• Den eigentlichen Potenziostaten außer Betrieb set-
zen, indem die Schaltung vom Netz getrennt wird.
• Den Pluspol des Messgerätes mit dem M8-Gewin-
destift der Titananode kontaktieren und den Mi-
nuspol des Messgerätes mit der Verschlussschrau-
be bzw. der Behälterkonstruktion in Verbindung
bringen. Bei richtiger Polung muss die Diode nun
sperren, Anzeige: „1".
• Bei Verpolung von Plus und Minus (rot und schwarz)
fällt über die Diode die typische Duchlassspannung
ab, Anzeige ca. 500 mV. Eine Überprüfung der rich-
tigen Polung (Anode: + / Behälter: -) ist auch mit der
—> Treibspannungsmessung (s.u.) möglich.
Hinweis: Nicht alle Typen von Fremdstrompotenziost-
aten sind mit Verpolungserkennung ausgestattet.
Dementsprechend ist es möglich, dass die vorstehend
beschriebenen Resultate, z.B. Messung der Dioden-
durchlassspannung, bei einigen Typen nicht gefunden
werden kann, weil keine Diode vorgesehen ist.
Isolationsprüfung
Die Anode dient dem kathodischen Korrosionsschutz
des Speichers im Bereich von unvermeidbaren Email-
fehlern. Nach Normvorgaben soll die Flächensumme
der schutzstromziehenden Stellen kleiner 7 cm2/m2
emaillierte Oberfläche sein.
Achtung: Flachrohrbündelwärmeaustauscher oder
Cu-Rippenrohr- wärmeaustauscher können schnell
Oberflächen im Bereich von 1 m2 und mehr haben.
Bei nichtisoliertem Einbau entsprechender Wärmetau-
scher in direktem Kontakt zum Behältermaterial wirkt
der Wärmetauscher als enorm große Fehlstelle und
verschlechtert die kathodischen Schutzverhältnisse
entscheidend.
Aus diesem Grund geschieht der Einbau entsprechender
nichtemaillierter Wärmetauscher vorzugsweise mit Hilfe
eines sog. Potential- abgleichwiderstandes mit einem
Ohmschen Widerstand im Bereich von in der Regel ca.
600Ω. Damit ist meistens eine ausreichende Isolierung
gewährleistet und der unerwünschten Stromaustrittkor-
rosion entgegengewirkt.
Zur Überprüfung einer ausreichenden Isolierung des
Wärmetauschers muss das Wasser so weit abgelassen
werden, bis der Wärmetauscher trocken steht.
Bei der Messung wie folgt Vorgehen:
• AT-50 in den Messbereich "Isolation" bringen.
• Überprüfen ob die Rote Messleitung in die linke
Buchse gesteckt ist.
• Mit einer der beiden Messleitungen des AT-50 den
Rohrausgang des Wärmetauschers kontaktieren
und die andere Messleitung mit der Behälterwan-
dung in Verbindung bringen.
• Im Display wird der tatsächliche Isolationswider-
stand angezeigt.
Ist der Wert wesentlich geringer als ca. 500Ω, mögli-
cherweise sogar nur noch im 2-stelligen Wertebereich,
sollte die Isolierung überprüft werden.
Hinweis: Bei der Durchführung von Messungen an elek-
trisch betriebenen Rohrheizkörpern ist vor Ausführung
der Untersuchungen aus Gründen der elektrischen
Sicherheit die Spannungsversorgung zum elektrischen
Rohrheizkörper zu unterbrechen!
Überprüfung der Treibspannung
Eine Überprüfung der tatsächlichen Treibspannung
zwischen Anode und Behälter ist bei der Fremdstro-
manode wegen des stets elektrisch isolierten Einbaus
der Titananode immer möglich, bei Mg-Opferanoden
jedoch nur im Falle isolierter Anodenmontage (s. o.).
Besondere Bedeutung hat die Treibspannungsmes-
sung bei der Überprüfung der Fremdstromanode. Die
Treibspannung von Mg-Opferanoden erfordert die
Einstellung des 2-V-Gleich- spannungsbereichs, die
entsprechende Messung für Fremdstromanoden erfolgt
im 20-V-Gleichspannungsbereich.
Im Folgenden wird die Messung am Fremdstromanoden-
system beschrieben.
Bei der Messung wie folgt Vorgehen:
• Den Wahlbereichsschalter am AT-50 bei „Treibspan-
nung" in den Messbereich 20 V bringen.
• Überprüfen ob die Rote Messleitung in die rechte
Buchse gesteckt ist.
• Den Pluspol des AT-50 (rot) mit der Titananode und
den Minuspol (schwarz) mit dem Behälter kontak-
tieren.
• Die anliegende Treibspannung ablesen. Bei richtiger
Polung muss die im LC-Display angezeigte Span-
nung einen positiven (!) Wert haben.
Richtige Polung vorausgesetzt, soll die Treibspannung
zwischen Titananode und Behältermasse bei Verwen-
dung von emaillierten Speichern min. U = + 2,3 V be-
tragen. Im Falle von Wässern mit geringer Leitfähigkeit
kann die Treibspannung auch Werte bis einige wenige
(einstellige) Volt Gleichspannung annehmen. Zur Über-
prüfung der Funktionstüchtigkeit von Mg-Opferanoden
wird in der Regel die voranstehend erwähnte Schutz-
strommessung durchgeführt. Die Messung der Treib-
spannung ist vergleichsweise weniger aussagekräftig.
Die Treibspannung für das System Mg-Opferanode /
emaillierter Speicher liegt regelmäßig im Bereich von
einigen hundert Millivolt Gleichspannung.
Beurteilung des Messergebnisses